Wasch- und Desinfektionsmittel sind teuer und schädigen Gesundheit und Umwelt. Geldsparen gibt Tipps, wie Sie auf natürliche Weise putzen.
Hygiene Desinfektion Produkte Bakterien

Viele chemische Putzmittel sind im Haushalt unnötig.

In normalen Haushalten sind Desinfektionsmittel aller Art in aller Regel nicht nur unnötig, sondern auch noch teuer und auf lange Sicht sogar eher gefährlich. Keimforscher warnen vor immer häufiger gefundenen widerstandsfähigen Krankmachern, die gegen gängige Reinigungsmittel resistent geworden sind. In privaten Wohnungen, Küchen oder Bädern reicht es ihrer Ansicht nach völlig, den kleinen Biestern mit ganz natürlichen Mitteln zu Leibe zu rücken. Das schont Umwelt, Geldbeutel und letztlich sogar die eigene Gesundheit. So wird Ihre Umwelt natürlich keimfrei:

Natürlich sauber mit Sonnenkraft

Wollen Sie zum Beispiel bei Ihrer Wäsche auf Nummer sicher gehen, müssen Sie nicht auf Hygiene-Waschmittel setzen oder immer das energiehungrige Kochwäscheprogramm wählen, denn das ist nur in besonderen Fällen nötig (beispielsweise bei ansteckenden Krankheiten). Hängen Sie Handtücher und Co. einfach draußen auf und gönnen Sie ihnen ein Sonnenbad. Das UV-Licht in den Sonnenstrahlen tötet dabei die meisten Keime und damit auch Muffelgerüche, die nach der Wäsche noch in einzelnen Stücken zurück bleiben können.

Tipp: Bei bunten Teilen besteht aber gerade bei nassen Stoffen die Gefahr des Ausbleichens in der prallen Sonne. Deswegen erst im Schatten trocknen lassen und danach nochmal kurz unter die Lichtdusche stellen.

Natürlich sauber mit Hitze

Die Sonne scheint gerade nicht? Gönnen Sie Ihrer Wäsche einen heißen Gang im Trockner oder noch besser eine ganz traditionelle ordentliche Glättung mit dem Bügeleisen, das hat eine zusätzliche Hygiene-Wirkung. Denn Bakterien, Viren und Pilze haben eines gemeinsam: Die allermeisten von ihnen mögen keine Hitze. Sollen zum Beispiel auch Putztücher, Spülbürsten oder der Abfluss entkeimt werden, ist heißes Wasser das natürlichste Mittel mit sehr guten Erfolgen. In der Waschmaschine reicht dafür in aller Regel ein normales Waschmittel bei 60 Grad.

Feuchte Spülschwämme gehören zu den Keimschleudern im Haushalt und haben eine oft tausend- bis millionenfach so hohe Keimkonzentration wie die Klobrille. Ihr Spülschwamm ist erst ein paar Tage alt, aber eventuell länger im feuchten Spülbecken gelegen? Stecken Sie ihn zur nächsten 60-Grad-Wäsche mit in die Maschine, das macht ihn wieder frisch. Alternativ hat auch ein Gang im Geschirrspüler bei 65 Grad eine ähnliche Wirkung – übrigens auch bei Spülbürsten.

Die Keime im Abfluss und damit auch die meisten üblen Gerüche killt dagegen am einfachsten kochendes Wasser: Ein bis zwei Liter zum Sprudeln bringen, ab damit in den Abfluss, ein paar Sekunden einwirken lassen und mit kaltem Nass nach spülen.
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Mit Trockenheit gegen Keime

Eine sehr effektive Maßnahme gegen Keime ist Trocknen. Denn in der Regel entstehen Herde dort, wo es warm und feucht ist. Fehlt eines von beiden, können sich Keime nicht so gut ausbreiten und sterben teilweise sogar. Ein ordentlich aufgefaltetes, durchgetrocknetes Spültuch über dem Wasserhahn ist deswegen auch deutlich weniger keimgefährdet, als ein nasses, zusammengeknültes im Spülbecken.

Auch kritische Lebensmittel wie zum Beispiel gefrorene Hühnerteile sollten möglichst trocken gehalten werden. Deshalb legt man sie am allerbesten zum Auftauen in ein Sieb und entsorgt das abfließende Tauwassser sofort. So bleibt das Fleisch trocken und Salmonellen und Co. können sich schlechter vermehren.

Keimen Dampf machen

Auch wenn der Gebrauch eventuell Spaß macht und nach tatkräftigem Hygieneeinsatz aussieht: Nur die wenigsten Menschen brauchen wirklich einen Profi-Dampfreiniger für Bad, Küche und Co. Denn um auf Flächen oder in normalen Zimmerecken Keimen zu Leibe zu rücken, reicht in aller Regel normales regelmäßiges Putzen mit warmen Wasser und etwas Seife.

Anders sieht es allerdings bei feinsten Ritzen, Gefäßen und Windungen aus, in die man nicht so leicht hinein kommt, etwa bei Babyfläschchen, Schnullern und ähnlichem. Und gerade hier ist auch noch 100-prozentige Hygiene gefragt! Glücklicherweise kann zum Beispiel der Schnellkochtopf, ein normaler Topf oder ein spezieller Einsatz für die Mikrowelle genutzt werden, um Babys Utensilien mit Dampf zu reinigen. Wer täglich Zeit und Stromkosten sparen möchte, investiert in einen sogenannten Vaporisator, hier muss weniger Wasser für den Sauberkeitseffekt erhitzt werden, das schont auch die Umwelt. Die Anschaffungskosten von rund 40 Euro rechnen sich langfristig über den niedrigeren Stromverbrauch und gute Preise für „Gebrauchte“.
 

Natürlich keimfrei mit Essigsäure

Keime mögen saure Umgebung einfach nicht. Deswegen eignet sich Essigwasser hervorragend als Putzmittel – und entfernt ganz nebenbei mit einem Wisch auch noch Kalkflecken und ist für die Umwelt ungefährlich. Die Stiftung Warentest empfiehlt ihn zum Beispiel zur Reinigung von Kühlschränken, weil er gut gegen Schimmelpilze wirkt.

Tipp: Konzentrierter Essig greift auch schnell Oberflächen an, deswegen am besten immer an nicht sichtbaren Stellen die Wirkung testen.

Bei empfindlichen Flächen nie Essigessenz pur verwenden, sondern eine Mischung mit Wasser (ein Teil Essigessenz, drei Teile Wasser). Widerstandsfähige Materialien wie Edelstahlspülen vertragen dagegen auch mal die volle Kraft der Essigsäure. An schwierigen Stellen mit hartnäckigen Rückständen wie zum Beispiel dem Ausguss haben sich mit Essigessenz getränkte Wattepads bewährt. Zehn Minuten auflegen, dann mit einem Wisch denn abgelösten Keimschmodder entfernen.

Natürlich keimfrei mit Zitronensaft

Auch mit saurem Zitronensaft ließe sich ähnlich wie mit Essig hervorragend hygienisch putzen, aber das wäre natürlich für den täglichen Einsatz oder größere Flächen viel zu teuer und das Auspressen doch etwas aufwendig. Für kleine feine Einsätze im Lebensmittelbereich ist Zitronensaft umso wertvoller, etwa zum Abreiben von Holzbrettchen oder Kochlöffeln. Nach dem Spülen die Holzgerätschaften gut trocknen lassen und anschließend mit einem sauberen Baumwollküchenhandtuch mit Zitronensaft abreiben. Der Vorteil: Die Säure dringt in die Holzoberfläche und gibt letzten Keimen den Rest.

Sie haben vom Kochen oder Backen noch eine saubere halbe Zitrone übrig? Schneiden Sie sie in feine Scheiben und rücken Sie damit versteckten Stellen zu Leibe, die sich nicht so leicht reinigen lassen, etwa dem Spalt unter dem Badewannenknauf (mit dem man den Abfluss verschließt) oder dem schmalen Ring am Fuß der Waschbeckenarmatur, der schnell einen dunklen Belag bekommt. Der Vorteil: Die Zitronenkraft tötet nicht nur Keime und löst Verklebtes, der frische Zitrusgeruch signalisiert laut psychologischen Studien auch dem Gehirn „Hier ist alles sauber“. Und scharfe Desinfektionsmittel? Werden ganz natürlich überflüssig.
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Florian Junker mein Name ist Florian Junker. Bei geldsparen.de bin für Geldanlage sowie Bauen und Wohnen zuständig. Als dreifacher Familienvater weiß ich aus eigener Erfahrung, wie praxistaugliche Lösungen aussehen müssen.

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