Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 23.10.2018

Private Krankenversicherung Wie Privatpatienten im Alter sparen

Gerade ältere Privatpatienten sind oft von enormen Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung betroffen. So können Sie sparen.
Private Krankenversicherung: Wie Privatpatienten im Alter sparen

Auch Privatpatienten können bei der privaten Krankenversicherung im Alter sparen.

Warum wird die private Krankenversicherung teurer?

Privatpatienten kennen das: Zum Jahreswechsel k√ľndigt die private Krankenversicherung eine Beitragserh√∂hung an. √Ąltere Versicherte sind oft besonders betroffen. Die Kostensteigerung hat viele Gr√ľnde, einer wiegt besonders: √Ąltere Versicherte stecken oft in alten Tarifen fest. Der Gesamtkundenstamm dieses Tarifs altert best√§ndig, immer h√§ufiger werden medizinische Behandlungen notwendig. Das treibt die Beitr√§ge f√ľr alle in die H√∂he. Denn jeder Tarif muss sich selbst finanzieren. J√ľngere, gesunde Versicherte k√∂nnten diese Kostensteigerung zwar ausgleichen, nur sie schlie√üen in der Regel neue, oftmals auch leistungsst√§rkere Tarife ab.

Ist ein Anbieterwechsel schlau?

Nach jeder Beitragserh√∂hung hat der Versicherte ein Sonderk√ľndigungsrecht. Meist ist es aber besonders f√ľr √§ltere Versicherte nicht sinnvoll, dies wahrzunehmen. Denn bei einem Wechsel zu einem anderen Versicherungsunternehmen geht die bisher angesparte Alterungsr√ľckstellung verloren. Zudem steigen Versicherte aufgrund ihres Alters mit hohen Beitr√§gen ein. Unter dem Strich w√ľrde der neue Beitrag aller Wahrscheinlichkeit nach, noch h√∂her ausfallen.
Vergleich Private Krankenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Tarifwechsel ist eine sinnvolle Lösung

Besser ist es, bei dem gleichen Anbieter den Tarif zu wechseln. Nach einer Prämienerhöhung haben Versicherte explizit das Recht, in einen anderen, vergleichbaren Tarif zu wechseln. Die Unternehmen sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet, Kunden ab 60 Jahren auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Manche Unternehmen haben sich dazu verpflichtet, dies schon ab 55 Jahre zu tun.

Tipp: Bietet der neue Tarif genau das selbe Leistungsspektrum wie der bisherige, funktioniert ein Wechsel ohne Gesundheitspr√ľfung. Bietet der neue Tarif aber in einzelnen Bereichen mehr Leistungen als der alte, steht f√ľr diese Mehrleistungen eine Gesundheitspr√ľfung an. Bei Vorerkrankungen kann es dann zu Risikozuschl√§gen oder Ausschl√ľssen in diesem Bereich kommen.

Welcher Tarif ist der richtige?

Vor einem Tarifwechsel sollten Kunden sich umfassend beraten lassen, welcher Tarif bei ihrem Versicherer in Frage kommt und welcher trotz Kostenersparnis umfassende Leistungen bietet. Zum Beispiel sind Hausarzttarife oft wesentlich g√ľnstiger.¬†Wer einen solchen Tarif w√§hlt, verpflichtet sich, immer zun√§chst zum Hausarzt zu gehen, bevor man einen Spezialisten aufsucht.

Wer √§lter als 55 Jahre ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch in den g√ľnstigen Standardtarif wechseln, der medizinische Versorgung auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung bietet. Wer schon sehr lange in der privaten Krankenversicherung ist, kann hier m√∂glicherweise sehr viel sparen, denn die gesamte Alterungsr√ľckstellung des alten Tarifs wird angerechnet.

Tipp:
Der Standardtarif hat auch Nachteile. So erstattet der Versicherer zum Beispiel das Arzthonorar nach niedrigeren Geb√ľhrens√§tzen als in √ľblichen Tarifen. Der Arzt rechnet aber ab wie bei einem gew√∂hnlichen Privatpatienten und setzt in der Regel einen sehr viel h√∂heren Geb√ľhrensatz an - die Krankenversicherung erstattet nur einen Teil davon. Patienten sollten das mit ihrem Arzt vor der Behandlung besprechen, damit sie nicht auf Behandlungskosten sitzen bleiben.¬†

Alternative Sparmöglichkeiten bei der privaten Krankenversicherung

Statt eines Tarifwechsels k√∂nnen Versicherte m√∂glicherweise am bestehenden Tarif Einsparungen vornehmen. Wer die Unterbringung in einem Einbettzimmer im Krankenhaus versichert hat, kann m√∂glicherweise auf ein Zweitbettzimmer umsteigen. Auch auf ein Krankenhaustagegeld l√§sst sich verzichten. Die Erh√∂hung des Selbstbehalts¬† reduziert ebenfalls den monatlichen Beitrag, ist jedoch mit Vorsicht zu genie√üen: Als Arbeitnehmer tr√§gt man den Selbstbehalt ganz alleine, der Arbeitgeber beteiligt sich nicht daran. Zudem sollte der Selbstbehalt immer nur so hoch sein, dass er einen nicht davon abh√§lt, aus Kostengr√ľnden nicht zum Arzt zu gehen.¬†

Tipp:
Lesen Sie hier, was eine gute private Krankenversicherung ausmacht.
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Liebe Leserinnen und Leser,

Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

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