Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 15.01.2018

Altervorsorge 2018 Was der Garantiezins für die Riester-Rente bedeutet

Beim Abschluss einer Riester-Rentenversicherung ist auch der Garantiezins wichtig. Der macht 2018 aber eher den Anbietern als den Sparern zu schaffen.
Garantiezins Riester-Rente

Für den Garantiezins - beispielsweise bei einer Riester-Rentenversicherung - müssen Versicherer gerade stehen. Hinzu können Überschüsse kommen.

Bereits 2017 ist der sogenannte gesetzliche Garantiezins für Neuverträge von Lebens- und Rentenversicherungen auf nur noch 0,9 Prozent gesunken.

Zum Garantiezins müssen Sie folgendes wissen:
 Bei einem Riester-Rentenversicherungsvertrag wird nicht die gesamte Prämie verzinst, sondern lediglich der Sparanteil. Das bedeutet konkret: Verzinst werden die Einzahlungen abzüglich der Kosten für Vertrieb, Verwaltung sowie Risikoschutz. So dürfte bei 0,9 Prozent Garantiezins nicht mehr viel übrig bleiben. Die Versicherungsgesellschaften zahlen ihren Riester-Sparern zusätzlich sogenannte Überschüsse, die sie am Kapitalmarkt erwirtschaften. Diese sind jedoch nicht garantiert, sondern werden jedes Jahr neu bestimmt.

Alte Riester-Verträge nicht kündigen

Wenn Sie vor 2017 bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen hatten, so profitieren Sie noch von einem höheren Garantiezins - je nach Abschlussjahr etwa 1,25 oder 1,75 Prozent. Daher sollten Sie alte Riester-Verträge nicht kündigen.

Das Problem der Versicherer: Diese hohen Garantieversprechen der Vergangenheit lassen sich in der Zinsflaute am Kapitalmarkt immer schwerer erwirtschaften. Zugleich müssen Sie mindestens den Erhalt der eingezahlten Beiträge jedoch fest zusagen.

Auf die Riester-Zulagen kommt hauptsächlich es an

Im Grunde sind bei der Riester-Rente jedoch vorrangig die Zulagen vom Staat die eigentliche Rendite. Um diese zu erhalten, sind jedoch bestimmte Auflagen zu erfüllen. So müssen Sie vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens im Jahr in den Riester-Vertrag einzahlen. Maximal jedoch 2.100 Euro.

Diese Summe brauchen Sie aber nicht komplett selbst aufbringen, sondern die staatlichen Riester-Zulagen zählen hier mit. Diese sind: Eine Grundzulage seit 2018 von 175 Euro pro Person sowie je 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, und je 300 Euro für jedes danach geborene Kind.

Die Kinderzulagen bringen Ihnen bei Riester viel Geld

Aktuelles Riester-Beispiel für 2018: Eine Alleinerziehende mit einem fünfjährigen Kind hat ein relevantes Bruttoeinkommen von jährlich 17.000 Euro. Für die vollen Zulagen müssen somit 680 Euro im Jahr auf das Riester-Konto fließen. Davon braucht die Frau selbst jedoch lediglich einen Anteil von 205 Euro einzahlen, den Rest von 475 Euro – mehr als das Doppelte - spendiert der Staat anhand der Riester-Zulagen dazu. Eine Förderquote von über 230 Prozent! So viel Rendite zahlt keine Bank.
Die Kinderzulage erhält die Riester-Sparerin so lange, wie auch Kindergeld gezahlt wird.
   Klassische Riester-Rentenversicherung:
Garantierte Monatsrente im 1. Jahr
 Versicherer (Auswahl) Tarif Rente in Euro
 Fairr.de  fairrelax  189,00
 HanseMerkur  RiesterCare RA2017S  173,00
 Hannoversche  Garant AV1  171,00
 Allianz  Klassik ARS1U  170,00
 Huk 24  RZU24  170,00
Berechnungsgrundlage/Modellfall:
Mann / Frau, 30 Jahre alt, direkt förderungsfähig, Jahreseinkommen 40 000 Euro. Monatliche Zahlung des Mindestbeitrags für maximalen Förderungserhalt (133,33 Euro inkl. Zulagen). Vertragsbeginn 01.03.2018, Vertragslaufzeit 37 Jahre; Todesfallschutz: 10 Jahre Rentengarantiezeit. Volldynamische Rente.
Stand: 26.02.2018, Quelle: biallo.de
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