Edel-Diesel gegen Diesel normal

Was für Benzin gilt, ist natürlich auch beim Diesel Usus. Auch hier gibt es diverse Edelvarianten, die mit besserer Motorleistung, geringerem Verbrauch, weniger Emission und seit neuestem auch mit besonders hoher Frostsicherheit bewerben werden. Im Test hat der ADAC tatsächlich einen etwas niedrigeren Verbrauch von ein bis 5,6 Prozent festgestellt. Auch ließ sich eine etwas höhere Motorleistung messen, die um 1,6 bis 4,5 Prozent anstieg, was im normalen Fahrbetrieb allerdings nicht sonderlich auffällt. Diese Vorteile müssen allerdings mit einem deutlich höheren Kaufpreis an der Zapfsäule bezahlt werden. Wer sparen will, greift also lieber zum normalen Diesel.

Der neue Winterdiesel

Neuester Stern am Edeldiesel-Himmel ist der Winterdiesel von OMV. Er soll alle Eigenschaften des Edeldiesels besitzen und zudem auch bei arktischen Temperaturen von minus 35 Grad für einen verlässlichen Motorbetrieb sorgen.

Frostsicherheit von Diesel

Was viele nicht wissen: Jeder Dieselkraftstoff, der in Deutschland zwischen dem 16. November und Ende Februar angeboten wird, ist quasi ein "Winterdiesel". Denn gemäß einer DIN-Norm muss Dieselkraftstoff im Winter bis minus 20 Grad Celsius frostsicher sein. Bei tiefen Temperaturen würde er nämlich sonst versulzen. In der Folge springt das Fahrzeug nicht mehr an. Stichproben im vergangenen Winter haben gezeigt, dass die meisten Tankstellen in Deutschland Diesel bereit halten, der sicherheitshalber sogar bis minus 25 Grad funktioniert. Das genügt selbst für deutsche Rekord-Winter. Der ADAC hält den neuen und teuren OMV Winterdiesel deshalb für absolut unnötig. Die rund zehn Cent Aufschlag pro Liter kann man sich also getrost sparen.

Fazit

Edelsprit schadet nicht. Der Nutzen ist aber überschaubar und steht in keinem Verhältnis zum hohen Preis. Normale Motoren können die hohe Oktanzahl nicht nutzen. Die eingesetzten Additive wirken sich nur in sehr geringem Maße auf Motorleistung und Drehmoment aus. Wer also keinen hoch gezüchteten Rennwagen in der Garage stehen hat, wird kaum etwas von den zusätzlich eingesetzten Euro profitieren.
 

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Leserkommentare

 

07.06.2017 10:52 Uhr
Denis: Super Plus
Seit 2004 haben wir unser Cabriolet (Opel Astra G, der Motor ist ein Z22SE). Seit 2008 bekommt der Wagen nur noch Super Plus (98 Oktan), anstatt Super, es verbrennt tatsächlich besser. Seit dem Umstieg auf Super Plus läuft der Motor ruhiger. Gelegentlich kommt es ja vor, dass der Motor unter die Leerlaufdrehzahl gerät, z. B. während des Anfahrens mit wenig Gas oder etwas späten Herunterschaltens. Als wir noch Super (95 Oktan) tankten, war in dem Falle stets dieses "Untertourigkeitsklopfen" hörbar. Jedoch kommt es, seit wir Super Plus tanken, nicht mehr vor.

23.08.2016 11:09 Uhr
E85: kleiner Hinweis
Es ist klar, das die Tests förmlich in die Hose gingen! Habe ich einen Motor im Test, der für 91 Oktan ausgelegt ist, wird dieser den Treibstoff nicht früher als für 91 Oktan zünden! Premium Treibstoff mit z.B. 104 Oktan muss aber zu einem früher gezündet werden, damit dieser vollständig verbrennen und den optimalen Druck kurz nach OT (Oberer Totpunkt) bereistellen zu können! Wird der Premiumspritt zu spät gezündet, wie es bei der Einstellung für 91 Oktan der Fall ist, so ist der Premiumspritt noch nichtmal richtig verbrannt, weil er nicht die Zeit dafür hatte! Premiumspritt für normale Motoren? Nicht nötig! Ist das Kennfeld hingegen modifiziert, so steht dem Spritsparen nichts im Wege! Aber, man muss ja an die nächste Generation Motoren denken, die als "neue Erfindung" die höhere Oktanzahl ausnutzen kann! Ist ja nur eine kleine Kennfeldänderung nötig, für wenig Geld!

23.08.2016 10:49 Uhr
E85: Premium vs 95 Oktan
Leider sind die guten Zeiten des Alk vorbei! Was machen wenn man einen Motor hat, der auf 104 Oktan getrimmt ist? Perwerserweise Premiumsprit tanken! Es gibt da schon Programme von Tanken, bei denen man zu reduzierten Preisen tanken kann! Also, meiner genehmigt sich mit E10 9 Liter (mit erheblich verminderter Leistung), mit Alk (E85 volle Leistung) 10,5 Liter (bei ehemals o,98 €/Liter) und mit Premiumsprit 6,5 Liter, bei voller Leistung! Hin und wieder muss ich etwas Spiritus ins Öl geben, wegen der "inneren Reinigung", da die Waschwirkung des E85 ("Treibstoff" Anteil im Öl) nun fehlt! Der Motor verkokt nicht gleich, aber die Verbrennungstemperaturen sind jetzt höher und dadurch scheint etwas mehr Dreck anzutrocken! Ein Schnappsglas bei der Kontrolle genügt! Ich fahre 0W40 Öl.


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