Sabina Hoerder
Ein Beitrag von Sabina Hoerder, 05.07.2018

Zinsen Geldanlage-Leuchttürme im Juli

Zwei Prozent Tagesgeld-Zinsen – das klingt hervorragend. Lesen Sie, was hinter dem Angebot steckt und welche weiteren Tages- und Festgeld-Anbieter Ihrem Geld aktuell Gutes tun.
Zinsen Geldanlage-Leuchttürme im Juli

Manche Geldanlage-Angebote stechen wie Leuchttürme aus ihrem Umfeld heraus.

Gute Nachrichten für Sparer: Während es in letzter Zeit kaum möglich war, auch nur ein Prozent Tagesgeld-Zinsen zu erhalten, bietet die ING-Diba nun sogar zwei Prozent. Der Zinssatz gilt für Anlagebeträge bis 25.000 Euro und ist sogar für vier Monate garantiert.

Allerdings gibt es die zwei Prozent nur für Neukunden, die zugleich ein Girokonto bei der ING-Diba eröffnen. Es muss das erste Konto bei der Bank sein und als Gehaltskonto genutzt werden. Nach den vier Monaten Zinsgarantie und bei Anlagebeträgen über 25.000 Euro gilt der variable Bestandskundenzins, der aktuell bei 0,01 Prozent liegt.

Hohe Tagesgeld-Zinsen in Verbindung mit kostenlosem Girokonto

Wer mit seinem Girokonto zufrieden ist, dem mag die Hürde recht hoch erscheinen. Wer jedoch ohnehin schon über einen Wechsel nachdenkt, für den kann dies eine gute Gelegenheit sein. Denn das Girokonto der ING-Diba kann sich durchaus sehen lassen: Es fallen keine monatlichen Grundgebühren an. Kreditkarte, Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften sind gratis. Bargeld gibt es mit der Visa-Karte in Deutschland und allen Euro-Ländern kostenlos.

Konkurrenz bietet bis zu 1,0 Prozent

Ein Blick in den Geldsparen-Tagesgeld-Vergleich zeigt: Hinter dem Angebot der ING-Diba folgt die Konkurrenz mit deutlichem Abstand. Die luxemburgische Advanzia-Bank bietet Neukunden aktuell 1,0 Prozent Zinsen - garantiert für drei Monate. Danach gilt der variable Standardzins, der aktuell bei stattlichen 0,50 Prozent liegt.

Wichtig: Die Mindestanlage beträgt 5.000 Euro. Da das Konto direkt bei der luxemburgischen Bank und nicht bei einer deutschen Niederlassung geführt wird, müssen Sparer die Kapitalertragsteuer über die Steuererklärung abrechnen. Es erfolgt kein automatischer Steuerabzug. 

Bis zu sechs Monate Zinsgarantie

0,74 Prozent Tagesgeld-Zinsen erhalten Sparer bei der HSH Nordbank und 0,65 Prozent bei der maltesischen Fimbank. Wer Wert auf eine lange Zinsgarantie legt, wird bei der Consorsbank fündig: Sie garantiert ihre 0,60 Prozent Neukunden für sechs Monate. Der Aktionszins gilt für Einlagen bis 25.000 Euro. Nach der Garantiezeit erhalten Anleger den Standardzins, der aktuell bei 0,01 Prozent liegt.
Tagesgeld bietet sich an für Sparer, die jederzeit auf ihr Geld zugreifen möchten.  Im Gegenzug kann aber auch die Bank jederzeit den Zins ändern. Es sei denn, das Geldhaus gewährt sogar eine Zinsgarantie. Dann sichern sich Kunden den Zinssatz für einen gewissen Zeitraum, sie können aber dennoch jederzeit über ihr Geld verfügen.

Auf Zinsen und Sicherheit kommt es an

Bei solch unkomplizierten Produkten fällt der Vergleich leicht. Verbraucher sollten in erster Linie auf Zinssatz und Einlagensicherung achten. Ein Blick auf den Geldsparen-Tagesgeld-Vergleich zeigt, dass es deutliche Zinsunterschiede gibt. Während viele Anbieter gar keine Zinsen mehr zahlen, stechen einzelne Angebote wie Leuchttürme aus ihrem Umfeld heraus:
Gesamten Vergleich anzeigenTagesgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 3 Monate
  Anbieter Zinssatz
Zinsertrag
Zinsertrag
S&P-
Länderrating 
 
1.
1,00%
25,02
AAA
höchste Sicherheit
2.
0,60%
15,00
AA
hohe Sicherheit
3.
0,55%
13,76
A-
gute Sicherheit
maxGesTab=
Datenstand: 20.07.2018
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Tipp zur Einlagensicherung: Sowohl im Tagesgeld- als auch im Festgeld-Vergleich von Geldsparen.de erfahren Sie, welche Einlagensicherung für das jeweilige Angebot gilt. Außerdem sehen Sie, wie die Rating-Agentur Standard & Poor's das Land bewertet, das hinter der jeweiligen Einlagensicherung steht.

Zinssicherheit mit Festgeld

Wer noch mehr Zinssicherheit haben möchte, sollte auf Festgeld setzen. Hier kann sich der Zinssatz über die Anlagedauer von einem, zwei oder mehr Jahren nicht mehr ändern. Dafür ist das Geld in der Regel aber erst am Ende der Laufzeit wieder verfügbar. Allzu lange sollte man sein Geld aktuell nicht festlegen. Sollten doch die Zinsen steigen, könnten Sparer sonst nicht profitieren. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sind derzeit etwas mehr als ein Prozent Zinsen möglich, bei zwei Jahren Laufzeit noch ein wenig mehr.
Tipp: Wer sein Geld auf mehrere Festgeld-Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten splittet, kann an mehreren Zeitpunkten darauf zugreifen und so besser auf aktuelle Zinsentwicklungen reagieren.

Zinsen steigen und sinken

Kürzlich erhöht hat die SWK Bank ihren Festgeldzins. Die Direktbank mit Sitz in Bingen am Rhein bietet nun bei zwei Jahren Laufzeit 1,10 Prozent statt zuvor 0,80 Prozent. Bei dreijähriger Laufzeit kletterte der Zins von 0,85 Prozent auf 1,20 Prozent. Wer mit diesem Angebot liebäugelt, sollte sich nicht allzu lange Zeit lassen. In der Vergangenheit hat die SWK Bank solche überdurchschnittlichen Zinsangebote zuweilen rasch wieder vom Markt genommen. Einmal abgeschlossen, haben Sparer den Zins jedoch sicher.

Ihre Zinsen wieder gesenkt hat jüngst die schwedische Klarna Bank. Nach einem zuvor deutlichen Zinsanstieg haben die Banker ihre Festgeldzinsen am 26. Juni wieder nach unten angepasst: bei einem Jahr Laufzeit von 1,20 auf 0,90 Prozent und bei zwei Jahren von 1,35 auf ebenfalls 0,90 Prozent. Nach wie vor liegen die Angebote aber deutlich über dem Durchschnitt.

Tipp: Bevor Sie ein Festgeld-Konto eröffnen, sollten Sie die Angebote gründlich vergleichen. Der Geldsparen-Festgeld-Vergleich hilft Ihnen dabei.
Wem die Rendite von Tages- und Festgeld zu niedrig ist, der kann beispielsweise in Fonds investieren. Lesen Sie hier, wie Sie bei Fonds-Anlagen Ihre Renditechance verbessern.
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Liebe Leserinnen und Leser,

Sabina Hoerder mein Name ist Sabina Hoerder. Ich bin Redakteurin bei geldsparen.de. Studiert habe ich Germanistik und Soziologie. Auf geldsparen.de kümmere ich mich vor allem um die Rubrik Energie und Themen, die junge Menschen betreffen.

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Leserkommentare

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09.08.2017 17:40 Uhr
erasmus: Festgeld
Kann mir kaum vorstellen, dass bei einer Festgeldanlage die mal vor Jahren mit 5 oder mehr Prozent verzinst wurde, die Bank diesen Zinssatz heute immer noch zahlt. Da versuchen doch Banken andere Anlagen zu verkaufen und den Festgeldvertrag zu kündigen.Ich habe auch solche Verträge und da bekomme ich immer wieder Mitteilungen, dass der Zinssatz angeapsst werden muss. Meist geht er dabei nach unten.

09.04.2017 08:45 Uhr
Fritti: Kurzfristige Festgeld-Anlage
Sie predigen seit JAHREN, Festgeld nicht zu lange anzulegen. Wenn ich Ihnen Glauben geschenkt hätte, und Festgeld nicht für 4 - 5 Jahre angelegt hätte, würde ich heute auch nur 0,5 % bekommen!


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