Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 27.06.2018

Internetkriminalität Internet im Urlaub sicher nutzen

Ein Smartphone, Tablet oder Notebook geh√∂rt mittlerweile mit ins Reisegep√§ck. Die Internetnutzung unterwegs birgt f√ľr Sie jedoch auch Gefahren.
Internetkriminalität Internet sicher im Urlaub nutzen

Auch im Urlaub fernab des Alltags ist Surfen im Internet nicht risikolos.

Sie m√∂chten auch auf Reisen nicht aufs Internet verzichten? Sei es um virtuelle Urlaubsgr√ľ√üe zu verschicken, auf dem Laufenden zu bleiben oder schnell mal den Kontostand abzufragen?

Das ist praktisch, denn alles geht mittlerweile fast √ľberall. Seien Sie aber gerade auf Reisen hier besondere vorsichtig. „Cyberkriminelle machen keinen Urlaub und nutzen die Reisezeit, um gezielt Nutzer anzugreifen“, sagt Tim Berghoff von G DATA Security.

Mitlesen √ľber ungesichertes WLAN-Netz

„Eine beliebte Masche ist das Mitlesen des Datenverkehrs in nicht ausreichend abgesicherten WLAN-Netzen. Die T√§ter gelangen so beispielsweise an Zugangsdaten zu Onlinediensten oder Kreditkarteninformationen und k√∂nnen diese in Untergrundm√§rkten gewinnbringend weiterverkaufen."

Sichern Sie daher vor dem Reiseantritt unbedingt Ihre Mobilgeräte und Tablets umfassend ab und beachten auch während des Urlaubs einige Sicherheitshinweise. Haben Sie Kinder dabei, so informieren Sie diese ebenfalls dahingehend umfassend!

Rechtzeitig vorsorgen sch√ľtzt vor Datendieben

Vor allem in fremden WLAN-Netzen und Internetcafés lauern laut IT-Experten Gefahren. Viele Betreiber solcher Zugangsmöglichkeiten verzichten in der Regel auf jede Sicherheitsvorkehrung.

Berghoff empfiehlt daher Urlaubern, bereits vor dem Reiseantritt mit der Absicherung des Smartphones, Tablets oder Notebooks zu beginnen und auch vor Ort Vorsicht walten zu lassen: "Nutzer sollten vor dem Urlaub ihr Mobilger√§t auf den neuesten Stand bringen und alle verf√ľgbaren Updates installieren. Der Einsatz einer effektiven Sicherheitsl√∂sung ist obligatorisch."

F√ľr den Fall eines Verlusts vorsorgen

Dar√ľber hinaus r√§t Berghoff, f√ľr den Fall eines Diebstahls oder Verlusts vorzusorgen: "Auf Mobilger√§ten sind im Regelfall viele sensible Daten gespeichert, daher ist der √Ąrger gro√ü, wenn das Mobilger√§t in fremde H√§nde ger√§t. Anwender m√ľssen hier vorsorgen und ihr Tablet oder Smartphone mit einer Diebstahlsicherung ausstatten, so kann das Ger√§t aus der Ferne gesperrt werden und im Zweifelsfall lassen sich alle darauf gespeicherten Daten l√∂schen."
Sicherheitsmaßnahmen vor dem Reiseantritt

• Software aktualisieren: Bringen Sie vor dem Reiseantritt das installierte Betriebssystem und alle genutzten Programme auf den neuesten Stand. So werden Sicherheitsl√ľcken geschlossen, die Kriminelle sonst f√ľr Angriffe ausnutzen k√∂nnten.

• Security Software einsetzen: Installieren Sie auf Notebook, Smartphone oder Tablet immer eine effektive und umfassende Sicherheitsl√∂sung.

• Diebstahlschutz aktivieren: Sorgen Sie f√ľr den Fall eines Ger√§teverlusts vor und installieren eine Security Software, die einen Diebstahlschutz umfasst. So l√§sst sich das Ger√§t aus der Ferne orten, sperren und alle darauf gespeicherten Daten l√∂schen. Bei Notebooks die Festplatte verschl√ľsseln, so dass Diebe keine Chance haben, die gestohlenen Daten zu lesen.

• E-Mail-Konto f√ľr Urlaubsgr√ľ√üe einrichten: Wenn Sie eine elektronische Ansichtskarte an Freunde und Familie daheim verschicken m√∂chten, sollten Sie ein separates E-Mail-Konto erstellen. Im Fall eines Angriffs ist nur dieses betroffen. Nnach der R√ľckkehr k√∂nnen Sie dann die Adresse wieder l√∂schen.

• Daten sichern: Bevor es in den Urlaub geht, unbedingt eine Sicherheitskopie aller gespeicherten Daten auf einem externen Speichermedium erstellen.

• Sperrnummern notieren: Notieren Sie sich die Servicenummern von Ihrem Mobilfunk-Anbieter und Kredit- und EC-Karten-Dienstleister. Im Fall eines Verlusts k√∂nnen Sie die betreffende Karte, den Surf-Stick oder das Mobilger√§t umgehend sperren lassen.
Sicherheitsmaßnahmen im Urlaub vor Ort

• √Ėffentliche WLAN-Netze meiden: Auch wenn es schwerf√§llt - auf die Nutzung kostenloser Hotspots am Flughafen, Bahnh√∂fen und im Hotel sollten Sie m√∂glichst verzichten, da diese oft nur unzureichend abgesichert sind. Stattdessen besser beim mobilen Surfen auf eine UMTS-Karte setzen.

Extra-Tipp: Um auch in √∂ffentlichen WLAN-Netzen sicher unterwegs zu sein, ist die Nutzung eines virtuellen privaten Netzwerkes (VPN) sinnvoll. Dadurch ist Ihre Verbindung gesch√ľtzt, wie durch einen Tunnel. So k√∂nnen Sie auch am Flughafen, im Hotel oder Caf√© mit ruhigem Gewissen ins Internet gehen. Und: Schalten Sie die Bluetooth- und WLAN-Funktionen ab, wenn Sie sie nicht ben√∂tigen.

• Vorsicht in Internetcaf√©s: √Ėffentliche Computer sind oft nicht ausreichend abgesichert. Verzichten Sie daher insbesondere dort auf Online-Banking und Eink√§ufe im Internet. Laden Sie keine pers√∂nlichen Daten herunter oder speichern diese. Kreditkartennummern und Bankzugangsdaten sowie Passw√∂rter niemals √ľber √∂ffentliche PCs ins Netz eingeben. Kriminelle k√∂nnten diese Informationen ansonsten aussp√§hen, dabei kann der gesamte Datenverkehr mitgeschnitten und sp√§ter missbraucht werden. Auch eigene Speichermedien wie USB-Sticks oder externe Festplatten nicht an diese Rechner anschlie√üen - zu gro√ü ist die Gefahr, sich Viren und Trojaner auf den heimischen Rechner einzuschleppen.

• Keine Spuren hinterlassen: Ist der Besuch eines Internetcaf√©s im Urlaub dennoch einmal unverzichtbar, unbedingt nach Ende der Sitzung alle tempor√§ren Dateien und Cookies im Browser des fremden Rechners l√∂schen. Denn hieraus bedienen sich die Kriminellen ebenfalls gerne f√ľr den Datenklau.

• Langfingern keine Chance geben: Mobilger√§te im Urlaub am besten niemals ausleihen oder in fremde H√§nde geben. Besser nicht Ihre Smartphones, Tablets oder Notebooks mit an den Hotelpool oder Strand nehmen, denn hier lauern Diebe auf unvorsichtige Touristen. Wird das Mobilger√§t nicht ben√∂tigt, immer zur Sicherheit im Hotel-Safe einschlie√üen. Notfall-Hilfe: Sollte Ihr Smartphone oder Tablet tats√§chlich abhanden kommen, k√∂nnen Sie es mit einer mobilen Sicherheitssoftware orten. So checken Sie relativ rasch, ob Sie es einfach nur im Hotelzimmer verlegt haben, oder ob ein Dieb zugeschlagen hat. Viele Sicherheitsl√∂sungen erm√∂glichen es Ihnen, das Ger√§t √ľber eine Web-Plattform zu sperren. So sind Ihre Daten vor fremdem Zugriff gesch√ľtzt. Informieren Sie zudem Ihren Mobilfunkanbieter, um unn√∂tige Kosten zu vermeiden.

Extra-Tipp: √Ėffentliche USB-Ladestationen sind ein besonders unsicherer Weg, Ihren Akku zu laden. √úber die Verbindung k√∂nnen nicht nur Strom, sondern auch Daten ausgetauscht werden. Sperren Sie das Ger√§t w√§hrend des Ladevorgangs, um Datendiebstahl vorzubeugen. Zus√§tzlichen Schutz kann ein sogenanntes "USB-Kondom" bieten, das das Laden absichert, indem es nur den Ladestrom passieren l√§sst und den Datenstrom blockiert.
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Fritz Himmel mein Name ist Fritz Himmel. Bei geldsparen.de k√ľmmere ich mich um alles, was Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen betrifft. Zudem schreibe ich regelm√§√üig f√ľr Tageszeitungen.

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