Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 22.12.2017

Neuerungen 2018 Was sich bei Steuern und Abgaben ändert

Verbraucher m√ľssen sich 2018 auf einige Neuerungen im Bereich Steuern und Sozialversicherung einstellen. Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen, aber auch der Kinderfreibetrag.
Neuerungen 2018 Was sich bei Steuern und Abgaben ändert

F√ľr Maler steigt 2018 der Mindestlohn.

Regelm√§√üig steigen zum Jahresanfang die Beitragsbemessungsgrenzen. Das ist auch 2018 wieder der Fall. Die Beitragsbemessungsgrenzen markieren das Maximum, bis zu welchem Sozialversicherungsbeitr√§ge erhoben werden. Der √ľber diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens ist jeweils beitragsfrei.

Rentenversicherung:
Die Beitragsbemessungsgrenze West liegt ab Januar 2018 bei 6.500 Euro pro Monat und damit 150 Euro √ľber dem Limit von 2017. Die Beitragsgrenze in den neuen Bundesl√§ndern steigt ebenfalls, und zwar von 5.700 Euro pro Monat auf 5.800 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung erh√∂hen sich die Bemessungsgrenzen auf 7.150 Euro (Ost) und 8.000 Euro (West).

Krankenversicherung:
Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt bundeseinheitlich gleich hoch. Sie steigt von 52.200 Euro im Jahr 2017 auf 53.100 Euro im Jahr 2018. Die Versicherungspflichtgrenze in der GKV klettert auf 59.400 Euro, 2017 lag sie bei 57.600 Euro. Wer √ľber die Versicherungspflichtgrenze hinaus verdient, der kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Besch√§ftigte, die von der privaten Krankenversicherung in die GKV zur√ľckkehren wollen, deren Bruttogehalt muss 2018 unter dem Limit von 59.400 Euro liegen. Zudem d√ľrfen sie noch keine 55 Jahre alt sein. Urlaubs- und Weihnachtsgeld flie√üen in den Betrag mit ein.

Tipp: Lesen Sie hier, was eine gute private Krankenversicherung ausmacht.
Vergleich Private Krankenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag ist der Teil des j√§hrlichen Einkommens, der von Steuern verschont bleibt. Er soll das Existenzminimum eines jeden B√ľrgers sichern. Der Grundfreibetrag steigt ab Januar um 180 Euro auf 9.000 Euro an. Beim Ehegattensplitting verdoppeln sich die Betr√§ge entsprechend. √úberschreiten die Eink√ľnfte den Freibetrag, f√§llt Einkommenssteuer an.

Neuerungen 2018 f√ľr Eltern

Kinderfreibetr√§ge: Durch den Kinderfreibetrag werden Eltern von Steuerzahlungen entlastet. Er wird zum Jahreswechsel um 72 Euro auf 4.788 Euro angehoben. Gleichzeitig steigt das Kindergeld erneut um zwei Euro. Es betr√§gt ab 2018 194 Euro f√ľr das erste und zweite Kind. 200 Euro gibt es f√ľr das dritte und 225 Euro f√ľr jedes weitere Kind. Der Unterhaltsh√∂chstbetrag klettert auf 9.000 Euro und liegt damit 180 Euro √ľber dem Limit von 2017.

Mutterschutz: Das Mutterschutzgesetz galt bisher nur f√ľr Frauen, die in einem festen Arbeitsverh√§ltnis stehen oder die Heimarbeit durchf√ľhren. Ab 2018 gilt der Schutz auch f√ľr Auszubildende, Praktikantinnen, Sch√ľlerinnen und Studentinnen, arbeitnehmer√§hnliche Selbstst√§ndige und Frauen mit Behinderung, die in einer entsprechenden Werkstatt besch√§ftigt sind. Zugleich sollen die Arbeitszeiten f√ľr schwangere Frauen flexibler werden. Sofern sie einwilligen, d√ľrfen sie k√ľnftig auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten sowie abends bis 22 Uhr. Arbeitgeber bed√ľrfen daf√ľr allerdings einer beh√∂rdlichen Genehmigung. Die Schwangere darf aber auf keinen Fall alleine arbeiten. Hilfe durch Kollegen muss stets gesichert sein.

Unterhalt:
Schlechte Nachrichten f√ľr viele Trennungskinder: Zwar erh√∂ht sich ab Januar der Mindestunterhalt je nach Kindesalter um sechs bis sieben Euro pro Monat, aber Unterhaltspflichtige mit h√∂herem Einkommen zahlen k√ľnftig weniger an ihre Kinder. Ursache hierf√ľr ist, dass zum ersten Mal seit Jahren auch die Einkommensgruppen angehoben werden. Im Ergebnis werden die erwirtschafteten Einkommen einer niedrigeren Einkommensgruppe zugerechnet. Beispiel: Erhielt ein 12-J√§hriger bislang bei 2.500 Euro Nettoeinkommen des Vaters laut D√ľsseldorfer Tabelle 506 Euro Unterhalt pro Monat, so stehen ihm ab Januar nur noch 491 Euro zu. Von diesem Betrag wird – wie bisher – noch die H√§lfte des Kindergeldes abgezogen. Erst ab Nettoeink√ľnften oberhalb von 4.300 Euro bleibt alles beim Alten.

In manchen Branchen mehr Mindestlohn

Mindestlohn: Beim gesetzlichen Mindestlohn √§ndert sich 2018 nichts. Er liegt wie bislang bei 8,84 Euro je Arbeitsstunde. Jedoch k√∂nnen die einzelnen Branchen dar√ľber hinaus gehende Vereinbarungen treffen. Dies haben zum Beispiel die Elektrobranche, die Pflegebranche und das Malerhandwerk getan.

Im Elektrohandwerk steigt der Mindestlohn von 10,65 Euro (West) und 10,40 Euro (Ost) auf bundeseinheitlich 10,95 Euro je Stunde. In der Pflege steigen die Betr√§ge von 10,20 Euro (West) und 9,50 Euro (Ost) auf 10,55 Euro und 10,05 Euro je Stunde. F√ľr ausgebildete Maler und Lackierer steigen die S√§tze im Westen von 13,10 Euro auf 13,30 Euro pro Stunde und im Osten von 11,85 Euro auf 12,40 Euro pro Stunde.
 
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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