Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 17.07.2017

Mieterstrom Mieter und Vermieter profitieren von Solaranlagen

Der Bundesrat hat dem Gesetz zur Förderung von Mieterstrom zugestimmt. Damit erhalten Vermieter Anreize zum Bau von Photovoltaikanlagen. Mieter profitieren von gĂŒnstigerem Strom.
Mieterstrom Mieter und Vermieter profitieren von Solaranlagen

Gesetzliche Regelungen aufpoliert: KĂŒnftig sollen Mieter und Vermieter von einer Solaranlage auf dem Dach profitieren.

Das Gesetz begĂŒnstigt Vermieter, wenn sie den auf ihrem Hausdach oder auf NebengebĂ€uden erzeugten Solarstrom nicht in das Stromnetz einspeisen, sondern direkt den Mietern in ihrem WohngebĂ€ude zur VerfĂŒgung stellen. Der Gesetzgeber schĂ€tzt, dass durch die finanziellen Anreize bis zu 370.000 neue Solaranlagen auf Deutschlands DĂ€cher installiert werden. Dadurch könnten bis zu 3,8 Millionen Wohnungen von selbst erzeugtem Solarstrom profitieren.

Wie hoch ist die Förderung fĂŒr Mieterstrom?

Die Förderung ist abhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe der installierten Photovoltaikanlage. Vorgesehen ist, das Vermieter fĂŒr Anlagen mit einer Leistung bis 10 kW jeweils 3,81 Cent je erzeugter Kilowattstunde (kWh) erhalten. FĂŒr Anlagen von 10 bis 40 kW zahlt die öffentliche Hand 3,47 Cent je kWh und fĂŒr Solaranlagen von 40 bis 100 kW gibt’s 2,21 Cent je kWh. GrĂ¶ĂŸere Anlagen werden nicht bezuschusst. Die Zulage ist unverĂ€nderlich und fließt 20 Jahre lang ab Inbetriebnahme der Anlage.

Positiv: Sowohl fĂŒr Vermieter wie fĂŒr Mieter fallen keine Netzentgelte, Konzessionsabgaben und auch keine Stromsteuer an. Lediglich die EEG-Umlage muss gezahlt werden. Wird nicht der gesamte Strom von den Mietern abgenommen, so fließt er ins Netz und wird mit der geltenden EinspeisevergĂŒtung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergĂŒtet.

Geldsparen-Tipp: Nicht nur Vermieter profitieren, sondern auch Mieter. Der Gesetzgeber schreibt nÀmlich vor, dass der vom Vermieter angebotene Strom höchstens 90 Prozent des örtlichen Grundversorgertarifs kosten darf. Somit ist eine Reduzierung der privaten Stromkosten um mindestens zehn Prozent möglich

Welche Voraussetzungen mĂŒssen erfĂŒllt sein?

Damit die staatliche Förderung fĂŒr den Mieterstrom fließt, mĂŒssen mindestens 40 Prozent der GebĂ€udeflĂ€che Wohnzwecken dienen. Auf der anderen Seite kann der Solarstrom auch gewerblich im GebĂ€ude genutzt werden. Dazu darf die gewerblich genutzte FlĂ€che jedoch höchstens 60 Prozent der GesamtflĂ€che ausmachen. Da die Mieter weiterhin frei wĂ€hlen können, von wem sie ihren Strom beziehen – vom Vermieter oder von einem Energieerzeuger – mĂŒssen Mietvertrag und Stromvertrag getrennt voneinander abgeschlossen werden. Ein Anschlusszwang an die hauseigene Photovoltaikanlage können Vermieter nicht geltend machen.

Auch EigentĂŒmergemeinschaften profitieren von Solaranlagen

Gehört das GebĂ€ude mehreren EigentĂŒmern, zum Beispiel bei Eigentumswohnungen, kann ebenfalls Mieterstrom produziert und an die EigentĂŒmer bzw. deren Mieter weitergegeben werden. Dazu muss die EigentĂŒmergemeinschaft die Solaranlage selbst betreiben und den Strom direkt an die Wohnungsnutzer durchleiten. Gefördert werden in diesem Fall aber nur EigentĂŒmer, die ihre Wohnung vermietet haben. EigentĂŒmer, die selbst ihre Wohnung nutzen und den produzierten Strom eigens verbrauchen, sind nicht förderberechtigt.

Tipp: Der Staat beteiligt sich an den Kosten fĂŒr die energieeffiziente Sanierung von GebĂ€uden. Lesen Sie hier, welche Fördermittel es gibt.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kĂŒmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tĂ€tig.

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