Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 07.02.2011 (Aktualisiert 29.11.2017)

ErkÀltungszeit Tipps gegen trockene Heizungsluft

Warme Heizungsluft enthĂ€lt nur wenig Feuchtigkeit. Trockene Luft ist aber nicht nur unangenehm, sie ist oft auch Ursache fĂŒr stĂ€ndig wiederkehrende ErkĂ€ltungen. Was Sie dagegen tun können.
Heizung

Winterzeit ist ErkÀltungszeit.

Gerade in der kalten Jahreszeit halten sich die meisten von uns hauptsĂ€chlich in geschlossenen RĂ€umen auf und machen es sich, wann immer möglich, vor der bullernden Heizung oder dem Kamin gemĂŒtlich. Die WĂ€rme ist zwar wohltuend, die trockene Luft ist es aber keineswegs: Die Haut spannt, die Haare fliegen und vor allem die empfindlichen SchleimhĂ€ute der oberen Atemwege, wie Nase, Rachen und Bronchien trocknen aus. So können die FlimmerhĂ€rchen ihre natĂŒrliche Reinigungsfunktion nicht mehr richtig erfĂŒllen. Bakterien und Viren haben dann leichtes Spiel, vor allem auch, weil sie zusĂ€tzlich in der trockenen Luft leichter aufgewirbelt und damit auch leichter eingeatmet werden können.

40 bis 50 Prozent Luftfeuchtigkeit sollte die eingeatmete Luft optimalerweise enthalten. In ĂŒberheizten Wohnzimmern und BĂŒrorĂ€umen sinkt sie aber nicht selten auf unter 30 Prozent. Das muss aber nicht sein, denn es gibt eine Reihe an Möglichkeiten, die Luftfeuchtigkeit effektiv zu erhöhen und seine SchleimhĂ€ute vor Austrocknung zu schĂŒtzen.

Die Feuchtigkeit in der Luft erhöhen

1. Richtig heizen

In vielen deutschen Wohnzimmern und BĂŒros ist es eigentlich zu warm. 22 bis 23 Grad sind keine Seltenheit. Vor allem bei ĂŒberwiegend sitzender TĂ€tigkeit empfinden viele Menschen sommerliche Temperaturen als angenehm. Dabei gelten Lufttemperaturen um die 18 Grad als optimal fĂŒr die Atemwege. Denn je weniger die winterliche Kaltluft erwĂ€rmt wird, desto mehr Feuchtigkeit enthĂ€lt sie noch. Deshalb sollte man möglichst den Heizungsregler nicht automatisch gleich auf Anschlag drehen, sondern mit Bedacht heizen und eher mal eine leichte Jacke oder ein Paar warme Socken ĂŒberziehen und sich ein wenig bewegen. Im Schlafzimmer darf es sogar noch etwas kĂŒhler sein. Hier gelten Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad als Garanten fĂŒr guten Schlaf.

Ganz aufs Heizen sollte man aber auch nicht verzichten. Selbst in wenig benutzen RĂ€umen sollten die Temperaturen nicht dauerhaft unter 16 Grad Celsius fallen. Andernfalls droht Schimmel.

2. RegelmĂ€ĂŸig LĂŒften

Neben der richtigen Temperatur, trĂ€gt auch regelmĂ€ĂŸiges StoßlĂŒften zum gesunden Raumklima bei. Dazu sollten mehrmals tĂ€glich die Fenster oder TĂŒren fĂŒr fĂŒnf bis zehn Minuten komplett geöffnet werden – Kippen allein ist nicht ausreichend. So wird die verbrauchte Zimmerluft weitgehend durch frische Außenluft ersetzt. Das beugt Schimmelbildung vor und erhöht den Sauerstoff- und Feuchtigkeitsgehalt der Luft im Raum. Außerdem werden eventuell ausgehustete und ausgenieste Erreger wieder entfernt.

3. Luftbefeuchter und Co.

Auch mit Verdunstern und Luftbefeuchtern kann man trockener Raumluft entgegen wirken. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass sich im stehenden Wasser der Befeuchter Keime bilden, die dann ebenfalls wieder zu Infektionen fĂŒhren können. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, sollte eher zu technischen GerĂ€ten greifen, die das Wasser auf ĂŒber 100 Grad erhitzen. Dabei werden vorhandene Keime weitestgehend abgetötet. Auch sollte man es mit dem Einsatz nicht ĂŒbertreiben, sonst kann der Schuß nach hinten losgehen. Bei mehr als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit kann sich das ĂŒberflĂŒssige Wasser nĂ€mlich an den WĂ€nden absetzen und zur Bildung von Schimmelpilzen beitragen.

4. GrĂŒne Klimaanlage

Den Feuchtigkeitsgehalt der Luft kann man auch mit Hilfe von Zimmerpflanzen positiv beeinflussen. Besonders gut geeignet sind hierfĂŒr das Fensterblatt sowie das Zyper- und Papyrusgras. Beide Pflanzenarten können viel Wasser aufnehmen, das sie dann ĂŒber die BlattoberflĂ€che wieder verdunsten. ZusĂ€tzlich reinigen viele Pflanzen die Luft von Staub, aber auch von Giftstoffen. So filtern die Birkenfeige und die Zimmeraralie zum Beispiel innerhalb weniger Stunden bis zu 80 Prozent des Formaldehydgehalts aus der Luft. Bogenhanf bindet Zigarettenrauch und der beliebte Drachenbaum neutralisiert Benzol und Trichlorethylen.
 
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Vier Tipps, um die Feuchtigkeit der SchleimhÀute zu erhöhen


1. Viel trinken


Wichtig ist, neben der Luft, auch die Feuchtigkeit im Körper zu erhöhen, damit die SchleimhĂ€ute nicht von innen austrocknen. Dazu sollte man ĂŒber den Tag verteilt viel trinken. Im Winter eigenen sich dafĂŒr heiße ungezuckerte Tees, aber auch Wasser und verdĂŒnnte FruchtsĂ€fte helfen, die SchleimhĂ€ute dauerhaft feucht zu halten.

2. Nasendusche

Immer wieder gut bewĂ€hrt haben sich auch NasenspĂŒlungen mit der sogenannten Nasendusche. Dabei werden die Nase, aber auch die Nasennebenhöhlen mit Salzwasser durchgespĂŒlt. Das reinigt und befeuchtet das in der Winterzeit so strapazierte Organ. Etwas bequemer, dafĂŒr aber auch nicht ganz so effektiv, wirken Meersalz-Nasensprays. Sie werden – wie Schnupfensprays - einfach in die Nase gesprĂŒht und befeuchten so die Schleimhaut.

3. RegelmĂ€ĂŸig Inhalieren

Die SchleimhĂ€ute der Atemwege kann man auch durch tĂ€gliches Inhalieren einer einfachen isotonischen Kochsalzlösung befeuchten und so vor dem Austrocknen schĂŒtzen.

4. Raus an die frische Luft


So oft man es schafft, sollte man raus an die frische Luft. Das ist gut fĂŒr die SchleimhĂ€ute, fĂŒr das Immunsystem, aber auch fĂŒr die Figur. Wer nĂ€mlich mehr Zeit im Warmen verbringt, der setzt mehr Fett an. An frischer, kalter Luft benötigt der Körper dagegen viel Energie um sich auf Betriebstemperatur zu halten. Fettpolster haben da nur wenig Chancen.
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