Von Manfred Fischer, 28.08.2018

Wertsachen Schließfach oder Tresor?

Gold, Schmuck, wichtige Dokumente – Dinge von hohem Wert gehören in ein Bankschließfach oder einen Tresor. Worauf Sie hierbei achten sollten.
Wertsachen Schließfach oder Tresor?

Auch ein Schließfach sollte versichert sein.

Bankenkrise, Eurokrise, Zinskrise: Das Vertrauen von Sparern und Privatanlegern in die Finanzmärkte ist strapaziert. Viele kaufen Gold oder andere Sachwerte, viele horten Bargeld. Die Nachfrage nach Schließfächern ist gestiegen, gleichzeitig hat sich das Filialsterben verschärft. Wie knapp sind die freien Kapazitäten? Wie groß ist die Preispanne? Und wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?

Freies Schließfach finden

Freie Fächer sind häufig nicht in jeder Filiale mit Schließfach-Anlage in jeder Größe verfügbar. Am stärksten nachgefragt sind kleinere Schließfächer. Wenn es in einer Filiale zu einem Engpass kommt, können Kunden oft in nächstgelegenen Filialen ein Fach erhalten.

Die große Mehrzahl der Banken und Sparkassen setzt voraus, dass man bereits Kunde oder Mitglied ist. Häufig ist die Vermietung eines Schließfachs an ein Girokonto geknüpft. Geldhäuser, die Fächer an jedermann vergeben, verlangen von Mietern ohne Konto in vielen Fällen höhere Mietpreise.

Edelmetallhändler statt Bank

Neben Banken stellen Edelmetallhändler wie Degussa oder Pro Aurum Schließfächer bereit, freie sind jedoch rar. Unter Umständen eine weitere Alternative: Es gibt Pfandleihhäuser, die Tresorfächer oder -Boxen vermieten.

So viel kosten Schließfächer

Schließfach-Angebote lassen sich miteinander nicht so leicht vergleichen. Denn der Preis hängt einmal davon ab, wie groß das Fach ist, und die Fachgrößen sind nicht normiert. Zudem variiert der in der Miete enthaltene Versicherungsschutz. Kleinere Fächer haben Volumen von etwa 3,5 bis zehn Litern. Deren Jahresmiete reicht bei Privatbanken bis etwa 90 Euro, günstiger sind die Preise der meisten Sparkassen und Volksbanken. Ein Vielfaches kosten Fächer bei Edelmetallhändlern, was unter anderem daran liegt, dass ein hoher Versicherungsschutz eingeschlossen ist.

So sind Ihre Wertsachen in einem Schließfach geschützt

Diebstahl, Feuer oder Wasser – auch in einem Schließfach sind Wertgegenstände nicht hundertprozentig gegen diese Gefahren geschützt. Zahlreiche Geldinstitute haben in die Miete keinen Versicherungsschutz für Wertsachen von vornherein integriert. Verbraucher sollten dann prüfen, ob ihre Hausratversicherung im Ernstfall einspringt. Wenn nicht, bietet es sich an, eine Police abzuschließen, die die Bank vermittelt. Die Leistungsmerkmale unterscheiden sich teils deutlich. Viele Versicherer schließen den Ersatz von Bargeld aus.

Hausratversicherung-Vergleich

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Zugang zum Schließfach

Bei der überwiegenden Zahl der Schließfach-Anlagen kommen Kunden nur während der Geschäftszeiten an ihre Preziosen heran. Man muss seinen Ausweis vorzeigen, ein Bankmitarbeiter sperrt den Tresorraum auf und lässt einen allein an das Fach. Zunehmend Verbreitung finden SB-Schließfächer. Sparkassen haben Filialen mit Tresoren und Fächern, an die man rund um die Uhr mit Sparkasse-Card, Geheimzahl und Schlüssel gelangt. Vergleichbare Anlagen gibt es in manchen Volksbank-Filialen.

Was gehört in ein Schließfach?

Sicher verwahren sollte man nicht nur Gold, Schmuck, Münzen oder Kunstgegenstände. Zu Dingen, die in einem Bankfach oder Tresor deponiert sein sollten, zählen auch Sparbücher, Dokumente wie Versicherungsurkunden oder Quittungen von Wertsachen. Ebenso digitale Dokumente, gespeichert auf USB-Stick oder externer Festplatte sind sie so gut aufgehoben.

Alternative Tresor

Miet- und Versicherungskosten für ein Schließfach läppern sich im Laufe der Jahre. Wer sich stattdessen einen Haustresor zulegt, spart unter Umständen Geld. Doch nicht jeder Safe ist, wie er sein sollte – sicher. Verbraucher sollten einen Geldschrank nach mehreren Gesichtspunkten abklopfen. Wichtig ist vor allem die Sicherheitsstufe. Das Prüfungsinstitut VdS Schadenverhütung empfiehlt die Stufen „N”, „I” oder „II”. Entscheidend ist darüber hinaus das Verschluss-System. Als am sichersten gelten elektronische Code-Schlösser. Die Preise für einen guten Tresor beginnen bei einigen hundert Euro, hinzu kommen die Kosten für den Einbau. Den sollte unbedingt ein Fachmann erledigen.

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