Caroline Benzel
Ein Beitrag von Caroline Benzel, 28.12.2017

Mobile Banking Bankgeschäfte mit dem Smartphone erledigen

Smartphones sind kleine Alleskönner. Kein Wunder, dass sich inzwischen auch Bankgeschäfte per Smartphone erledigen lassen. Ein Überblick über Banking Apps und Mobile Konten.
Mobile Banking Bankgeschäfte mit dem Smartphone erledigen

Bankgeschäfte bequem unterwegs erledigen - Mobile Banking macht's möglich.

Während einige Bankkunden weiterhin auf Papierüberweisungen setzen, sind andere schon zwei Schritte weiter. Sie nutzen nicht mal mehr ihren Computer zum Online-Banking, sondern ihr Smartphone zum Mobile Banking.

Apps sicherer als Browser

Natürlich lassen sich alle üblichen Online-Banking-Anwendungen von einem Computer, einem Tablet oder einem Smartphone aus starten. Dafür müssen die Nutzer einfach den auf dem jeweiligen Gerät installierten Internet-Browser nutzen. Zusätzlich haben viele Banken aber eigene Smartphone-Apps gestartet, über die ihre Kunden Bankgeschäfte abwickeln können. Das ist wesentlich sicherer, als über einen Web-Browser Online-Banking zu nutzen.

Apps für mehrere Konten

„Banking-Apps, die gleichzeitig mehrere Konten abbilden, sind sehr praktisch, um leichter den Überblick über die privaten Finanzen zu behalten“, sagt Kerstin Foeller, Kredit-Expertin der Verbraucherzentrale Hamburg. Das geht beispielsweise mit den Apps Finanzblick, 123Banking und Starmoney. Alle drei gehören zu unabhängigen Dienstleistern.

Es gibt aber auch von Banken herausgegebene Apps, die Konten von Fremd-banken mit einbeziehen. Solche Anwendungen bieten die PSD- sowie Volks- und Raiffeisenbanken, die Sparkassen und die ING-Diba. Auch die App des reinen Mobil-Kontos 1822 Mobile erlaubt das. Vorteil bei der ING-Diba: Die Direktbank bietet verschiedene Apps mit unterschiedlichem Funktionsumfang. So kann sie unterschiedlichen Kundenwünschen gerecht werden. Beispielsweise lässt sich mit einer App wirklich nur der Kontostand abrufen. Kunden müssen also nicht befürchten, dass ihr Konto aufgrund eines Sicherheitsproblems leergeräumt wird.
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Datenstand: 15.11.2018
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Wie sicher ist Mobile Banking?

Banking-Apps gelten als sicher, solange Verbraucher nicht auf die Idee kommen, beispielsweise die Banking-App und die TAN-App auf demselben Gerät zu installieren. Für diese Konstellation hat die Universität Erlangen im November Sicherheitslücken in insgesamt 31 Banking-Apps öffentlich gemacht. Das Problem betrafen Apps der Commerzbank, der Stadtsparkassen, von Comdirect und der Fidor-Bank. Grundsätzlich gelten für mobile Bankkunden dieselben Sicherheitsregeln wie fürs Online-Banking. Nutzer sollten den Virenschutz aktuell halten und das Smartphone per PIN, Passwort und möglichst auch Fingerabdruck oder Gesichtsscan sperren. Offene WLAN-Netze sind für sensible Bankgeschäfte tabu.

Vorteile von Mobile Banking

Wer sich an die Sicherheitsregeln hält, kann vom Mobile Banking profitieren. Viele Apps bieten eine Foto-Überweisung an. Der Nutzer fotografiert mit dem Handy eine Rechnung und alle Daten werden automatisch in die Überweisung übertragen. Das geht unter anderem bei den Apps der PSD- und der Sparda-Banken, der ING-Diba und der DKB.

Praktisch ist auch der Geldversand von Handy zu Handy. Es reicht, die Handy-Nummer oder die E-Mail-Adresse des Empfängers zu kennen, schon kann man Geld verschicken. Diesen Service bieten neben der Sparkasse auch die Anbieter reiner Mobil-Konten wie Bankomo, N26 und Yomo. So lässt sich beispielsweise ganz bequem und sofort die Restaurant-Rechnung zwischen Freunden aufteilen: Einer zahlt und die anderen schicken ihm gleichzeitig ihren Anteil via App.

Mobile Konten - bequem und kostenlos

Einige Banken haben bereits reine Mobile Konten ins Leben gerufen. Diese können ausschließlich über eine App verwaltet werden. Da es immer weniger kostenlose Girokonten gibt, könnten kostenlose Mobil-Konten für Smartphone-affine Verbraucher eine kostengünstige Lösung sein. Gute Konditionen bieten die Konten des Banking-Startups N26 und von 1822 Mobile, die beide Gratiskonten inklusive Girokarte anbieten.

Doch Vorsicht:
Vor dem Abschluss eines Mobile Kontos sollten Sie sich gründlich die Bedingungen durchlesen. Beispiel O2-Banking: Hier ist Geldabheben nur dreimal im Monat kostenlos, danach fallen 2,99 Euro pro Abhebung an. Für viele Kunden mag das völlig ausreichend sein, für andere verteuert dies das Konto erheblich. Wird das Geld knapp, können O2-Kunden einen sogenannten Geldnotruf starten. Der kostet sechs Euro. Dafür bekommen Kunden dann 100 Euro ausbezahlt – ohne Schufaprüfung. Durch die Gebühr von sechs Euro entspricht das einem Zinssatz von unglaublichen 72 Prozent im Jahr. Ein gutes Geschäft für O2, ein schlechtes Geschäft für den klammen Kunden.

Tipp: Lesen Sie hier, wie Banken Sie beim Kontowechsel unterstützen.
 
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Liebe Leserinnen und Leser,

Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

08.01.2018 08:37 Uhr
Horst Biallo: Antwort Redaktion Geldsparen.de
Hallo Emil, über die Zweite Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2) werden wir noch ausführlich berichten, das war hier kein Thema. Die App an und für sich verrät der Bank nicht mehr die Kauf- und Zahlungsgewohnheiten als das Konto selbst. Haarig wird es sicher dann, wenn die Kunden der Bank erlauben, anderen Firmen Zugriff darauf zu gewähren. Sie können dazu in Kürze etwas auf www.geldsparen.de und www.biallo.de lesen. Alles Gute für Sie. Horst Biallo

06.01.2018 16:26 Uhr
Emil: Jubelarie
Toll diese fantastische, unkritische Jubelarie. Kein Wort zu PSD2. Kein Wort davon, dass mit solchen Apps die Betreiber umfassenden, wirklich umfassenden Einblick in alle Kontodaten bekommen können.


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