Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 04.04.2018

Kontaktlos zahlen Bequem - und sicher?

An der Kasse vorbeigehen und den Einkauf bezahlen. Klingt nach Zukunftsmusik – ist es aber nicht. In vielen Geschäften ist das kontaktlose Bezahlen längst möglich.
Kontaktlos zahlen Bequem - und sicher?

Nur kurz ans Lesegerät dranhalten, statt Karte einschieben und Pin eingeben - kontaktloses Bezahlen geht schnell und ist bequem.

Viele Verbraucher haben die notwendigen Bank- oder Kreditkarten für kontaktloses Bezahlen bereits in ihrer Geldbörse oder bekommen sie beim nächsten Kartentausch. Banken, Sparkassen und Kreditkartenanbieter statten seit geraumer Zeit ihr gesamtes Kartensortiment mit der modernen Technik aus. Händler, Restaurants und Tankstellen ziehen mit entsprechenden Lesegeräten nach.

So funktioniert kontaktloses Bezahlen

Voraussetzung für das kontaktlose Bezahlen ist eine Giro- oder Kreditkarte, auf der ein Mikrochip mit Funkantenne angebracht ist. Auch Smartphones haben diese Technik. Sie wird aber bislang wenig genutzt. Im Gegensatz zur klassischen Kartenzahlung schiebt man die Funkkarte nicht in das Lesegerät ein. „Verbraucher halten ihre Karte einfach vor das Lesegerät und begleichen so in Sekundenschnelle ihre Rechnung“, erklärt Alexander Baumgart von der ING-Diba. Die erforderlichen Transaktionsdaten wie IBAN, Kartennummer, Gültigkeitsdatum und der zu zahlende Betrag werden mittels Near Field Communication (NFC) zwischen Karte und Kassenterminal übertragen. Bei der NFC-Technik handelt es sich um einen internationalen Übertragungsstandard zum Austausch von Daten über kurze Entfernungen. Der Datenaustausch erfolgt per Funk.

Wichtig ist, dass die Geldkarte nah an das Lesegerät gehalten wird. „Der Kartenabstand darf nicht mehr als vier Zentimeter betragen“, sagt Baumgart. Ein kurzes Piepen oder ein optisches Signal bestätigen die Zahlung und das Geld wird abgebucht. Bislang kann man aber nur Kleinbeträge bis 25 Euro begleichen, in Ausnahmefällen auch 50 Euro. Je nach Karte wird das Geld entweder vom Konto abgebucht oder sie muss vorab aufgeladen werden, zum Beispiel am Geldautomaten.

Vorteil: Karte wird nicht aus der Hand gegeben

„Beim kontaktlosen Zahlen mit der Kredit- oder Girokarte entfällt das Suchen nach Scheinen und Münzen. Die NFC-Technik ist besonders schnell und einfach“, sagt Mark Hauel von der DKB. Dadurch verkürzen sich die Wartezeiten an den Kassen. Persönliche Daten wie Name oder Adresse werden nicht übertragen. Die Geldkarte wird nicht aus der Hand gegeben. Die Gefahr, dass man die Karte im Lesegerät vergisst, ist damit gebannt. Zudem ist das Verfahren hygienisch, da man auf keiner Tastatur eine Pin eingeben muss.