Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 23.02.2015

Tagesgeld Realzins hebt ab auf 1,7 Prozent

Trotz Zinsflaute steigt die Rendite von Tagesgeld auf ein Sechsjahreshoch. Die Quadratur des Kreises? Nein, das Ergebnis von Deflation und Top-Tagesgeld.
Tagesgeld Realzins hebt ab auf 1,7 Prozent

Ähnlich wie dieser Airbus steigt auch der Realzins

Die negative Inflationsrate sorgt f├╝r steigende Realzinsen bei Tagesgeld. Der Grund: Sinkende Preise machen Waren billiger, damit steigt der Wert des Geldes. Das gilt auch f├╝r Sparguthaben. Selbst wenn das Ersparte keine Zinsen mehr erwirtschaftet, gewinnt es wegen der Geldaufwertung an Kaufkraft. Mein Sparguthaben wird also mehr Wert.

Deflation puscht Renditen von Tagesgeld

Tagesgeld-Sparern kommt die aktuelle Deflation sehr entgegen. Die Sparguthaben wachsen ohne eigenes Zutun. Ein Beispiel: Der Durchschnittszins f├╝r Tagesgeld liegt derzeit bei 0,4 Prozent, die aktuelle Inflationsrate ist laut Statistischem Bundesamt auf minus 0,4 Prozent abgerutscht. Rechnen Sie den Guthabenzins und den Deflationsgewinn zusammen, ergibt sich eine Realrendite von 0,8 Prozent.
In den letzten Jahren waren die Verh├Ąltnisse meist umgekehrt. Zwar zahlten viele Banken beim Tagesgeld h├Âhere Zinsen als heute, weil aber die Inflationsrate meist ein bis 1,5 Prozent ├╝ber der Verzinsung lag, erzielten Sparer unterm Strich keinen realen Wertgewinn. Guthabenzinsen von zwei oder drei Prozent f├╝hlen sich zwar gut an, offenbaren aber erst im Vergleich zur jeweiligen Inflationsrate ihren wahren Stellenwert.

Tagesgeld-Rendite zuletzt vor sechs Jahren h├Âher als heute

Anders war es im Jahr 2009, als die Inflationsrate ├Ąhnlich wie heute ins Minus rutschte. Da der durchschnittliche Tagesgeldzins zu diesem Zeitpunkt bei rund 1,5 Prozent lag, die Inflationsrate aber Mitte des Jahres auf minus 0,5 Prozent absackte, erzielte Tagesgeld reale Verm├Âgensgewinne von bis zu zwei Prozent. Mit Top-Tagesgeldkonten war sogar noch ein Prozentpunkt mehr drin.

Tagesgeld erzielt Realrenditen von 1,7 Prozent

F├╝r Sie als Anleger lautet die Empfehlung: H├Ąnde nicht in den Scho├č legen und auf Deflationsgewinne warten. Nutzen Sie mit einem hoch verzinsten Tagesgeldkonto die Gunst der Stunde. Gehen Sie dazu in unseren Tagesgeldvergleich, suchen Sie sich ein Top-Konto aus und wechseln Sie. Dank Topzinsen und Deflationsgewinnen erzielen Sie derzeit Realrenditen von mehr als 1,5 Prozent.

Beispiel Sberbank: Das Geldhaus zahlt aktuell 1,3 Prozent Guthabenzins. Addieren Sie jetzt 0,4 Prozent Deflationsgewinn hinzu, entsteht eine Realrendite vor Steuern von 1,7 Prozent.

Beispiel ING-Diba und W├╝stenrot: Beide Banken erlauben dank 1,25 Prozent Zinsen f├╝r Neukunden Realrenditen von 1,65 Prozent.