Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 26.06.2018

Aufbewahrungsfrist Wie lange sollte man Verträge, Rechnungen und Co. aufheben?

Rechnungen, Steuerunterlagen und Kontoausz√ľge f√ľllen ganze Aktenordner. Welche Aufbewahrungsfrist gilt und was Sie getrost wegwerfen k√∂nnen.
Aufbewahrungsfrist Wie lange Sie Vertr√§ge, Rechnungen und Co. aufbewahren m√ľssen

Aktenordner ohne Ende? Wer wichtige Aufbewahrungsfristen kennt, kann entspannt ausmisten.

Kaufbelege und Quittungen: Zwei Jahre Aufbewahrungsfrist

Alle Kassenbons, Belege, Kaufvertr√§ge f√ľr Waren, die Sie m√∂glicherweise umtauschen oder reklamieren wollen, sollten Sie zwei Jahre lang aufbewahren. So lange gilt die Gew√§hrleistung des H√§ndlers. M√∂chten Sie ein Produkt innerhalb dieses Zeitraumes reklamieren, k√∂nnen Sie am einfachsten mit der Quittung oder der Rechnung belegen, dass Sie die Ware bei dem H√§ndler gekauft haben. Sollten neben der zweij√§hrigen Gew√§hrleistung l√§ngere Garantiezeiten gelten - zum Beispiel f√ľnf Jahre - sollten Sie den Beleg nat√ľrlich l√§nger aufheben. Beispiel Hausbau: Hier betr√§gt die Gew√§hrleistung f√ľr den Bau in der Regel f√ľnf Jahre.

Tipp: Wenn Sie eine Hausratversicherung haben, lohnt es sich, Rechnungen noch l√§nger aufzubewahren. Kommt es zu einem Schaden, m√ľssen Sie den Wert des verlorenen oder besch√§digten Hausrats nachweisen. Das geht am besten mit der Rechnung.¬†

Kassenbelege werden oft auf Thermopapier gedruckt. Das verblasst sehr schnell. Am besten fertigen Sie eine Kopie an.

Bankunterlagen: drei Jahre Aufbewahrungsfrist

Alle Unterlagen Ihrer Bank, also Kontoausz√ľge und Quittungen bei Barzahlungen, m√ľssen Sie mindestens drei Jahre lang aufheben. Der Grund: Die Verj√§hrungsfrist f√ľr Forderungen aus Alltagsgesch√§ften betr√§gt drei Jahre und beginnt jeweils am 31. Dezember des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Bekommen Sie beispielsweise eine Zahlungsforderung f√ľr eine Rechnung, die Sie l√§ngst beglichen haben, k√∂nnen Sie das mit Ihrem Kontoauszug beweisen.

Tipp: Die Bank muss Kundenunterlagen zehn Jahre lang aufheben. So lange k√∂nnen Sie auch noch alte Bankausz√ľge anfordern. Diesen Service m√ľssen Sie allerdings bezahlen.
  Anbieter Monatspreis Jahrespreis
Girocard
 
1.
0,00
0,00
2.
0,00
0,00
3.
0,00
0,00
Datenstand: 19.10.2018
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Steuerunterlagen: Zehn Jahre lang aufheben ist Pflicht

Selbstst√§ndige m√ľssen ihre Steuerunterlagen zehn Jahre lang vorr√§tig halten. Angestellte brauchen nichts aufzuheben, sogar ihre Werbungskostenbelege k√∂nnen sie nach Erhalt des Steuerbescheids entsorgen. Haben Sie Rechnungen, die Ihr Haus oder Ihre Wohnung betreffen? Falls ja, dann gilt hier laut Umsatzsteuergesetz eine Aufbewahrungspflicht von zwei Jahren. Wer bei einer Pr√ľfung die Belege nicht vorweisen kann, riskiert ein Bu√ügeld.

Lebenslang f√ľr Renten-, Versicherungsunterlagen und Arztberichte

Rentenunterlagen: Alles, was Sie zu Ihrer Rentenberechnung brauchen, m√ľssen Sie ewig aufheben. Dazu geh√∂ren Studienbescheinigungen, Ausbildungsurkunden, Arbeitsvertr√§ge, Gehaltsabrechnungen sowie Bescheinigungen √ľber Kranken- und Arbeitslosengeld. Die Unterlagen sind zumindest so lange aufzuheben, bis der Rentenanspruch gekl√§rt ist.

Versicherungspolicen:
So lange eine Police l√§uft, sollten Sie auch alle Unterlagen dazu aufheben. Am wichtigsten sind der Versicherungsschein, die Versicherungsbedingungen und alle eventuellen Nachtr√§ge. F√ľr eventuelle Nachforderungen nach Ablauf des Vertrags empfiehlt es sich, diese sicherheitshalber noch weitere drei Jahre aufzuheben, um die Aufbewahrungsfrist in jedem Fall zu erf√ľllen.

√Ąrztliche Unterlagen: Auch alle Arztberichte, Befunde oder R√∂ntgenaufnahmen sollten Sie so lange wie m√∂glich archivieren. Damit sind Sie jederzeit in der Lage, eine Erkrankung nachzuverfolgen. Nur so k√∂nnten Sie beispielsweise auch Behandlungsfehler nachweisen.

Zeugnisse: Auch f√ľr Zeugnisse gilt: lebenslang. Ein Abiturzeugnis, ein Arbeitszeugnis, ein Hochschulzeugnis oder ein Fremdsprachenzertifikat kann wichtig sein, wenn Sie sich f√ľr einen neuen Job bewerben wollen.

Tipp:
Lesen Sie hier, wie Sie mit Vollmachten und Verf√ľgungen f√ľr den Notfall vorsorgen.
Jetzt zum Geldsparen Newsletter anmelden!

Liebe Leserinnen und Leser,

Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.

23.07.2016 16:44 Uhr
Ursula: Kassenbons
Reklamationen sind bei den meisten Firmen nur mit Kassenbon möglich Kassenbons verlieren mit der Zeit die Farbe und sind nicht mehr zu erkennen, falls man eine Reklamation anbringen möchte. Ich scanne die Bons ein. Und wenn dann mal wirklich etwas reklamiert wird, kann es ohne Problem deutlich sichtbar ausgedruckt werden.

23.07.2016 16:42 Uhr
Wolfgang Lörks: Mache zur Sicherheit Kopien
Die meisten "Kassenzettel" sind durch Lichteinfluß nach 2 Jahren nicht mehr lesbar. Falls Du mal Probeleme bekommen solltest mach immer Kopien davon.


Kommentar schreiben

Name*

Email*

√úberschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: wavebreakmedia/Shutterstock.com ID:3868

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten laut Nutzungsbedingungen einverstanden. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Geld Pagename: aufbewahrungsfristen(3868)