Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 05.02.2019

Testamentsregister Letzter Wille leichter auffindbar

Damit ein Testament rechtzeitig und von richtiger Stelle gefunden wird, gibt es das Zentrale Testamentsregister. Wie es funktioniert und was eine Registrierung kostet.
Testamentsregister

Mit dem zentralen Testamentsregister lassen sich Testamente sicher aufspüren.

Wenn Sie Ihr Vermögen außerhalb der normalen gesetzlichen Erbfolge vererben oder gezielt verteilen möchten, brauchen Sie dazu ein Testament oder einen Erbvertrag. Dies ist zudem grundsätzlich bei mehreren möglichen Erben sinnvoll, um so später teuere Konflikte einer Erbengemeinschaft zu vermeiden – insbesondere, wenn Immobilien mit im Spiel sind. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig über den eigenen Nachlass nachzudenken.

Gesetzlich erlaubt sind dabei sowohl das privatschriftliche als auch das notarielle Testament. Ein privatschriftliches Testament können Sie zwar auch zu Hause oder bei Bekannten aufbewahren - besser jedoch gegen eine geringe Gebühr beim Amtsgericht oder Notar, denn dann sind Sie auf der sicheren Seite und die Verfügung kann nicht unbefugt verschwinden.

Ein sicherer Weg für Sie -  das Zentrale Testamentsregister

Die Bundesnotarkammer hat dafür das Zentrale Testamentsregister für Deutschland eingerichtet. Dort laufen in einem einzigen großen Datenspeicher alle relevanten Informationen über alle Testamente zusammen, die bei einem Notar erstellt oder einem Amtsgericht hinterlegt wurden. Wird ein Testament oder ein Erbvertrag erstellt oder hinterlegt, benachrichtigen Notare und Amtsgerichte nun direkt auf elektronischem Weg das zentrale Register.

Wichtiger Hinweis: Bei einer besonderen amtlichen Verwahrung beim Nachlassgericht können auch eigenhändig errichtete Testamente im Testamentsregister aufgenommen werden. "Damit soll vor allem gewährleistet sein, dass ein Testament im Erbfall auch schnell gefunden wird", sagt Dominik Hüren von der Bundesnotarkammer.

Die Bundesnotarkammer wird von den Standesämtern automatisch über alle inländischen Sterbefälle informiert. Sie benachrichtigt dann im Sterbefall das Nachlassgericht und wenn Verwahrangaben vorhanden sind, ebenfalls die Verwahrstelle der entsprechenden Urkunde.

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Welche Daten werden im Zentralregister aufgenommen?

Erfasst werden Angaben zur Person des Erblassers, zum Verwahrort und zur Urkunde selbst. Nicht gespeichert wird dagegen "der Inhalt" einer erbfolgerelevanten Urkunde. Sie müssen also niemals befürchten, dass Ihr letzter Wille öffentlich werden könnte.
Das eigentliche Testament verbleibt auch immer dort, wo es von Ihnen hinterlegt wurde, also beim Notar oder beim Amtsgericht.

Hinweis: Der Erblasser erhält auf Antrag auch einen vollständigen Testamentsregisterauszug, der nicht nur die aktuelle Registrierung enthält, sondern auch sämtliche früheren. Überprüfen Sie den Testamentsregisterauszug genau, insbesondere mit Blick auf eventuell fehlende Registrierungen.
Zugelassen sind folgende Typen:
  • Testament,
  • gemeinschaftliches Testament,
  • Erbvertrag und
  • sonstige Urkunde.
Nicht registriert werden privat aufbewahrte Testamente – also etwa zuhause oder bei Bekannten.

Wer darf die Daten beim Testamentsregister abfragen?

Die Abfrage erfolgt ausschließlich elektronisch und nur durch Amtsträger wie Notare und Gerichte unter Angabe des Geschäftszeichens. Sie setzt zu Lebzeiten des Erblassers dessen Einverständnis voraus.

Welche Gebühren fallen beim Testamentsregister an?

Die Eintragungen in das Zentrale Testamentsregister kosten 15 Euro je Registrierung. Die Gebühr wird einmalig erhoben und deckt sämtliche Kosten der Registrierung, eventuelle Berichtigungen, Ergänzungen und Folgeregistrierungen sowie der Benachrichtigungen im Sterbefall ab.

Tipp: Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Zentralen Testamentsregisters und über das Info-Telefon für Bürgerfragen: kostenfrei 0800 / 35 50 700.

Die amtliche Verwahrung (beim Nachlassgericht) eines Testaments mit Registrierung beim Zentralen Testamentsregister kostet (einmalig) 75 Euro zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer.
Hier erfahren Sie mehr, wenn Sie: 

- sich für die gesetzliche Erbfolge interessieren
- oder für Ihren Pflichtteil
- oder wenn Sie wissen wollen, wie Sie eine Erbschaft ausschlagen.
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