Caroline Benzel
Ein Beitrag von Caroline Benzel, 26.02.2018

Dubiose Anrufe Betrüger am Telefon

Immer wieder schaffen es Betrüger, übers Telefon an Geld zu kommen. Drei typische Betrugsmaschen und wie Sie sich schützen können.
Dubiose Anrufe Betrüger am Telefon

Bei dubiosen Anrufen sollten Betroffene besser gleich auflegen.

Die vertraute örtliche Vorwahl ist längst kein Garant dafür, dass es sich um einen seriösen Anruf handelt. Manche Betrüger rufen sogar aus dem Ausland an, nutzen durch Internet-Telefonie aber eine örtliche Vorwahl.

Um nicht Opfer eines Telefon-Betrugs zu werden, hilft oftmals eine große Portion Skepsis. Stutzig werden sollten Sie bei Gewinnmitteilungen. Diese erfolgen normalerweise schriftlich. Polizei, Zoll und Finanzamt rufen normalerweise nicht an, sondern schicken eher einen Brief. Unternehmen dürfen Sie nur anrufen, wenn Sie bei Ihnen einen Vertrag haben, oder Sie sonst in irgendeiner Weise die Erlaubnis für einen Anruf erteilt haben.

Tipp: Fühlen Sie sich von einem Anruf belästigt, legen Sie am besten wortlos auf und sperren die Rufnummer für künftige Anrufe.

Drei typische Betrugs-Maschen:

Enkeltrick und Schockanruf

Mit dem sogannenten Enkeltrick wurden meist ältere und allein lebende Menschen teilweise um ihre ganzen Ersparnisse gebracht. Die Betrüger melden sich am Telefon mit Worten wie „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen und geben sich als Enkel, Verwandte oder gute Bekannte aus. Sie erfinden eine Notsituation und sagen, dass sie dringend Bargeld benötigen. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Willigt das Opfer ein, dass es zahlen will, schicken die Betrüger einen Boten, um das Geld abzuholen. Manchmal rufen sie auch ein Taxi, damit das Opfer zur Bank fahren kann.
DSL-Tarife-Vergleich

Eine Variante des Enkeltricks sind sogenannte Schockanrufe. Hierbei wenden sich Betrüger vor allem an ältere Menschen aus den ehemaligen Sowjetstaaten. Sie behaupten, dass ein Enkel oder ein anderer naher Verwandter in einen Verkehrsunfall oder in ein Strafverfahren verwickelt sei und sich deshalb in polizeilichem Gewahrsam befinde. Gegen eine Zahlung würde aber von einer Strafverfolgung abgesehen. Als Geldbote kommt dann angeblich ein in zivil gekleideter Polizist oder jemand in einer vergleichbaren Funktion vorbei.

Tipp: Wenn Sie Geld direkt abheben oder per Western Union ins Ausland überweisen sollen, ist ein Betrug wahrscheinlich. Rufen Sie am besten direkt die Polizei an.

Der falsche Microsoft-Mitarbeiter

Betrüger haben aber nicht nur ältere Menschen im Visier. Die Masche des angeblichen Microsoft-Mitarbeiters richtet sich eher an jüngere Menschen. Hierbei teilen sie am Telefon oder via Mail, auf Webseiten und über Pop-up-Fenster mit, dass der Computer der Nutzer von Viren befallen sei. Dann bieten sie telefonisch oder über das Internet Software an, die angeblich hiergegen helfen soll. Wer die angebliche Fernwartungssoftware installiert, richtet in Wahrheit einen Trojaner ein, über den die Betrüger auf das Gerät zugreifen und Daten ausspähen können.

Tipp: Microsoft meldet sich von sich aus weder per E-Mail noch per Telefon. Das Unternehmen hat eine Internetseite eingerichtet, auf der Sie melden können, wenn sie von solchen angeblichen Support-Mitarbeitern kontaktiert wurden.

Schweigen ist Gold

Kommt Ihnen ein Anrufer dubios vor, sollten Sie besser gleich auflegen und sich nicht auf Diskussionen einlassen. Bei einer Betrugsmasche wird nämlich die Stimme des Angerufenen aufgezeichnet. Die Betrüger stellen Ja/Nein-Fragen wie: Sind Sie der Haus-besitzer? Oder: Können Sie mich hören? Danach schneiden Sie die mitgeschnittene Stimme in einen neuen Dialog, so dass es sich so anhört, als ob der Angerufene einen Vertrag abgeschlossen hätte. Reagiert der Angerufene dann nicht auf eine Zahlungsaufforderung, wird meist direkt ein Inkasso-Unternehmen eingeschaltet.

Wichtig: In einem solchen Fall sollten Sie nicht bezahlen, sondern die Polizei infomieren.

Tipp: Lesen Sie hier, wie Sie sich vor Abo-Abzocke schützen.
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Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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