Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 07.11.2018

Energieeffizient bauen So wird Ihr Haus wirklich energieeffizienter

Energiesparende H├Ąuser sollen verbrauchsarm sein und die Umwelt schonen. Doch das gelingt nicht immer. Drei Tipps, damit sich Energieeffizienzma├čnahmen wirklich lohnen.
Energieeffizient bauen So wird Ihr Haus wirklich energieeffizienter

Mit einem Smart-Home-System k├Ânnen besonders auch Besitzer ├Ąlterer H├Ąuser Energie sparen.

Sie denken ├╝ber den Bau eines energieeffizienten Hauses nach? Oder Sie m├Âchten Ihre ├Ąltere Immobilie modernisieren? Nicht immer ist das Ergebnis dabei so gut, wie es sein k├Ânnte. Eine Untersuchung des Fraunhofer Informationszentrums Raum und Bau, die k├╝rzlich im Rahmen des Bautechnischen Forums „Energieeffizient bauen – bezahlbar und zukunftsf├Ąhig“ in Berlin vorgestellt wurde, f├Ârderte bedenkliche Resultate zutage. Das Wichtigste: Beim energieeffizient Bauen lassen sich keine Pauschalaussagen treffen, ob sich die getroffenen Ma├čnahmen f├╝r Verbraucher wirklich rentieren oder nicht.

Das liegt nach Ansicht der Experten vor allem daran, dass die Bauma├čnahmen h├Ąufig nicht individuell geplant und abgestimmt sind, sondern dass private Bauherren in ├╝ber 80 Prozent aller F├Ąlle auf Komplettanbieter zur├╝ckgreifen, die fertige L├Âsungen anbieten, bei denen eine individuelle Einflussnahme bzw. Konfiguration nicht vorgesehen ist. Die gew├╝nschten Einspareffekte bleiben dabei h├Ąufig auf der Strecke oder fallen gering aus.

Der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), Auftraggeber der Fraunhofer-Studie, gibt Eigent├╝mern folgende Ratschl├Ąge, damit sich die Energiesparma├čnahmen auch wirklich lohnen:

1. Ganzheitliches Konzept erarbeiten

Bei der Modernisierung wie beim Neubau gilt: Damit Spareffekte durch Energieeffizienzma├čnahmen tats├Ąchlich eintreten, muss von Anfang an nach einem klaren Konzept gebaut werden. Entscheidend ist, dass alle Einzelma├čnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. Wer nur d├Ąmmt und nicht gleichzeitig die Heizung darauf abstimmt, wird am Ende kein oder weniger Geld sparen als m├Âglich. Beispiel D├Ąmmung: Nach einer solchen Ma├čnahme muss zumindest die Heizungsanlage neu eingestellt werden, damit sie nicht weiterhin so viel heizt wie zuvor. Nur die Thermostate am jeweiligen Heizk├Ârper runterzudrehen, reicht nicht aus.

Helfen kann hier ein Experte, der alle Vorhaben zu einem ganzheitlichen Konzept zusammenfasst und die Immobilie als Gesamtsystem behandelt. Dadurch wird sichergestellt, dass die gew├╝nschten Ziele erreicht werden, egal ob der Eigent├╝mer im Anschluss in einem Ruck modernisiert oder mit Einzelma├čnahmen.

Tipp: Der Staat f├Ârdert je nach Vorhaben auf unterschiedliche Weise eine professionelle Energieberatung. So gibt es eine Energieberatung durch die Verbraucherzentralen. Beim Bundesamt f├╝r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es Beratungszusch├╝sse f├╝r Ein- und Zweifamilienh├Ąuser von bis zu 800 Euro. Die Kfw gew├Ąhrt im Rahmen ihres F├Ârderprogramms "Energieeffizient bauen und sanieren - Zuschuss Baubegleitung" einen Zuschuss zur Energieberatung von bis zu 4.000 Euro.

2. Individuelle Situation beachten

Verbraucher sollen sich nicht von festgelegten Prim├Ąrenergiewerten, die h├Ąufig von Handwerkern oder in Beratungsgespr├Ąchen genannt werden, blenden lassen. Bauma├čnahmen, die die Energiebilanz nachhaltig verbessern, kommen nicht von der Stange, sondern m├╝ssen immer auf das eigene Haus und die individuelle Situation abgestimmt sein. Je nach Anzahl und Vorlieben der k├╝nftigen Bewohner kann beispielsweise der Warmwasser-Boiler kleiner oder gr├Â├čer ausfallen und ist der W├Ąrmebedarf unterschiedlich.

Private Bauherren sollten daher keine Standardpakete von Komplettanbietern kaufen. Um eine optimale L├Âsung von Geb├Ąudeh├╝lle und Anlagentechnik als Gesamtkonzept zu bekommen, sollten echte Wahlm├Âglichkeiten zwischen unterschiedlichen Systemen bestehen.
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Datenstand: 16.11.2018
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3. Smart Home sinnvoll einsetzen

Mit intelligenten Steuerungstechniken lassen sich sp├╝rbare Einspareffekte erzielen. So k├Ânnen Sie beispielsweise die Heizung individuell so einstellen, dass sie beim Verlassen des Hauses oder beim ├ľffnen des Fensters herunterreguliert wird. Morgens ist der Bedarf an Warmwasser gro├č und K├╝che und Bad sollen mollig warm sein. Ein warmes Wohnzimmer ist hingegen erst am Abend gefragt. Gleichzeitig sollen die R├Ąume und das Warmwasser aber nicht so weit abk├╝hlen, dass ├╝berm├Ą├čig viel Energie n├Âtig ist, um wieder aufzuheizen. All dies und noch viel mehr l├Ąsst sich via Smarthome regulieren. Gerade im Altbau eignen sich Smart-Home-Systeme, um kosteng├╝nstig den Energieverbrauch zu senken.

Voraussetzung daf├╝r ist: Installateur und Anwender m├╝ssen sich mit den Systemen auseinandersetzen und die umfangreichen Einstellungen auf den Bedarf abstimmen. Genau wie die Computertechnik vor 20 Jahren sei das Smart Home aktuell aber nicht selbsterkl├Ąrend, betont der BSB. Eigent├╝mer m├╝ssten viele Anwendungen und Einstellungen selbst konfigurieren und einrichten. Dies gelte vor allem bei sensiblen Techniken wie Heiz- und L├╝ftungssystemen. Au├čerdem sei wichtig, nach einer Wartung strengstens darauf zu achten, dass ein fein abgestimmtes System nicht einfach wieder in den Standardbetrieb genommen wird.

Geldsparen-Tipp: Energiesparma├čnahmen erfordern h├Ąufig einen hohen finanziellen Aufwand. Lesen Sie hier, mit welchen F├Ârdermitteln Sie der Staat unterst├╝tzt. Der Geldsparen-Baugeld-Vergleich hilft Ihnen, ein g├╝nstiges Kreditangebot zu finden.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k├╝mmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t├Ątig.

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