Von Ines Baur, 03.05.2018

Checkliste Landleben Hurra, wir ziehen aufs Land!

Deutschlands Metropolen wachsen, die Luft wird schmutziger, die Mieten steigen. Immer mehr Familien überlegen aufs Land zu ziehen. Checken Sie die Landtauglichkeit.
Checkliste Landleben Hurra, wir ziehen aufs Land!

Besonders für Familien mit kleinen Kindern kann das Landleben attraktiv sein.

Auf den Titelblättern mancher Zeitschrift prangt der Landhausstil. Familienmagazine werben für Ferien auf dem Bauernhof oder berichten über Ehepaare, die einen alten Hof umgebaut haben. Manch Stadtbewohner denkt sehnsüchtig über ein Leben auf dem Land nach. Hat man dann – nach einigem Suchen im Internet – ein bezahlbares Häuschen im Grünen gefunden, entwickelt sich so mancher Traum zum realistischen Plan.

Doch bevor sich Umzugswillige für die neue Heimat entscheiden, sollten sie diese genau auf den Prüfstand stellen. „Es lohnt sich, nicht nur nach der idealen Größe des Baugrunds oder einer erschwinglichen Bestandsimmobilie zu suchen, sondern den Ort als Ganzes zu betrachten und zu prüfen, ob man hier glücklich werden kann,“ sagt Carolin Großhauser von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. “Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, steigen die Chancen, dass die ganze Familie in der neuen Heimat das Landleben genießt.“

1. Hält das Dorf, was es verspricht?

Wie bei jedem Kauf von Wohneigentum sollte man auch auf dem Land genau hinsehen, was man da kauft. Besonders günstiger Wohnraum bedeutet nicht immer gleich „Schnäppchen“. Schauen Sie sich im Ort Ihrer Wahl mal genauer um: Wie viele Objekte stehen leer? In welchem Zustand befinden sich die zum Verkauf stehenden Häuser? Prüfen Sie, ob das Dorf „lebt“ oder ob die Bewohner abwandern. „Zukunft haben unsere Dörfer, wenn es junge Familien mit Kindern gibt,“ sagt Anna Diem vom Landratsamt in Landsberg. „Das lässt sich unter anderem daran sehen, dass die Nachfrage nach Bauplätzen und Kindergarten- und Krippenplätzen groß ist. In vielen Gemeinden des Landkreises Landsberg am Lech werden Kindergärten und -krippen gebaut oder ausgebaut, um die Nachfrage zu decken“.

Tipp: Neubauten, hochwertig renovierte Immobilien, gut besuchte Kitas und frequentierte Läden mit den Produkten des täglichen Gebrauchs sprechen für eine lebendige Dorfgemeinschaft.

2. Alles da, was wir brauchen?

Checken Sie die Infrastruktur. Was gibt es alles im Dorf? Finden sich Produkte und Dienstleistungen für den täglichen Bedarf wie zum Beispiel Bäcker, kleiner Lebensmittelladen, Bankomat? Wie schaut es mit der Internetverbindung aus? Hausarzt, Krankenhaus, Tankstelle und Postamt sollten gut zu erreichen sein. Familien mit Kindern sollten klären: Gibt es einen Kindergarten oder eine Kita im Ort? Welche Schulen sind in der näheren Umgebung? Fährt ein Schulbus?

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3. Was machen wir am Wochenende?

Die Idylle auf dem Land ist wunderbar - aber hin und wieder ein bisschen Abwechslung schadet nicht. Können Sie Ihr Hobby weiter ausüben? Wer gern in den Bergen unterwegs ist, wird im Flachland ebenso wenig glücklich, wie der Windsurfer am Berghang. Gibt es neben dem Sonntagsspaziergang, der vor der Haustür beginnt, noch andere Freizeitangebote? Befinden sich Sport-Vereine, Schwimmbad, See, Rad- oder Wanderwege im Umkreis? Auch Kino, Theater und Gastronomie – alles was das Dorf nicht bieten kann, sollte im nächstgrößeren Ort vorhanden sein.

Tipp: Besprechen Sie in der Familie, wem was wichtig ist. Checken Sie, ob alle Bedürfnisse gedeckt werden können oder ob es Alternativen gibt.

4. Keiner kann in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt

Das Klischee des Dorflebens: Jeder kennt jeden und wer Sonntag nicht in der Kirche ist, wird schief angeschaut. Wie man mit den Mitmenschen klar kommt, hängt natürlich sehr von jedem selbst ab. Aber auch die Akzeptanz der Einheimischen spielt eine Rolle.

Tipp: Einen ersten Eindruck von den Mitbürgern gewinnt man, indem man einen Spaziergang durch die Gegend macht. Kurze Gespräche mit den Einheimischen und künftigen Nachbarn helfen die Stimmung einzuschätzen.

5. Dorfleben

Die Gemeinde oder das Rathaus sind die erste Anlaufstelle für angehende Dorfbewohner. Hier kann man sich nach Bürgerinitiativen, in denen sich „Zugezogene“ engagieren können, erkundigen. „Über das Ehrenamt in den Vereinen lernt man am einfachsten die Ortsansässigen kennen und wird Mitglied der Dorfgemeinschaft,“ empfiehlt Anna Diem. „Freiwillige Feuerwehr, Sport- oder Schützenverein oder auch die Theatergruppe freuen sich über Zu- bzw. Nachwuchs“.

5. Alter Job, neuer Job

Der Weg zur Arbeit sollte machbar sein. Ziehen Sie von der Stadt aufs Land und möchten ihren alten Job behalten, sollten Sie checken, wie weit der Weg in die Arbeit ist. Machen Sie eine Probefahrt in der Rushhour und berechnen Sie Pendlerpauschale und Kosten. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber. Vielleicht ist an einem oder zwei Wochentagen Home-Office möglich.

Tipp: Lesen Sie hier, wie Sie Kostenfallen beim Bauen vermeiden.
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