Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 19.10.2018

Ältere Häuser Umfassend modernisieren statt vieler Einzelmaßnahmen

Über die Hälfte der Häuser in Deutschland sind älter als 40 Jahre. Viele müssen umfassend modernisiert werden. Was sind die Hauptschwachstellen und wie finanziert man das am besten?
Ältere Häuser Umfassend modernisieren statt vieler Einzelmaßnahmen

Wer ein älteres Haus modernisieren möchte, kommt um eine neue Dämmung in der Regel nicht herum.

Auch Häuser kommen in die Jahre. Je nachdem, wann das Haus gebaut wurde, weisen Altbauten typische Schwachstellen auf. Vor allem Häuser, die nach dem Krieg errichtet worden sind, beherbergen viele Mängel und Unzulänglichkeiten.

Hoher Sanierungsbedarf bei Nachkriegshäusern

Wer ein Haus aus den fünfziger Jahren besitzt, muss mit hohem Sanierungsbedarf rechnen. Die unmittelbare Nachkriegszeit stand ganz im Zeichen des schnellen Wiederaufbaus. Hierbei wurde quasi jeder Baustoff eingesetzt, den man auftreiben konnte. Laut LBS Bayern war zum Beispiel Ziegelsplitt ein gern verwendeter Baustoff der Nachkriegszeit, der mit einfachem Beton zu Ziegelsplittbeton angerührt und verarbeitet wurde. Der bröckelige Baustoff sorgt heute für viele Schäden an Mauerwerk und Putz.

Auch alte Dächer sind in der Regel mangelhaft, entweder weil sie noch nicht gedämmt sind oder die vorhandene Dämmung nicht mehr zeitgemäß ist. Nicht selten sind die Dachbalken von Schädlingen befallen. Hinzu kommen die inzwischen maroden Elektro- und Versorgungsleitungen.

Schlechter Dämm- und Schallschutz in den sechziger Jahren

Typisch für Wohngebäude aus den sechziger Jahren sind mangelhafter Wärme- und Dämmschutz an den Außenwänden. Zudem verfügen Fenster und Außentüren in der Regel nicht über ausreichenden Schallschutz, das gleiche gilt für die Innenwände. Häufig finden sich in solchen Gebäuden auch giftige Bausubstanzen. Kessel und Heizbrenner sind inzwischen ebenso veraltet wie Warmwasserbereiter, hier ist ein Austausch dringend geboten. Auch Bäder und Sanitärinstallation dürften nicht mehr zeitgemäß sein und bedürfen einer Erneuerung.

Kaum Wärmeschutz in den siebziger Jahren

In der Zeit des Baubooms der sechziger und siebziger Jahre wurde Beton als Baustoff immer bedeutender. Wohngebäude, die heute gut 40 Jahre alt sind, wurden aber meist mit einem sehr geringen Wärmeschutz an Dach und Außenwänden errichtet. Auch ungedämmte Fensterrahmen aus Metall waren damals üblich. Dies kann zu Problemen mit Kondenswasser führen. Die Verglasung entspricht vielfach ebenfalls nicht dem heutigen Standard. Außerdem sind Wärmebrücken zum Beispiel an Balkonen möglich. Die Heizanlagen aus dieser Zeit sind bei weitem nicht so effizient wie ein aktuelles Produkt.

Umfassend modernisieren, Fördergelder nutzen

Bauexperten raten dazu, bei der Modernisierung des Eigenheims umfassend zu planen und komplett zu sanieren und nicht nur Einzelmaßnahmen zu ergreifen. Dies hat den Vorteil, dass die unterschiedlichen Vorhaben passgenau aufeinander abgestimmt sind und Synergieeffekte genutzt werden können. Das Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen ermöglicht oft einen besseren energetischen Standard als Einzelmaßnahmen. Für energetische Modernisierungen empfiehlt die LBS Bayern staatliche Förderprogramme, etwa von der bundeseigenen KfW oder zinsvergünstigte Darlehen von Landesbanken, zum Beispiel von der Förderbank des Freistaats Bayern oder der NRW Bank.

Tipp:
Lesen Sie hier, wie der Staat Immobilienbesitzer und -käufer unterstützt.
Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 5 Jahre
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Datenstand: 16.11.2018
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Günstige Modernisierungskredite bei Banken und Sparkassen

Preiswerte Baukredite bieten auch viele Banken und Sparkassen. Die örtlichen Sparkassen ermöglichen häufig sehr geringe Kreditsummen. So startet die Sparkasse Duisburg bereits ab 2.500 Euro, die Oberland Sparkasse in Bayern vergibt zinsgünstige Modernisierungsdarlehen ab 5.000 Euro. Die Landesbausparkassen reichen Sanierungsdarlehen für Eigenheime je nach Bundesland ab 10.000 Euro bis 30.000 Euro aus. Versicherer und Großbanken wie Allianz und Commerzbank offerieren fünfjährige Hypothekendarlehen ab 25.000 Euro, ebenso die Sparda Bank Hannover und der Kreditvermittler Dr. Klein. Die Versicherer AXA und Continentale starten Ihre Modernisierungsdarlehen ab 30.000 Euro.

Tipp: Lesen Sie hier, wann es sich lohnt, eine Heizung zu mieten statt zu kaufen.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kümmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tätig.

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