Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 02.11.2017

Versorgungsl├╝cke Reicht mein Geld im Ruhestand?

Viele Berufst├Ątige untersch├Ątzen ihre Versorgungsl├╝cke im Alter. Damit Ihnen das nicht passiert, zeigt Geldsparen eine simple Faustformel zur Ermittlung des Fehlbetrags.
Versorgungsl├╝cke Reicht mein Geld im Ruhestand?

Selbst wer privat f├╝rs Alter vorsorgt, ist nicht vor einer Versorgungsl├╝cke gefeit.

Die Versorgungsl├╝cke vieler Ruhest├Ąndler in den alten Bundesl├Ąndern ist gr├Â├čer als bislang angenommen. Vor allem im Westen und S├╝den Deutschlands klaffen laut neuestem Versorgungsatlas von Union Investment gro├če Rentenl├╝cken. In Bayern, Baden-W├╝rttemberg und Nordrhein-Westfalen ermittelten die beauftragten Wissenschaftler von der Uni Freiburg Fehlbetr├Ąge, die um ein Drittel h├Âher liegen als in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Th├╝ringen.

Durchschnittlich 656 Euro Versorgungsl├╝cke

W├Ąhrend die Versorgungsl├╝cken in den alten Bundesl├Ąndern im Schnitt 700 Euro betragen, liegen sie in den neuen Bundesl├Ąndern nur bei 450 Euro. In einkommensstarken Regionen wie M├╝nchen, Stuttgart oder Hamburg fehlen vielen Senioren sogar bis zu 800 Euro im Monat. Im Bundesdurchschnitt betr├Ągt die Versorgungsl├╝cke 656 Euro.

Ein Grund f├╝r die geringeren Versorgungsl├╝cken in den neuen Bundesl├Ąndern sind die niedrigeren Lebenshaltungskosten, allen voran die geringeren Mieten. Sie kompensieren das niedrigere Durchschnittseinkommen. Der geringere Verdienst f├╝hrt trotz niedrigerer Altersrenten zu einer geringeren Versorgungsl├╝cke.

Finanzbedarf im Alter nicht zu tief ansetzen

Viele Berufst├Ątige gehen davon aus, dass ihre Eink├╝nfte aus gesetzlicher Altersrente, Betriebsrente und Privatvorsorge im Rentenalter ausreichen werden. Das ist aber h├Ąufig nicht der Fall. Die Renteneink├╝nfte erreichen oft nur einen Bruchteil der fr├╝heren Gehaltsh├Âhe, zudem belasten Abgaben f├╝r Steuern, Kranken- und Pflegekasse das Nettoeinkommen. Allein der Beitrag f├╝r die gesetzliche Kranken- und Pflegekasse verringert das Renteneinkommen um ├╝ber zehn Prozent.

So ermitteln Sie Ihre Versorgungsl├╝cke

Fachleute gehen davon aus, dass eine Rentenh├Âhe von 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens im Ruhestand ausreicht, um alle Kosten zu decken. Die nachfolgende ├ťberschlagsrechnung zeigt, dass diese H├Âhe aber oft nicht erreicht wird.

Beispiel: Angenommen Ihr monatliches Einkommen betr├Ągt aktuell 2.800 Euro netto. 75 Prozent davon, n├Ąmlich 2.100 Euro, ben├Âtigen Sie, um ihren Lebensunterhalt komplett zu decken, der Rest bleibt f├╝r Sparen, Urlaub und Neuanschaffungen.

Stellt sich die Frage, ob Ihre Renteneink├╝nfte diese 75 Prozent erreichen? Mit einer einfachen Faustformel finden Sie das heraus. Stellen Sie ihrem Versorgungsbedarf von 2.100 Euro Ihre verf├╝gbaren Renteneink├╝nfte gegen├╝ber.

Wichtig: F├╝r einen aussagekr├Ąftigen Vergleich sollten Sie Nettobetr├Ąge ermitteln.

Rechnen Sie wie folgt:
Bedarf 2.100 Euro
gesetzliche Rente (netto) - 1.300 Euro
Betriebsrente (netto) - 200 Euro
Riester-Rente (netto) - 150 Euro
Fehlbetrag = 450 Euro

Ergebnis: Trotz Betriebsrente und Riester-Rente erreicht unser Beispielrentner nicht ann├Ąhernd das Versorgungsziel von 75 Prozent des letzten Nettoverdienstes. Es bleibt eine Versorgungsl├╝cke von knapp 20 Prozent oder 450 Euro. Sollten Ihre Ausgaben im Ruhestand ├╝ber der 75-Prozent-Grenze liegen, ist der Finanzbedarf im Alter sogar noch gr├Â├čer.
Aktiendepot Vergleich
Geldsparen-Tipp: Damit Sie keine Abstriche am gewohnten Lebensstandard im Alter machen m├╝ssen, sollten Sie rechtzeitig zus├Ątzlich vorsorgen. Ein Sparplan mit kosteng├╝nstigen Indexfonds hilft, die Rentenl├╝cke zu schlie├čen.

Dax-ETFs haben zum Beispiel in den vergangenen f├╝nf Jahren fast 80 Prozent Plus erwirtschaftet, auf Zehnjahressicht sind es trotz Finanz- und B├Ârsenkrise mehr als 50 Prozent. Legen Sie monatlich 150 Euro beiseite, so haben Sie bei f├╝nf Prozent Rendite nach 30 Jahren ein Fondsverm├Âgen von 125.000 Euro angespart. Das reicht bei einer Rendite von drei Prozent aus, um sich 30 Jahre lang jeden Monat 500 Euro auszahlen zu lassen.

Wichtig: Starten Sie m├Âglichst fr├╝hzeitig und bleiben Sie auch bei Engp├Ąssen am Ball.

Tipp: Ihre Versorgungsl├╝cke k├Ânnen sie auch ganz einfach mit dem Geldsparen-Versorgungsl├╝ckenrechner ermitteln.
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Liebe Leserinnen und Leser,

Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k├╝mmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t├Ątig.

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