Oliver Mest
Ein Beitrag von Oliver Mest, 20.08.2013

Unfallversicherung Wie Familien die richtige Police finden

Bei einem Unfall können die gesundheitlichen Schäden immens sein. Gut, wer da eine Unfallversicherung hat. Sie sollte aber sorgfältig ausgesucht werden.
Unfallversicherung: Wie Familien die richtige Police finden

Bei der Suche nach einer Unfallversicherung sollten Familien genau auf die Leistungen achten

Bei bleibenden Schäden zahlt die Unfallversicherung die vereinbarte Versicherungssumme aus. Auf was Sie bei der Auswahl einer Unfallversicherung achten sollten:

1. Unfallversicherung und Progressionstarif

Bei den heute in der Regel vereinbarten Progressionstarifen zahlen die Versicherer umso mehr Geld, je schlimmer die Unfallfolgen sind. Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro mit einer Progression von 500 Prozent werden bei 100 Prozent Vollinvalidität 500 Prozent der Versicherungssumme ausgeschüttet – also 500.000 Euro.

Die Kosten sind dennoch gering: „Kinder zahlen z. B. für 200.000 Euro Versicherungssumme mit Progression gerade einmal acht Euro monatlich“, weiß Bianka Boss vom Bund der Versicherten. Und auch für Erwachsene ist guter Schutz nur unwesentlich teurer.

2. Gliedertaxe

Entscheidend für die Höhe der auszuzahlenden Versicherungssumme ist die sogenannte Gliedertaxe. "Sie regelt die Höhe der Bezahlung in Abhängigkeit vom Grad der Behinderung", sagt Annabel Oelmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Mit der Taxe wird also beschrieben, welchen Invaliditätsgrad bestimmte Unfallfolgen nach sich ziehen. So wird der Verlust eines Fingers z. B. mit fünf Prozent bewertet – bei 100.000 Euro Versicherungssumme wären also 5.000 Euro fällig.
Tipp: Nicht jeder Versicherer verwendet die gleiche Gliedertaxe. Deshalb unbedingt die Taxen verschiedener Gesellschaften vom Berater vergleichen lassen.

3. Meldefristen bei einer privaten Unfallversicherung

Bei der Wahl einer privaten Unfallversicherung sollten Sie auch im Kleingedruckten auf die Meldefristen achten. Bianca Boss: "Die Fristen sollten möglichst länger sein als die Standardfrist von 15 Monaten, die heute für die Meldung an den Versicherer gilt – so können Ansprüche auch noch lange nach dem Unfall geltend gemacht werden."

Das ist wichtig, wenn sich Invaliditätsfolgen vor allem bei kleineren Kindern erst später feststellen lassen. Der Schutz greift zudem in vielen klassischen Unfallsituationen vor allem bei älteren Verträgen nicht. "Unfälle, die durch Geistes- und Bewusstseinsstörungen verursacht werden, sind oft nicht versichert", erklärt Annabel Oelmann. Wird ein Familienmitglied also ohnmächtig und fällt die Treppe herunter, muss die Unfallversicherung in vielen Fällen nicht zahlen.
Tipp: Familien sollten ihren Vertrag von einem Experten unbedingt überprüfen lassen – neuere Policen nehmen solche Bewusstseinsstörungen nicht mehr vom Schutz aus.
Auch wenn die Police oft so angerpriesen wird: Eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist sie nicht, so Expertin Oelmann. "Grundsätzlich muss eine Behinderung auf einen Unfall zurückzuführen sein, damit die Versicherung zahlt. Damit sind sonstige Gesundheitsschädigungen, beispielsweise durch Krankheit, nicht Bestandteil des Vertrages."

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung dagegen muss auch zahlen, wenn eine Krankheit Ursache der Invalidität ist. Nur wenn kein bezahlbarer Schutz zu bekommen ist, kann die Unfallversicherung eine Alternative sein.

In unserem unabhängigen Vergleichsrechner können Sie übersichtlich die Leistungen von Unfallversicherungen online vergleichen.

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