Von Horst Peter Wickel, 03.03.2014

Ferienwohnung Vermietung Vermieter sollten sich versichern

Couchsurfing boomt. Daher vermieten Immobilieneigentümer ihre vier Wände an Feriengäste. Auf entsprechende Versicherungen sollte man aber nicht verzichten.
Ferienwohnung Vermietung Vermieter sollten sich versichern

Hamburg, Berlin, München - Urlaub in Privatwohnungen ist Trend

Urlaub mit Kind und Kegel ist teuer. Daher veruschen vor allem Familien günstig zu reisen. Statt in ein Hotel zu fahren, wählen immer mehr Urlauber für die Übernachtung die günstigere, fremde Couch in einer privaten Gastwohnung. Praktisch, wenn der Vermieter gleich hilfreiche Insider-Tipps für die Erkundung der Stadt geben kann. Umgekehrt nutzen viele Mieter und Immobilieneigentümer die Vermietung an Feriengäste immer häufiger als zusätzliche Einnahmequlle. Was Sie dabei beachten sollten: 

Was Vermieter beachten sollten

Rein rechtlich ist die tageweise Vermietung der eigenen Wohnung nicht immer ganz einfach. Das beginnt bei der Preisangabenverordnung, die zu beachten ist, und dem Reisevertragsgesetz, nach dem Reiseveranstalter haften müssen. Zwar gilt für die Vermietung von Gästebett oder Couch eigentlich das Mietrecht, aber wenn Sie neben der Unterbringung noch eine weitere Leistung anbieten, z.B. Frühstück oder die Organisation von Ausflügen am Urlaubsort, werden Sie automatisch zum Reiseveranstalter.

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Was ist günstiger: Miete oder kaufen?
Und die Haftung beinhaltet für den Fall fehlerhafter Reiseleistungen neben Minderung des Reisepreises, Reiserücktritt und Schadensersatz unter Umständen auch die Verpflichtung, dem Reisenden entgangene Urlaubsfreuden zu ersetzen. Aber natürlich geht es auch um ihre Wohnung bzw. etwaige Schäden durch die Kurzzeit-Mieter. So empfehlen Experten, alle in der Wohnung befindlichen Möbelstücke und Gegenstände in einer Inventarliste aufzunehmen, die der Feriengast überprüfen sollte – er ist dann auch verpflichtet, eventuelle Fehlbestände oder Sachschäden umgehend bei Ihnen zu melden. Als Vermieter machen Sie Ihr Objekt anderen Personen zugänglich und sind damit verkehrssicherungspflichtig. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass der Mieter Ihre Wohnung gefahrlos nutzen kann und nicht zu Schaden kommt.

Umfassenden Versicherungsschutz für private Ferien-Vermieter bieten zum Beispiel die Internet-Portale Wimdu oder Airbnb. So verfügt jeder Gast, der über Wimdu eine Wohnung anmietet, automatisch über eine Mietsachschaden-Haftpflichtversicherung. Nach Angaben von Wimdu geht diese Versicherung weit über eine Kulanzregelung oder Garantie hinaus und bietet tatsächliche Sicherheit bis zu 500.000 Euro. Bei Airbnb werden durch die Gastgeber-Garantie Schäden bis zu 700.000 Euro übernommen. Allerdings werden Bargeld, Schmuck und Kunstwerke damit nicht gegen Verlust oder Beschädigung abgesichert. Eine Sprecherin von Airbnb sagt: „Wir empfehlen allen Gastgebern nachdrücklich, die Konditionen ihrer Versicherungen zu überprüfen, um zu wissen, was abgedeckt ist und was nicht. Nicht jede Versicherung deckt Schäden durch zahlende Gäste ab.“

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Rechtlich nicht immer einwandfrei

Vor allem in deutschen Metropolen wie München, Hamburg oder Berlin gibt es inzwischen bereits einigen Ärger für die privaten Vermieter von Ferienwohnungen und –häusern, vor allem, wenn vor Ort zu wenig bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Mit einer Zweckentfremdungssatzung soll zum Beispiel das Sozialreferat in München dafür sorgen, dass dem angespannten Wohnungsmarkt kein Wohnraum entzogen wird. Eine Zweckentfremdung liegt beispielweise vor, wenn Wohnraum beruflich oder gewerblich, also zum Beispiel ausschließlich als Ferienwohnung, genutzt wird. Eine solche Zweckentfremdung ist dort genehmigungspflichtig – wer ohne Genehmigung an Feriengäste vermietet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Nach dem Wohnraumschutzgesetz in Hamburg wird dort sogar der Versuch, Ferienwohnungen ohne offizielle Genehmigung regelmäßig zu vermieten, als Ordnungswidrigkeit bestraft .

Als ganz unproblematisch für Wohnungs- oder Hauseigentümer gilt die Vermietung als Ferienwohnung ohnehin nicht. Zwar hatte der Bundesgerichtshof 2010 (BGH, Az.: V ZR 72/09) klargestellt, dass die Vermietung an Feriengäste eine zulässige Wohnnutzung darstellt, aber erfahrene Ratgeber für die Vermietung von Ferienwohnungen mahnen: „Der Vermieter muss für die Einhaltung der Hausordnung durch seine Feriengäste sorgen.“ Und gerade hat der BGH (Az. VIIII ZR 210/13) in einem anderen Fall entschieden, dass ein Mieter in Berlin seine Wohnung nicht dauerhaft als Ferienunterkunft vermieten darf.

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