Sie wollen streichen? Dann kann der Einkauf im Baumarkt zu einem kostspieligen Ausflug werden. Denn qualitativ hochwertige Wandfarben oder Holzlasuren haben einen stattlichen Preis. Sparfüchse greifen da lieber auf Hausgemachtes zurück. Denn aus Zutaten wie Quark, Leim und Bier lässt sich viel Gutes zum kleinen Preis herstellen! Geldsparen.de verrät die besten Tricks aus der „Farb-Küche“.
Wandfarben:Selbst günstig herstellen

Wandfarben, leicht selbst gemacht

Am Anfang aller Streichkünste steht eine streich- und strapazierfähige Farbe und die hat ihren Preis. Rund 24 Euro zahlt man im Baumarkt durchschnittlich für den 5-Liter-Eimer vom Markenhersteller – und damit ca. 0,70 Euro pro gestrichenem Quadratmeter. Im Vergleich lässt sich mit selbergemixten Farben je nach „Zutaten“ weit über die Hälfte sparen!

Das Grundrezept

Ob selbstgemacht oder gekauft: Farben sind immer gleich zusammengesetzt, aus den Grundzutaten Farbpigmenten, Bindemittel und Lösungsmittel. Das Bindemittel sorgt dafür, dass sich die Pigmente mit der Wandoberfläche verbünden und so ein haltbares Ergebnis entsteht. Das Lösungsmittel hält Bindemittel und Pigmente im Farbeimer flüssig und streichfähig. Kommt die Paste an die Wand oder aufs Möbelstück verdunstet das Lösungsmittel, die Farbe beginnt zu trocknen. Die besten Rezepte, für je 40 Quadratmeter:

Die Quark-Farbe

Sie brauchen: Fünf Kilogramm Magerquark (ca. 4,50 Euro), ein Kilo Sumpfkalk (ca. 3,50 Euro), ca. drei Liter Wasser als Lösungsmittel, sowie Farbpigmente auf Wunsch (zehn Gramm ca. zwei Euro).
So wird’s gemacht: Geben Sie den Quark in einen Farbeimer. Wasser zugeben und an einem warmen Platz etwas durchziehen lasssen. Danach den Sumpfkalk einrühren (Nicht vergessen: Handschuhe und Schutzbrille). Gleich verwenden.
Die Vorteile: Fertige Quarkfarbe ist weitgehend frei von gefährlicher Chemie – und überraschend günstig: Ab zehn Euro bekommt man die Zutaten für die sogenannten „Kaseinfarbe“, benannt nach dem im Quark vorhandenen Milcheichweiß.
Extra-Tipp: Je nach Untergrund deckt die Quarkfarbe nicht gleich beim ersten Mal hundertprozentig, gerade auf Holz deswegen mehrfach aufstreichen.
Kosten: 0,35 Euro/Quadratmeter gestrichene Fläche

Die Leim-Farbe

Sie brauchen: Tapetenkleister als Bindemittel (ca. fünf Euro pro Packung), Champagnerkreide (zehn Kilo ca. 14 Euro im Bastelladen), Wasser als Lösungsmittel und Farbpigmente nach Wunsch.
So wird’s gemacht: Setzen Sie den Tapetenkleister mit Wasser an (siehe Beschreibung auf der Packung). Für die Farbe etwa 250g Kleister auf 10 Kilo Kreide, das reicht circa für einen großen Raum mit 80qm Wandfläche. Kreide mit Wasser einsumpfen und etwa 12 Stunden stehen lassen. Danach vermengen und Pigmente einrieseln lassen.
Die Vorteile: Allergiker können sich doppelt freuen, denn Leimfarbe besteht nicht nur ausschließlich aus natürlichen Zutaten. Die Champagnerkreide in der Leimfarbe nimmt außerdem gut Feuchtigkeit auf und gibt sie erst nach und nach wieder ab. Ob in Küche oder Bad beugt Leimfarbe daher Schimmelbildung vor. Leimfarbe eignet sich nicht nur als Wandfarbe, sondern auch zum Streichen von Holz.
Extra-Tipp: Tapetenkleister ist wasserlöslich! Leimfarbe daher nur im Innenbereich verwenden. Leimfarbe lässt sich übrigens nur wieder gut mit Leimfarbe überstreichen. Sollen andere Mischungebn zum Einsatz kommen, muss die alte Frabe erst mit Wasser und Seife abgewaschen werden.
Kosten: ca. 0,55 Euro/Quadratmeter gestrichene Fläche

Die Bier-Lasur

Sie brauchen: acht bis zehn Flaschen Bier (ca. acht Euro) – die Stammwürze wirkt wie ein Bindemittel, das Wasser im Bier ist das Lösungsmittel. Dazu Pigmente nach Farbwunsch. Tipp: Je dunkler das Bier, desto mehr Stammwürze hat es und umso mehr Farbpigmente kann es binden.
So wird es gemacht: Pigmente in das Bier einrieseln lassen und verrühren – fertig!
Die Vorteile: Bier-Lasur ist blitzschnell hergestellt, funktioniert auch auf Zimmerwänden, aber besonders gut auf Holz.
Extra-Tipp: Veredeln Sie Holz-Tische oder Türen mit der Bier-Lasur. Denn das Bier kann nur wenige Farbpigmente binden, die Lasur bleibt leicht durchsichtig. Da sich die Farbpigmente mit der Zeit absetzen, entsteht eine gewollt ungleichmäßige Farbstruktur, die der natürlichen Holzmaserung ähnelt.
Kosten: ca. 0,28 Euro/Quadratmeter gestrichene Fläche

Liebe Leserinnen und Leser,

Florian Junker mein Name ist Florian Junker. Bei geldsparen.de bin für Geldanlage sowie Bauen und Wohnen zuständig. Als dreifacher Familienvater weiß ich aus eigener Erfahrung, wie praxistaugliche Lösungen aussehen müssen.

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Leserkommentare

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11.09.2012 09:17 Uhr
Florian Junker: Rezept
Natürlich gibt es verschiedene Mixturen, hier ist ein brauchbarer Ansatz zu finden: http://www.glashaus-wohnwerkstatt.de/pdf/KreideLeim.pdf Aber bitte beachten: Leimfarbe kann nur mit Leimfarbe wieder gut überstrichen werden. Will man eine andere Farbe verwenden, muss erst die Wand mit Seife und Wasser abgewaschen werden.

09.09.2012 13:48 Uhr
rotbaeckchen6: Mischverhältnis Leimfarbe
Hallo, wie ist denn das Mischverhälnis von der Leimfarbe? Danke

06.11.2011 14:42 Uhr
ilona paulino: farb lasuren
finde ich super, sitze in africa und habe probleme lasuren zu kaufen. werde auf alle faelle die bierlasur in meinem neuen haus ausprobieren.......denn bier, gibt es sogar hier

11.01.2011 21:10 Uhr
Christopher Wille: giftig
Ich hab gelesen, dass Borax fortpflanzungsschädigend ist und daher als giftig eingestuft wird.


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