Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 02.12.2015

Stromanbieter wechseln Strompreise steigen 2016

Strom wird 2016 f├╝r viele teurer. Grund: Die ├ľkostrom-Abgabe steigt - au├čerdem erh├Âhen die meisten Stromanbieter die Netzentgelte.
Stromanbieter wechseln Strompreise steigen 2016

Der Strom wird teurer - Zeit f├╝r einen Blick zu weiteren Stromanbietern am Markt

Schlechte Nachrichten f├╝r deutsche Stromkunden: 2016 werden viele f├╝r Strom wieder mehr bezahlen d├╝rfen. Durchschnittlich 28,8 Cent kostet aktuell die Kilowattstunde (kWh) Strom. Und 2016 gibt’s vielerorts noch eine Schippe drauf. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 kostete die Kilowattstunde Strom noch durchschnittlich 13,9 Cent. Damit hat sich der Preis f├╝r die Kilowattstunde Strom f├╝r deutsche Haushalte seit der Jahrtausendwende inzwischen mehr als verdoppelt. Schuld daran sind paradoxerweise aber nicht die eigentlichen Erzeugerkosten, die an der Stromb├Ârse gehandelt werden. Sie sind aktuell sogar gesunken. Teuer machen den Strom vor allem Steuern und Abgaben, die auf Strom erhoben werden. Diese machten 2000 noch rund 38 Prozent vom Strompreis aus. Inzwischen liegt der Anteil schon deutlich ├╝ber 50 Prozent.


Netzentgelte klettern um fast 15 Prozent

Neben dem Einkaufspreis f├╝r Strom und der Stromsteuer m├╝ssen Sie als Stromkunde auch sogenannte Netzentgelte bezahlen. Das sind die Kosten, die die regionalen Stromanbieter f├╝r den Bau, Betrieb und die Instandhaltung der Stromnetze erheben. Derzeit machen die Netzentgelte rund 23 Prozent des Strompreises aus. F├╝r das n├Ąchste Jahr haben 22 der 29 gr├Â├čten Netzbetreiber angek├╝ndigt, die Netzentgelte zu erh├Âhen und das teilweise kr├Ąftig. So erh├Âht z.B. die BW GmbH (EnBW) – zust├Ąndig f├╝r Stromkunden in weiten Teilen Baden-W├╝rttembergs - ihre Netzentgelte um satte 14,68 Prozent. F├╝r einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3.000 Kilowattstunden bedeutet das rund 37 Euro mehr Stromkosten - allein f├╝r die h├Âheren Netzentgelte. Teurer wird┬┤s auch f├╝r Stromkunden in weiten Teilen Hessens, S├╝dniedersachsens, Teilen von Ostwestfalen, Westth├╝ringen und Teilen des Landkreises Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. Denn die Energienetz Mitte GmbH erh├Âht f├╝r Ihre Stromkunden dort ebenfalls die Netzentgelte um 11,32 Prozent. Macht, bei einem Jahresstromverbrauch von 3.000 Kilowattstunden 28,91 Euro mehr Kosten f├╝r Strom.
 
Stromvergleich

EEG-Umlage auf Rekordniveau

Zu den teureren Netzentgelten kommt noch ein Anstieg der sogenannten EEG-Umlage. Damit f├Ârdert der Staat die Produktion von ├ľkostrom. Die Kosten hierf├╝r werden allerdings komplett auf Sie, als Verbraucher, umgelegt: Mit der EEG-Umlage zahlen Sie die Differenz zum derzeit g├╝nstigen Strompreis an der B├Ârse. Wird Strom billiger, steigt die EEG-Umlage, um den ├ľkostromerzeugern feste Preise garantieren zu k├Ânnen. Das ist auch 2016 so: So klettert die EEG-Umlage im n├Ąchsten Jahr auf das Rekordniveau von 6,354 Cent pro Kilowattstunde: 2010 lag sie dagegen noch bei schmalen 2,05 Cent pro Kilowattstunde.

So senken Sie Ihre Stromkosten

Wenn auch Ihr Stromanbieter den Strompreis erh├Âht, sollten Sie sich das nicht einfach gefallen lassen. Denn es gibt durchaus g├╝nstigere Alternativen. Nutzen Sie einfach unseren Geldsparen-Strompreisvergleich und informieren Sie sich, welche Stromanbieter g├╝nstige Einkaufspreise an Sie weitergeben. So k├Ânnen Sie mehrere hundert Euro pro Jahr an Stromkosten sparen. Das Vergleichsportal Check24 z.B. ermittelte f├╝r das Jahr 2014 eine durchschnittliche Ersparnis von 256 Euro durch einen Wechsel des Stromanbieters. Singles konnten ihre Stromkosten um durchschnittlich 176 Euro senken. Familien, mit einem Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden, sparten durch einen Anbieterwechsel sogar durchschnittlich 366 Euro.
 
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Leserkommentare

Kommentare k├Ânnen sich auf eine ├Ąltere Version des Artikels beziehen.

18.11.2015 12:56 Uhr
Sven: Am besten Anbieter wechseln!
Wer dem ganzen entgehen möchte, sollte auf jeden Fall den Anbieter wechseln. Wer sich noch in der Grundversorgung befindet, kann dabei am meisten sparen. Ich wechsel jedes Jahr und bin froh, dass es diese Möglichkeit gibt. Auf jeden Fall sollte man seine Energiekosten im Blick haben, nur so kann man den Preiserhöhungen entspannter entgegen sehen!


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