Florian Junker
Ein Beitrag von Florian Junker, 01.10.2012

Recycling Müll-Mythen erkennen

Geldsparen entlarvt die gängigsten Irrtümer zum Thema Recycling und zeigt wie eine Familie ohne Müll-Mythen Umwelt und Geldbeutel viel einfacher entlasten kann.
Müll Mehrweg Mülltrennung Abfall Haushalt
Bei der seit Jahren gewohnten Mülltrennung schwirren immer noch einige Irrtümer übers richtige Recycling durchs Land. Geldsparen entlarvt fünf alltägliche Müll-Mythen und zeigt Abfall-Alternativen für die Familie:

Mythos 1:
Plastikbecher und Co. sollte man vor dem Wegwerfen spülen


"Löffel rein" reicht für das Recycling völlig. Wer Verpackungen liebevoll mit warmen Wasser auswäscht, ruiniert die Ökobilanz der Wiederverwertung und schadet unter dem Strich sogar eher der Umwelt.

Mythos 2:
Alufolie ist ein No-go


Es stimmt, die Produktion von Alufolie ist vergleichsweise energieintensiv, hier zu sparen entlastet die Umwelt deutlich. Trotzdem ist sie an manchen Stellen beim Grillen oder Backen für ein Familie fast unersätzlich und das muss gar keine so schlimme Energiesünde sein. Denn Alufolie lässt sich relativ gut wiederverwerten: Gebrauchte Alufolie einfach zusammen sammeln, zu einem dicken Knäuel formen und ab damit in die Recyclingtonne. Auch wenn wiederverwertetes Aluminium noch immer hohe Temperaturen zum Einschmelzen erfordert, ist es doch rund 90 Prozent energiesparender.

 
Mythos 3:
Mehrwegflaschen sind ökologisch das Non-plus-Ultra

Leider ist die Mehrwegflasche nicht immer grüner als Einweg. Für die Ökobilanz ist der Energieaufwand für den Transport mitentscheidend. Muss eine Mehrwegflasche zum Beispiel für die Wiederverwendung über 750 Kilometer transportiert werden, wäre für die Umwelt eine Einwegverpackung meist besser. Gut zu wissen: Verpackungskartons wie Tetra Pack und Co. lassen sich relativ gut recyceln und sind viel weniger umweltbelastend als Einweg-Glasflaschen oder -Metalldosen. Bei regionalen Produkten sind Mehrwegverpackungen aus Plastik dank niedrigem Gewicht in aller Regel umweltfreundlicher als gängige Glasflaschen und -becher.

Mythos 4:
Kunststoffverpackungen sind böse


Nur einmal verwendete Kunststoffe kosten in der Produktion viel Energie und in der Regel wertvolles Erdöl. Wer Verpackungsfolien, Plastikbecher und Co. ordnungsgemäß entsorgt, kann die Umweltbilanz jedoch deutlich steigern. Selbst nicht recyclingfähiges Plastik im Restmüll ist bei Müllverbrennungsanlagen sehr gefragt, weil jede Menge Energie im Kunststoff auf Erdölbasis steckt.
 
Mythos 5:
Müll trennen – das bringt doch fast nichts


"Am Schluss kippen die doch wieder alles zusammen", lautet ein weit verbreiteter Irrtum. In Wahrheit ist Müll heute eine wertvolle Rohstoffquelle. Die Abfallwirtschaft zieht aus dem Verkauf weggeworfener "Schätze" wichtige Profite, die in der Bilanz die Müllgebühren senken.

Liebe Leserinnen und Leser,

Florian Junker mein Name ist Florian Junker. Bei geldsparen.de bin für Geldanlage sowie Bauen und Wohnen zuständig. Als dreifacher Familienvater weiß ich aus eigener Erfahrung, wie praxistaugliche Lösungen aussehen müssen.

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Leserkommentare

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12.06.2011 12:11 Uhr
Kögler: Müll und Gebühren
Seit Jahren trennen wir, fahren jedes Wochenende zum Wertstoffhof, während die Nachbarn alles in die Tonne knallen. Eigentlich wäre es angebracht, diejenigen, die Müll sortieren, auch entsprechend zu entlohnen, also bei denen die Gebühren zu erhöhen, die nie am Wertstoffhof erscheinen!


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