Helga Riedel
Ein Beitrag von Helga Riedel, 04.12.2013

Fertighaus Für Familien der schnellste Weg ins neue Eigenheim

Fertighäuser werden immer individueller, ökologischer und hochwertiger. Das schätzen vor allem junge Familien.
Fertighaus: Für Familien der schnellste Weg ins neue Eigenheim

Als junge Familie schnell in die eigenen vier Wände - mit einem Fertighaus

Ob Blockhaus, Backstein- oder Bauhausvilla, Niedrig- oder Plus-Energie-Haus: die Fertigbau-Branche erfüllt mittlerweile fast jeden Wunsch. Dank individueller Planung und ausgefeilter Technik können die einstigen "Pappdeckelhäuser" vom Fließband heute durchaus mit Architektenhäusern konkurrieren. Das schlägt sich in den Auftragsbüchern nieder.

Während im ersten Halbjahr 2013 der Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern insgesamt um 3,3 Prozent anstieg, konnte sich die Fertigbau-Branche über einen Zuwachs von 9,6 Prozent freuen. Laut Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) sind es mehrheitlich junge Familien, die möglichst schnell und ohne finanzielles Abenteuer in die eigenen vier Wände wollen.

Die Vorteile von Fertighäusern auf einen Blick

Fertighäuser bieten einige Vorteile, die auch das schönste Massivhaus nicht toppen kann und die gerade junge Familien besonders schätzen:
  • Ein Ansprechpartner von der Planung über Auswahl der Materialien und Ausstattung bis zur Fertigstellung
  • Wegfall aller Risiken, die unterschiedliche Handwerksbetriebe mit sich bringen, wie Zeitverzögerung durch schlechte Koordination oder gegenseitige Schuldzuweisung bei Mängeln
  • Kurze Bauzeit, die die finanzielle Doppelbelastung durch Finanzierungs- und Mietausgaben minimiert
  • Von Wetter und Jahreszeit unabhängiger Bauzeitraum
  • Durch die Besichtigung vieler unterschiedlicher Musterhäuser lässt sich leichter eine Vorstellung vom eigenen Traumhaus entwickeln
  • Im Allgemeinen geringere Baukosten und dank garantiertem Festpreis keine finanziellen Überraschungen
  • Fertighäuser werden als Vollholzhaus oder in Holzständerbauweise ausgeführt, und damit aus einem nachwachsenden, CO2-neutralen und recycelbaren Baustoff

Nachteile von Fertighäusern

Im Vergleich zu einem Massivhaus muss man beim günstigeren Fertighaus folgende Nachteile in Kauf nehmen:
  • Fertighäuser speichern Wärme schlechter als gemauerte Wände aus Ziegeln, Porenbeton oder Kalksandstein.
  • Fertighäuser sind hellhöriger. Für einen guten Schallschutz muss ein höherer Aufwand betrieben werden.
Die Ansicht, Fertighäuser seien weniger langlebig und werthaltig, wurde dagegen mittlerweile durch Studien der Universität Leipzig und der Fachhochschule Nordostniedersachsen widerlegt.

Der Weg zum Traum-Fertighaus

Hohe Mieten und niedrige Zinsen sind für viele junge Familien gute Gründe, sich den Traum vom Eigenheim möglichst schnell zu erfüllen. Ist die Entscheidung für ein Fertighaus gefallen, sollte man zunächst so viele Ausstellungszentren wie möglich besuchen.

Denn die Größe und Atmosphäre von Häusern zu erleben, ist für die Vorstellung vom künftigen Eigenheim sehr viel hilfreicher als es das Studium von Katalogen und Bauplänen je sein könnten. Die Musterhäuser dienen dabei nur als Beispiele, die sich an persönliche Wünsche anpassen lassen. Laut BDF werden heute mehr als zwei Drittel der Fertighäuser individuell geplant, bei manchen Herstellern, wie zum Beispiel Baufritz und Huf Haus, ist das sogar die Regel.

Wie finden Familien den richtigen Partner?

Auf jeden Fall in guten Händen sind Bauherren bei den großen renommierten Firmen der Branche mit häufig jahrzehntelanger Erfahrung. Sie sind entweder Mitglieder des BDF, die sich verpflichten, die über den gesetzlichen Vorschriften liegenden Standards der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) einzuhalten, und/oder der Bundesgütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser, die das RAL Gütesiegel Holzhausbau vergibt.

Bei Anbietern, die in keinem Verband organisiert sind, ist dagegen Vorsicht geboten. Denn auch in dieser Branche gibt es schwarze Schafe, die häufig eher als Makler agieren und die Bauaufträge an Subunternehmer weiterreichen. Beim Fertighausbau sollten aber Vertragspartner und ausführender Betrieb rechtlich identisch sein.

Ein weiterer Hinweis auf die Seriosität eines Unternehmens ist seine Transparenz, das heißt die Bereitschaft für Werksbesichtigungen, Vermittlung von Referenzen und die Möglichkeit, Baubeschreibung und Vertrag ohne Zeitdruck von neutralen Fachleuten prüfen lassen zu können.

Welche Investitionssumme ist realistisch?

Individuelle Planung, immer größere Materialauswahl und die energietechnischen Möglichkeiten führen dazu, dass die oft verführerisch niedrigen Preise in den Katalogen der Fertighaus-Hersteller nicht mehr als ein Anhaltspunkt für die Standard-Ausführung sein kann - und zwar in der Regel "ab Oberkante" Keller oder Bodenplatte. Mit jeder Änderung, höherwertigen Bodenbelägen oder Sanitärobjekten, zusätzlicher Photovoltaikanlage oder Wärmepumpe schraubt sich der Preis nach oben. Oftmals fährt man da mit einem von vornherein höherwertigen und energieeffizienteren Haustyp besser.

Unbedingt darauf achten sollte man auch, ob Transport- und Planungskosten im Preis enthalten sind. Die durchschnittlichen reinen Baukosten für ein Fertighaus liegen einer aktuellen Statistik des BDF zufolge bei 180.000 Euro. Dazu kommen die Investitionen für Grundstück, möglicherweise Erschließung, Notar, Grunderwerbsteuer, Keller bzw. Bodenplatte, Außenanlagen, Garten und die Bauherren-Haftpflicht- und Bauleistungsversicherung, die dank der kurzen Bauzeit von Fertighäusern günstiger als bei vergleichbaren Massivhäusern ausfallen.

Erst wenn all diese Kosten addiert sind und die Kreditzusage vorliegt, sollte man mit der Unterschrift den Hauskauf besiegeln. Denn tatsächlich ist dieser Vertrag kein Kauf- sondern ein Werkvertrag, bei dem es kein gesetzliches Widerrufsrecht gibt.
Tipp: Im Ratgeber "Kauf und Bau eines Fertighauses" hat die Verbraucherzentrale alles Wichtige zum Thema zusammengefasst. Für 9.90 Euro plus Versand über vz.ratgeber.de.

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Helga Riedel mein Name ist Helga Riedel. Bei geldsparen.de kümmere ich mich um die Themen rund um Haus und Garten. Damit Sie und ihre Familie Qualität und Nachhaltigkeit kostengünstig unter einen Hut bekommen.

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