Kühl-Gefrier-Kombinationen, die das Energieeffizienz-Label A tragen, galten lange Zeit als besonders sparsam. Doch inzwischen ist A überholt. Was heute gilt.
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Beim Kühschrank-Kauf sollten Familien auf den Stromverbrauch achten

Nach einem Test bei Elektromärkten und Internethändlern kritisierte die Umweltschutzorganisation BUND: Elektromärkte und Internethändler verkauften ihren Kunden meist Stromfresser, die zwar in der Anschaffung günstiger sind, auf lange Sicht aber gerade einkommensschwachen Haushalten immense Probleme in Form von Mehrkosten bescheren.

Nur jedes zweite Gerät erfüllt Effizienzklasse A+

Ergebnis einer BUND-Stichprobe: Die Hälfte der in Elektromärkten, Versandhäusern und Online-Shops angebotenen Kühl-Gefrierkombinationen erfüllt nicht die Anforderungen der Effizienzklasse A+. Der Anteil der effizientesten A++-Geräte liegt zumeist unter zehn Prozent. Als "absolutes Schlusslicht" brandmarkten die Tester den Online-Händler Amazon: Unter 90 Angeboten sei nur ein Gerät gewesen, das mit der Energie so gut haushaltet, dass es das Label A++ tragen darf. Bei vielen Angeboten fehlten Angaben zum Verbrauch gleich ganz.
Nicht viel besser sah es bei Media-Markt und Saturn aus: Auf lediglich knapp fünf Prozent der Geräte fanden die Umweltschützer das A++-Label. Die günstigsten davon waren mit Preisen zwischen 469 und 997 Euro doppelt bis dreimal so teuer wie die zu 219 bis 318 Euro angebotenen A-Geräte.

Wie hoch ist der Jahresdurchschnittsverbrauch eines Haushalts?

Der durchschnittliche Kühlschrank in einem deutschen Haushalt verbraucht übers Jahr gesehen 350 bis 450 kWh Strom. Wer ein Altgerät der Klassen A oder A+ durch ein neues mit der Energie-Effizienzklasse A++ ersetzt, spart laut BUND mehr als die Hälfte an Energie und Kosten ein. Die sparsamsten Kühl-Gefrierkombinationen dieser Klasse etwa kommen mit deutlich weniger als 200 kWh aus. Und seit Dezember 2010 tragen die allersparsamsten Modelle noch ein Plus mehr im Siegel: Das A+++-Zeichen signalisiert die derzeit höchste Energieeffizienz-Klasse, die im Vergleich zu einem A-Klasse-Gerät im Durchschnitt 60 Prozent Energieersparnis bedeutet.

Tipps für den Kühlschrank-Kauf:

  • Nicht nur auf den Kaufpreis achten, sondern vor allem auf den Energieverbrauch. Achtung: Die Energieeffizienzklasse A sagt heute nicht mehr viel aus. Besser sind A+, A++ und vor allem A+++, und wer es ganz genau wissen will, sucht sich die Verbrauchswerte heraus (die unter anderem auch auf dem Etikett am Kühlschrank stehen) und vergleicht verschiedene Geräte miteinander. Informationen dazu gibt es auch im Internet, etwa bei den EcoTopTen.
  • Auch die Größe des Kühlschranks ist wichtig. Mitunter sind die angebotenen Modelle viel zu groß dimensioniert und verbrauchen entsprechend viel Strom. Faustregel: Pro Person genügen 50 bis 60 Liter Kühlvolumen. Für Single- und Zwei-Personen-Haushalte reichen etwa 110 bis 130 Liter, dazu ein 20-Liter-Gefrierfach. Zwei- oder Drei-Personen-Haushalte können auch ein 50-Liter-Gefrierfach wählen.
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Leserkommentare

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30.03.2011 22:54 Uhr
Klaus Beckmann: Kennzeichnung erweitern
Die En.Eff.Klasse des Kühlschranks sollte nicht nur den Buchstaben, sondern auch das Herstellungsjahr beinhalten. z.B.: A+-2010. Dann wäre es schon klarer.

15.05.2010 13:44 Uhr
TimTom: Hier muss eine gesetzliche Vorschrift her
In anderen Staaten ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass, sobald ein neuer Technologiestandard gesetzt ist, z.B. A++ beim Kühlschrank andere Hersteller innerhalb von maximal Jahren nachziehen müssen und ebenfalls alle Geräte auf A++ Level heben müssen die im Handel landen sollen. Ist auch absolut unverständlich, das man für sogenannte BlueMotion Fahrzeuge mehr bezahlen muss. Möglichkeiten zum Spritsparen wie zum Beispiel die Unterbodenverkleidung oder Aerodynamische Scheibenwischer, Reifen etc. müssen gesetzlich zur Pflicht werden.


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