Heidi Roider
Ein Beitrag von Heidi Roider, 24.10.2013

Photovoltaik Batteriespeicher werden bezuschusst

Nicht immer scheint die Sonne, wenn Sie Strom brauchen. Ein Weg aus dem Dilemma sind Stromspeicher. Die KfW fördert nun Speicher fĂŒr PV-Anlagen.
KfW-Programm: Batteriespeicher werden bezuschusst

Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher: DafĂŒr gibt es einen KfW-Zuschuss

Die Bundesregierung will die MarkteinfĂŒhrung von Batteriespeichern fördern. Von der Kreditförderbank KfW gibt es deshalb seit Mai 2013 das KfW-Förderprogramm "Speicher". Es hat nur einen Haken: Besitzer von Alt-Anlagen haben nichts von dem neuen KfW-Förderprogramm.

RentabilitÀt von Batteriespeichern nicht kalkulierbar

Ob sich eine solche Investition in einen Batteriespeicher lohnt, ist jedoch nicht vorhersehbar. "Wie schnell sich eine solche Anlage rechnet, kann pauschal nicht gesagt werden", sagt Miriam Hegner vom Bundesverband Energiespeicher (BVES). Ziel des Verbandes – der im September 2012 gegrĂŒndet wurde – ist es, die Energiespeicher-Branche unter einem Dach zu vereinen und durch ein Netzwerk die Marktentwicklung zu beschleunigen. "Verbraucher mĂŒssen fĂŒr sich zum Beispiel die Fragen beantworten: Was darf es kosten? Wie groß soll die Anlage sein?", empfiehlt Hegner.

KfW-Förderung kann ĂŒber Hausbank beantragt werden

Die KfW hat seit Mai bereits mehr als 1.100 KreditantrĂ€ge mit einem Volumen von 18,7 Millionen Euro bewilligt. Allerdings lĂ€sst sich die RentabilitĂ€t nicht klar kalkulieren. Vieles ist unsicher: Zum Beispiel die Lebensdauer der Batterie, Höhe des Eigenverbrauchs oder kĂŒnftige Förderungen.

Zudem muss sich erst noch zeigen, ob die eigentliche Idee dahinter aufgeht – dass es sich fĂŒr Photovoltaikanlagen-Besitzer bei sinkender EinspeisevergĂŒtung und steigenden Strompreisen wirklich immer mehr lohnt, den Strom selbst zu verbrauchen.

Vergleichen Sie auf jeden Fall die Preise von Anbietern wie MHH Solartechnik, Varta oder IBC-Solar. Die Preise unterscheiden sich je nach SpeichergrĂ¶ĂŸe und können zwischen 6.000 Euro und stolzen 20.000 Euro liegen.

Warum fördert die Bundesregierung Speicher-Technologien?

Eines der grĂ¶ĂŸten Probleme der Energiewende ist immer noch nicht gelöst – Strom aus Wind oder Sonne kann nicht auf Abruf produziert werden. Er muss in eine andere Energieform umgewandelt werden, wenn er gebraucht wird.

Damit mehr Strom in die Netze eingespeist werden kann – ohne das gesamte Netz lahmzulegen – mĂŒssen zwei Dinge vorhanden sein: zum einen Speicher und zum anderen Einblick in die HĂ€user, damit die Stromversorger wissen, was Verbraucher ĂŒber den Tag verteilt an Strom wirklich benötigen.

Letzteres soll ĂŒber neue ZĂ€hler möglich werden. Sie heißen Smart Meter und zĂ€hlen im Gegensatz zu derzeit noch gebrĂ€uchlichen GerĂ€ten den Verbrauch permanent. ZukĂŒnftig soll sich so das Angebot immer besser an der Strom-Nachfrage orientieren. Außerdem gibt es immer noch zu wenig Speicher. Zu den am weitesten entwickelten Speichertechnologien zĂ€hlen Pumpspeicherkraftwerke. Andere Speichertechnologien stecken noch in der Entwicklung oder sind noch nicht ausgereift.
Steckbrief - KfW-Programm Erneuerbare Energien "Speicher"

Was wird gefördert?
Eine neue Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem Batteriespeicher-System oder ein Batterie-Speichersystem, das nachtrÀglich zu einer nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommenen PV-Anlage installiert wird.

Wie wird gefördert?
Das KfW-Programm stellt zinsgĂŒnstige Kredite und TilgungszuschĂŒsse zur VerfĂŒgung. Es können bis zu 100 Prozent der Nettoinvestitionskosten finanziert werden. Der Zuschuss betrĂ€gt maximal 30 Prozent an den Investitionskosten fĂŒr das Speichersystem.

Gibt es Sonderbedingungen?
Um eine Netzentlastung zu gewĂ€hrleisten, muss die Mittagsspitze der PV-Anlage im Speicher fĂŒr die spĂ€tere Nutzung zwischengespeichert werden und darf nicht ins Netz eingespeist werden.

Wo kann ein Antrag gestellt werden?
Die Antragstellung fĂŒr einen KfW-Kredit lĂ€uft ĂŒber die Hausbank.

AusfĂŒhrliche Informationen finden Sie in einem Merkblatt der KfW. Den PDF-Download finden Sie unter www.kfw.de (Merkblatt Nummer 275)

Liebe Leserinnen und Leser,

Heidi Roider mein Name ist Heidi Roider. Als Redakteurin kĂŒmmere ich mich bei geldsparen.de um Kredite und Bauen und Wohnen. Seit meinem Studium der Geschichte und Volkswirtschaftslehre bin ich als Journalistin tĂ€tig.

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