Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 26.10.2015

Altersvorsorge Ruhestand: Eigenheim allein reicht nicht

Bei der Altersvorsorge denken viele an ihre eigenen vier Wände. Doch das Eigenheim zahlt keine Rente. Was gehört noch dazu?
Altersvorsorge Ruhestand: Eigenheim allein reicht nicht

Sie leben im eigenen Haus? Zwar sparen Sie sich die Miete, Nebenkosten fallen dennoch an

Die Rente sinkt, das zwingt zu verst√§rkten Anstrengungen bei der privaten Altersvorsorge. Wohneigentum steht dabei aufgrund der niedrigen Kreditzinsen hoch im Kurs. Der gro√üe Vorteil: Eigent√ľmer bleiben von teuren Mietzahlungen verschont. Der Run auf Immobilien treibt allerdings die Preise in schwindelerregende H√∂hen, weshalb die eigenen vier W√§nde keine Schn√§ppchen sind. Wer trotzdem Wohneigentum favorisiert, der muss teils jahrzehntelang hohe finanzielle Belastungen schultern. F√ľr zus√§tzliche Sparma√ünahmen zur Altersvorsorge bleibt da kaum noch Spielraum.

Wohneigentum allein ist aber keine optimale Altersvorsorge. Grund: Die Kreditverpflichtungen sind unflexibel, die monatlichen Raten kann man nicht einfach ausfallen lassen. Au√üerdem sch√ľtzt Wohneigentum nicht vor hohen Nebenkosten: Heizung, Strom, M√ľll, Wasser, Grundsteuern und Versicherungspr√§mien fallen regelm√§√üig an. Au√üerdem sollten Eigent√ľmer Geld f√ľr Reparaturen und Modernisierungen zur√ľcklegen. "Die Wohnkosten allein aus der gesetzlichen Rente zu finanzieren, d√ľrfte angesichts sinkender staatlicher Altersbez√ľge schwer werden", gibt Frank Bock vom Fondsverband BVI zu bedenken.

Altersvorsorge mit chancenreichen Fonds

Eine ausgewogene Altersvorsorge beruht auf mehreren S√§ulen. Neben den eigenen vier W√§nden empfiehlt es sich, einen Teil des Sparbeitrags in chancenreiche Fondssparpl√§ne zu stecken. Hier winken langfristig hohe Renditen und vor allem Flexibilit√§t. Nach Angaben des Fondsverbandes BVI eignen sich vor allem Sparpl√§ne mit deutschen und internationalen Aktienfonds f√ľr die Altersvorsorge. Langfristig liegen deren Durchschnittsrenditen bei 7,0 bzw. 6,5 Prozent. Topfonds performen sogar noch besser: So kommt der DWS Aktien Strategie Deutschland auf eine Zehnjahresrendite von gut zehn Prozent, der Siemens Global Growth auf knapp acht Prozent. Weitere Vorteile: Aktienfonds verteilen das Anlagerisiko auf viele Papiere und gleichen so Kursschwankungen einzelner Papiere aus. Zudem sind Fonds sehr flexibel, Anleger k√∂nnen jederzeit Anteile verkaufen oder ihren Sparbeitrag zur√ľckfahren, auch bis auf null.
 
Geldsparen.de-Tipp: Investieren Sie nur einen Teil Ihres Sparbetrags in B√∂rsenpapiere und achten Sie auf niedrige Geb√ľhren. Viele Direktbanken gew√§hren 100 Prozent Rabatt auf Sparpl√§ne, etwa Comdirect (Juniordepot der Comdirect), Consorsbank und ING-Diba. Indexfonds (ETFs) kosten nur wenige Zehntel an Geb√ľhren.

Private Rentenversicherung zahlt lebenslang

Sparpl√§ne mit Fonds leisten zwar attraktiven Verm√∂gensaufbau, beinhalten aber keine Rentengarantie. W√ľnschen Sie eine lebenslange Rente, empfehlen sich private Rentenversicherungen. Hier flie√üen die monatlichen Zahlungen unabh√§ngig vom angesparten Kapital lebenslang. Zwei Modelle stehen zur Wahl: ungef√∂rderte Privatrenten und gef√∂rderte Riester-Renten. Die ungef√∂rderte Rentenversicherung punktet mit geringen Steuern und Abgaben im Alter, die Riester-Rente mit staatlicher F√∂rderung in der Ansparphase.
 
Soviel Beitrag kostet 400 Euro Rente:
• Eine 30-j√§hrige Frau, die zum Beispiel 400 Euro Zusatzrente haben m√∂chte, muss bei einer privaten Rentenversicherung auf Fondsbasis 35 Jahre lang monatlich 100 Euro einzahlen. Wie der Geldsparen.de-Rentenvergleich zeigt, prognostiziert Canada Life in diesem Fall eine Anfangsrente von 493 Euro, die ARAG Versicherung von 466 Euro und Standard Life 436 Euro.
• Um mit einer fondsgebundenen Riester-Rente auf das gleiche Ergebnis zu kommen, m√ľsste die Frau rund 170 Euro monatlich einzahlen, allerdings leistet hier die staatliche Zulage einen Teil des Beitrags. Der Versicherer Neue Leben prognostiziert in diesem Fall eine Monatsrente von 401 Euro, die Stuttgarter 394 Euro und Allianz 396 Euro.
Jetzt zum Geldsparen Newsletter anmelden!

Liebe Leserinnen und Leser,

Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben

Name*

Email*

√úberschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Colourbox.de ID:6242

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Wohnen Pagename: altersvorsorge_1(6242)