Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 11.02.2014

Pflegefamilie Eltern auf Zeit

Kinder, die f√ľr einige Zeit nicht bei ihren Eltern leben k√∂nnen, ben√∂tigen eine Pflegefamilie. Leider gibt es davon viel zu wenige. So werden Familien zu Helfern in Not.
Pflegefamilie Eltern auf Zeit

Der h√§ufigste Grund f√ľr die Abgabe des Kindes in eine Pflegefamilie ist √úberforderung

Pflegefamilie:¬†Es gibt viele Gr√ľnde, warum manche Kinder f√ľr einige Zeit nicht bei ihren leiblichen Eltern leben k√∂nnen und in eine Pflegefamilie m√ľssen. Das kann eine Scheidung oder Trennung sein, eine schwere Krankheit, Suchtmittelabh√§ngigkeit oder der Tod eines Elternteils. Auch psychische Erkrankungen von Mutter oder Vater, sexuelle √úbergriffe oder eine Inhaftierung f√ľhren h√§ufig dazu. Der Umzug in eine Pflegefamilie kommt in Frage, wenn die leiblichen Eltern ihr Kind nicht mehr selbst erziehen und versorgen k√∂nnen. Trotz Pflegefamilie hei√üt das langfristige Ziel: das Kind soll wieder zur√ľck zu seiner leiblichen Familie - nicht immer ein einfacher Schritt f√ľr die Leiheltern der Pflegefamilie.¬†

Welche Pflegefamilie-Formen gibt es?

Grunds√§tzlich unterscheiden die √Ąmter zwischen drei Formen der Pflegefamilie: die Bereitschaftspflege, die im Notfall eingreift und manchmal nur Tage oder einige Wochen n√∂tig ist. Daneben gibt es die Kurzzeitpflege, wenn Eltern f√ľr einen befristeten Zeitraum ausfallen und die Vollzeitpflege, bei der das Kind dauerhaft in der Pflegefamilie lebt und seinen Lebensmittelpunkt dort hat. Die Bezeichnungen der Pflegeformen k√∂nnen variieren.
Krankenversicherung: Pflegekinder sind entweder bei ihren leiblichen Eltern krankenversichert oder sie werden in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse der Pflegefamilie aufgenommen. F√ľr eine Unfallversicherung kommen zum Teil die Jugend√§mter auf.

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Wie wird man zu einer Pflegefamilie?

Das Pflegekinderwesen ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Jedes Bundesland und sogar jedes Jugendamt hat eigene Richtlinien aufgestellt. Allgemein gelten diese Voraussetzungen, um sich als Pflegefamilie zu bewerben:
 
  • intakte Familienverh√§ltnisse
  • stabile finanzielle Situation
  • alleinerziehende, unverheiratete oder gleichgeschlechtliche Paare k√∂nnen Kinder aufnehmen
  • Altersabstand zwischen Pflegekind und Eltern muss ein Eltern-Kind-Verh√§ltnis zulassen. Bei Vollj√§hrigkeit des Pflegekindes darf man maximal 63 Jahre alt sein
  • ausreichend gro√üe Wohnung muss vorhanden sein. Wie gro√ü diese letztendlich sein muss, ist in jedem Bundesland, sogar in jeder Kommune unterschiedlich. Das wird von Einzelfall zu Einzelfall entschieden. Es muss nicht zwingend ein eigenes Zimmer f√ľr das Pflegekind vorhanden sein, Kinder k√∂nnen auch Zimmer gemeinsam nutzen. Wichtig ist, dass der Gesamtschnitt der Wohnung von den √Ąmtern akzeptiert wird
  • Pflegeltern m√ľssen bereit sein, den Kontakt zu den leiblichen Eltern, die das Sorgerecht behalten, zu pflegen und regelm√§√üige Besuche aktiv zu unterst√ľtzen

    Der gestattete zeitliche Umfang der Berufstätigkeit der Eltern ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Wie stellen potentielle Pflegefamilien einen Antrag?

Wer ein Pflegekind aufnehmen möchte, stellt einen Antrag beim Jugendamt. Dazu benötigt man
 
  • ein polizeiliches F√ľhrungszeugnis
  • ein Gesundheitsattest
  • je nach Bundesland auch einen Drogentest und einen Verdienstnachweis

    Das Jugendamt macht Hausbesuche und f√ľhrt Gespr√§che mit den potentiellen Pflegeeltern. Auch eine Schulung ist n√∂tig, der Umfang variiert allerdings je nach Bundesland. Vom ersten Informationsgespr√§ch √ľber den Antrag bis zur Aufnahme des Pflegekindes k√∂nnen durchaus neun Monate vergehen.
     

Wer zahlt die Kosten der Pflegefamilie?

Pflegeeltern haben einen Anspruch auf ein Pflegegeld, der den Unterhalt des Kindes und die Erziehungsleistung finanzieren soll. Lebt das Kind dauerhaft in der Familie erh√§lt man zus√§tzlich das Kindergeld, das allerdings auf der das Pflegegeld angerechnet wird. Die H√∂he des Pflegegeldes variiert je nach Bundesland. Zus√§tzlich kann man finanzielle Hilfe f√ľr Erstausstattung, Klassenfahrten, Kommunion, Bekleidung, Mobilar etc. erhalten. Als Pflegeeltern hat man Anspruch auf Elternzeit, allerdings erh√§lt man kein Erziehungsgeld.

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Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

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