Die Katze ist das liebste Haustier der Deutschen. Wie viel man für die finanzielle Zuwendung eines Stubentigers rechnen muss und wo versteckte Kosten lauern.
Haustiere Was Katzen kosten

Bei Katzen gibt es ganz unterschiedliche Charaktere

Katzen haben gerade für Familien ein paar unschlagbare Vorteile: "Sie sind deutlich weniger zeit- und pflegeintensiv als zum Beispiel ein Hund", sagt die Berliner Veterinärin Catharina Stopik von der auf Katzen spezialisierten Tierarztpraxis vets for cats. Aber was muss man eigentlich für eine Katze kostenmäßig rechnen? Die fünf wichtigsten Checkpunkte:

Wie viel kostet eine Katze?

Ganz junge Katzen (Abgabezeitpunkt: zwischen zwölf und 16 Wochen) bekommt man oft geschenkt – vom Bauern, dem Nachbarn oder Bekannten. "Wenn man sich ein Haustier anschafft, sollte man es am besten in einer Umgebung suchen, die dem eigenen Zuhause und Familienleben möglichst ähnlich ist", rät Expertin Stopik – also aus einem Haushalt, der wie man selbst z.B. Kinder hat oder ähnliche Platzverhältnisse bietet. Für eine Rassekatze mit Papieren legt man dafür beim Züchter in der Regel schon einige hundert Euro hin.

Was kostet die Grundausstattung für eine Katze?

Mit rund 50 Euro für ein Katzen-Starterkit ist man ganz gut dabei. Dazu gehören z.B. das Katzenklo (ca. zehn Euro), Fressnäpfe (je einen für Nass- und Trockenfutter) und Wassernapf, Halsband und eine Transportbox (ca. zehn Euro, idealerweise auch nach oben zu öffnen.)

Zusätzlich anschaffen sollte man einen Kratzbaum mit integrierter Kuschelhöhle – das schont die eigenen Möbel, die dann seltener angeratscht werden, und die Katze bekommt einen Rückzugsort. Beim Preis sollte man sich eher einen Ruck geben, zwar gehen die Billigkratzbäume bei 20 Euro los, aber halten auch nicht sehr viel aus. Für rund 70 Euro kann man schon ein Qualitätsprodukt bekommen.

Wie viel muss man monatlich für die Katze einplanen?

Katzen sind oft sehr wählerisch, was ihre Nahrung angeht – und mögen längst nicht jedes Futter. Mit 30 bis 40 Euro monatlich für die persönliche Lieblingsspeise von Sheba und Co. sollte man also schon rechnen.

Zwischendurchsnacks wie Katzenbrekkies oder Sahne zum Schlecken kommen noch dazu, außerdem rund acht Euro für Katzenstreu. 50 Euro all inclusive gehen so locker Monat für Monat weg für die Katze.

Was kostet der Tierarzt?

Als Faustregel gilt: Der komplette Antrittsbesuch mit den wichtigsten Impfungen (z.B. Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose) kostet für eine Katze in der Regel rund 100 Euro, dazu kommt bei Freigängerkatzen noch die Tollwutimpfung. Diese Grundimmunisierung muss später teilweise aufgefrischt werden, was noch einmal mit 30 bis 50 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Muss der Kater kastriert werden, kommt das dazu. Die Kosten für weibliche Katzen betragen rund 60 Euro, für Kater etwa die Hälfte – manche Tierärzte verlangen jedoch auch deutlich mehr.

Welche Extrakosten gibt es bei Katzen?

Katzen und Reiselust – das passt an sich gut zusammen. Dennoch lauern hier ein paar versteckte Kosten. Eine neue EU-Verordnung fordert von Katzen-Haltern, die ihren Liebling mit ins Ausland nehmen möchten, zum Beispiel seit ein paar Jahren einen EU-Reisepass für Tiere.

Und der ist natürlich nicht umsonst: Reisedokument plus Microchip (wird dem Tier zur Erkennung implantiert) und die geforderte Tollwutimpfung schlagen mit 80 Euro zu Buche. Günstiger dürfte es nur sein, die Katze zu Hause zu lassen. Mit Katzen glücklicherweise gar kein Problem. Muss man für Hunde eine teuere Pension buchen, reicht es dem Stubentiger, wenn ein bis zwei Mal am Tag ein zuverlässiger Freund oder Verwandter vorbei schaut, um nach dem Rechten zu sehen und Wasser sowie Futter auszutauschen bzw. aufzufüllen.

Übersicht: Was Katzen kosten

 
Geldsparen-Check Kosten (Durschnittswerte in Euro)
Anschaffungspreis 0 bis 800
Erstausstattung 70 bis 150
Laufende Kosten 40 bis 60 (monatlich)
Tierarztrechnung ca. 100 bis 200 (Antrittsbesuch) plus ca. 30 bis 60 Euro (jährlich)
Versteckte Kosten ca. 80 (Reisepass)
ca. 25 (Transportpauschale im Flieger) 
 

Liebe Leserinnen und Leser,

Kristina Junker mein Name ist Kristina Junker. Ich habe Journalistik studiert. Bei Geldsparen.de bin ich Ihre Spezialistin für Themen rund um Haushalt, Kinder und kreative Sparideen.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.

08.10.2012 12:15 Uhr
Anke Liepelt: Kosten für Freigänger liegen höher
Bei Freigänger kommen noch Kosten für regelmäßige Wurm-Kuren und Mittel gegen Flöhe und Zecken hinzu.

07.10.2012 19:43 Uhr
Annedore Pötzsch: Katzenhaltung
Bei und mit uns leben 5 Katzen. Die Katzen waren meist krank oder verletzt, bzw. Ausgesetzt oder herrenlos geworden, d.h. diesbezüglich kosteten sie uns nichts. Allerdings leben z.Zt. 4 im Haus mit Freilauf über Katzenklappen. 2 verschiedene Gebäudeteile, 2 Klappen, eine davon mit Sperre mittels Magneten (letztere haben wir bei der Katze schon zig-mal nachrüsten müssen). 4 der Katzen sind weiblich und inzwischen alle kastriert. Für diese 4 Katzen erfolgte auch die Grundimpfung gegen Alles was möglich ist, 3 davon erhalten mtl. ihre Wiederholungsimpfung... Hinzu kommen die Behandlungen gegen Zecken und Flöhe. Der 5. ist ein Kater, seit August bei uns. Naja, ich will keine Lebensläufe schreiben, aber so einfach ist daas mit den Katzen nicht. Nur der Kater kann noch mit Dosenfutter von Felix und Winsten befriedigt werden, die übrigen 4 fressen nur Beutelfutter von Whiskas und Felix, aber auch nicht Alles, dann bekommen sie noch Trockenfutter, Felix oder Purina, 3 von ihnen bekommen jeden Morgen ihr Schälchen Milch ohne Laktose. Von den Streicheleinheiten, die verteilt werden müssen möchte ich gar nicht sprechen bzw. schreiben, da kommen auch die Nachbarkatzen und sie ab. Der Tierarzt ist unser ständiger Partner. So, nun aber genug.

07.10.2012 15:02 Uhr
Yvonne: Geht auch günstiger
Ich kaufe Monatsstreu und Futter aus Überproduktion, somit belaufen sich die Kosten im Monat auf ca. 20 EUR plus 5 EUR im Monat für Tierarztkostenrücklage.

03.10.2012 09:43 Uhr
Sebastian: Sahne und Co.
Es ist völlig richtig, dass Katzen von zuviel Kuh-Milch Durchfall bekommen. Allerdings habe ich seit über 20 Jahren mehrere Katzen, die jeden Tag ca. 2 Teelöfel Sahne als Nachtisch schlecken. Durchfall hat davon noch keine bekommen.


Kommentar schreiben

Name*

Email*

Überschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Colourbox.de ID:3277

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Wohnen Pagename: haustiere-was-katzen-kosten(3277)