Helga Riedel
Ein Beitrag von Helga Riedel, 09.09.2014

Baunebenkosten Was kostet ein Garten?

Bei der Aufnahme von Baugeld werden die Kosten f├╝r den Garten h├Ąufig vergessen oder untersch├Ątzt. Wir zeigen Ihnen, was es kostet, einen Garten zu gestalten.
Baunebenkosten: Was kostet ein Garten?

Sie m├╝ssen ja nicht gleich ein ganzes Labyrinth in Ihrem Garten anpflanzen. So behalten Sie die Kosten im Griff

Die Au├čenanlagen rund ums Haus geh├Âren zu den Baunebenkosten. Nebens├Ąchlich sind sie jedoch nicht, denn auch ein bescheidener Garten l├Ąsst sich nicht aus der Haushaltskasse bezahlen. Planen Sie ihn rechtzeitig, das hei├čt zusammen mit dem Haus, k├Ânnen Sie eine Menge Geld sparen.

Faustformeln zur Berechnung der Garten-Kosten

Nach den Erfahrungen von Gartenplanern verhalten sich die Kosten f├╝r ein freistehendes Eigenheim und die Kosten f├╝r seine Au├čenanlagen proportional zu einander. Als Richtwert gelten zw├Âlf bis 18 Prozent der Bausumme.

Liegt die bei 250.000 Euro muss man also zwischen 27.000 und 45.000 Euro veranschlagen. Darin enthalten sind, von Fachfirmen ausgef├╝hrt, alle befestigten Fl├Ąchen wie Terrasse, Hauseingang und Garagenzufahrt, Gartenzaun oder Hecke, Rasen und die Bepflanzung mit B├Ąumen, Str├Ąuchern und Stauden. Eine weitere Berechnungsmethode orientiert sich an der Gartengr├Â├če. Man geht dabei von 40 bis 100 Euro je Quadratmeter (qm) aus.

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Wesentliche Kostenfaktoren eines Gartens

  • Einsatzm├Âglichkeit von Maschinen
  • Grundst├╝ck in Hanglage
  • Baumaterialien
  • Menge und Art der Bepflanzung
  • H├Âhe bzw. Alter der Pflanzen
  • Beleuchtung und Bew├Ąsserung
  • Spezielle W├╝nsche wie Schwimmteich, Brunnen, Pavillon oder Gew├Ąchshaus etc.
  • Eigenleistung

Dazu einige Beispiele: Die Hanglage verteuert einen Garten durch die notwendigen St├╝tzmauern und Treppen und den eingeschr├Ąnkten Einsatz von Maschinen bis zum doppelten eines ebenen Grundst├╝cks gleicher Gr├Â├če. Bei den Baumaterialien reicht die Spanne von Betonpflaster f├╝r 7,50 Euro/qm bis zu indischem Granit f├╝r 130 Euro/qm oder einem Holz-J├Ągerzaun f├╝r etwa zehn Euro pro zwei Meter Laufl├Ąnge oder mehreren 100 Euro f├╝r Schmiedeeisen oder Edelstahl.

Bei der Bepflanzung schlagen vor allem die Geh├Âlze unterschiedlich stark zu Buche. Ein Kugelahorn mit einem Hochstamm von zehn bis zw├Âlf Zentimeter Umfang kostet etwa 150, mit 25 bis 30 Zentimeter dagegen schon 800 Euro. All dies l├Ąsst sich vor der Aufnahme eines Baukredits recht genau berechnen.

Kosten f├╝r den Garten durch fr├╝he Planung senken

Nicht nur f├╝r die Kreditaufnahme ist die rechtzeitige Gartenplanung wichtig. Es k├Ânnen dadurch auch Kosten gespart bzw. unn├Âtige vermieden werden. Der Bagger beispielsweise, der nach der Fertigstellung des Hauses, den Humus vom Aushub verteilt, hebt das Loch f├╝r einen Teich nebenbei und in kurzer Zeit aus. Sind dagegen erst einmal Zaun und Sichtschutz errichtet, kann das Ganze je nach Lage zu kostenintensiver Handarbeit ausarten.

Wer die Investitionen f├╝r den Garten ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum verteilen m├Âchte, sollte dies unbedingt wohl├╝berlegt tun. Denn prinzipiell sind alle gr├Â├čeren Aktionen wie die Verlegung von Elektrizit├Ąt und Bew├Ąsserungsanlagen und Erdbewegungen am g├╝nstigsten, wenn sie im Zuge des Hausbaus mit Maschinen ausgef├╝hrt werden – ganz abgesehen von den Sch├Ąden, die im bereits angelegten Garten dadurch entstehen w├╝rden.

Zeigt sich bei den Vor├╝berlegungen, dass viele Arbeiten von Fachfirmen ausgef├╝hrt werden sollen, lohnt es sich zudem, einen Gartenarchitekten mit der Planung und Ausschreibung der Leistungen zu betrauen. Bei Preisunterschieden von 15 bis 40 Prozent ├╝bersteigt die Ersparnis h├Ąufig das Architekten-Honorar, das bei etwa acht bis 15 Prozent der Gesamtinvestition liegt.

Viel Potenzial f├╝r Eigenleistung

Viele Arbeiten beim Anlegen eines Gartens setzen keinerlei Spezialkenntnisse voraus. Roden, umgraben, j├Ąten, planieren, pflanzen, Beete abstecken, Rasen s├Ąen oder Rollrasen verlegen lassen sich problemlos selbst erledigen. Wer ├╝ber gen├╝gend handwerkliches Geschick verf├╝gt, kann sicher auch Holzdecks bauen oder Pflaster verlegen. Arbeiten, bei denen Fehler richtig teuer werden k├Ânnten wie etwa St├╝tzmauern, Schwimmteich oder Treppenanlagen, sollte man dagegen vielleicht doch lieber Fachfirmen mit entsprechenden Garantieleistungen ├╝berlassen.

Den Staat an den Garten-Kosten beteiligen

Die Kosten f├╝r sie kann man – zumindest teilweise - bei der Steuer geltend machen. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (Az.: VI R 61/10) spielt es f├╝r die Anrechenbarkeit von Handwerkerleistungen keine Rolle, ob ein Garten neu angelegt oder umgestaltet wird.

Das hei├čt 20 Prozent vom Arbeitslohn und den Kosten f├╝r Anfahrt und Maschinenmiete von bis zu 6.000 Euro k├Ânnen als sogenannter Handwerkerbonus von 1.200 Euro von der Steuer abgezogen werden. Um weitere 4.000 Euro l├Ąsst sich die Steuerlast dr├╝cken, wenn im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen f├╝r die Pflege des Gartens Aufwendungen von 20.000 Euro (20 Prozent davon) f├Ąllig wurden.
Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 10 Jahre
  Anbieter gebundener
Sollzins
eff. Zins
 
1.
1,10%
1,14%
2.
1,18%
1,20%
3.
1,17%
1,21%
Datenstand: 24.03.2017
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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