Helga Riedel
Ein Beitrag von Helga Riedel, 13.10.2014

Garten im Herbst Was jetzt zu tun ist

Erste Nachtfröste lassen Blüten und Halme erschlaffen, die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Dabei sollten Sie ihr nicht allzu sehr ins Handwerk pfuschen.
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Gartenpflege im Herbst: Wie Sie ihre Pflanzen gut durch den Winter bringen

Die buntgewebten Blätterdecken schützen den Boden im Herbst vor Kälte und Austrocknung, Erosion durch Herbst-Stürme und Regengüsse. So bleibt auch das Bodenleben länger aktiv und das Laub wird langsam in Humus verwandelt. Besonders schnell geht das bei der Hinterlassenschaft von Obstgehölzen und Blütensträuchern.

Nicht jede Pflanze verträgt eine dicke Laubschicht

Dennoch ist dieser natürliche Schutz nicht überall willkommen. Alle wintergrünen Pflanzen, ob Rasen, Polsterstaude, Halbsträucher wie Lavendel oder Rosmarin oder die Buchsbaumhecke, brauchen Licht und Luft. Unter einer Laubschicht würden sie verfaulen und eingehen. Die Blätter von diesen Flächen können Sie aber bei der Gartenpflege im Herbst unter Bäumen und Sträuchern, zu Füßen der Rosen und über Wurzeln und Knollen frostempfindlicher Pflanzen wie den Montbretien bis zu 15 Zentimeter dick aufschichten.

Auf nackter Erde im Gemüse- und Ziergarten sollte die Laubdecke dagegen nicht ganz so dick ausfallen. Werden beim letzten Mähen im Herbst die Blätter auf dem Rasen gleich mit zerkleinert, sparen Sie sich nicht nur eine Menge Arbeit, sondern dies reichert das eher nährstoffarme Laub mit dem stickstoffreichen Gras an – eine Mischung die kompostiert wertvollen Dünger liefert.

Gartenpflege im Herbst - den Igel nicht vergessen

Haben Sie in einer ruhigen Ecke noch reichlich Laub als Winterquartier für Igel und Co. aufgehäuft, können Sie den Rest neben dem Kompost deponieren und nach und nach unter die auch im Winter anfallenden Küchenabfälle mischen. Besonders bei Blättern mit hohem Gerbsäure-Anteil wie von Eiche, Buche, Kastanie oder Walnuss wird dadurch die Verrottung beschleunigt.

Wichtig bei der Gartenpflege im Herbst: Rigoros entfernen sollten Sie von Schädlingen oder Krankheiten befallenes Laub von Bäumen, Sträuchern und Rosen, denn Pilzsporen, Bakterien oder Insekten und ihre Eier wie etwa die der Kastanienminiermotte können im Kompost überleben und werden mit ihm weiter verbreitet.

Winterlicher Ziergarten im Herbst

Nicht jede Staude, die im Frühling wieder neu austreibt, sollte jetzt der Schere zum Opfer fallen. Denn vertrocknete Blüten und Samenstände ob von Fetthenne oder Kugeldistel, Brandkraut oder Astilben oder die Ähren von Ziergräsern wie dem Chinaschilf entwickeln im Winter unter Raufreif und Eiskristallen eine ganz eigene Schönheit.

Außerdem dienen die Stängel dem Wurzelstock als Wärmeschutz und Kleinlebewesen als Lebensraum und Nahrungsquelle. An die Stelle von Einjährigen kann man noch Winterblüher und attraktive Immergrüne wie Erika, Christrosen, Heiligenkraut, Japan-Seggen oder Lavendelheide setzen. Und auch die Zwiebeln spät blühender Tulpen können noch im November in die Erde. Zwischen den Stauden sollten Sie den Boden noch einmal oberflächlich hacken, um Schneckeneier aufzuspüren und ihn dann mit Kompost und Laub bedecken. 
Tipp: Hochsaison ist jetzt auch für die Umsiedlung und Neupflanzung aller laubabwerfenden Pflanzen wie Bäume, Sträucher und Rosen, denn während ihrer Ruhezeit verkraften sie das am besten.

Pflanzen in Kästen und Kübeln

Auch wenn viele Balkonpflanzen wie Pelargonien (Geranien), Steinkraut oder gelbes Gänseblümchen noch in voller Blüte stehen – es ist im Herbst Zeit, den Sommerflor abzuräumen. Wer über genügend Platz in einem eher kühlen Raum z. B. ein wenig beheiztes Schlafzimmer verfügt, kann Pelargonien oder in einzelne kleine Töpfe gepflanzte Stecklinge von ihnen problemlos überwintern und spart sich so im nächsten Frühjahr die Neuanschaffung. Bei allen anderen typischen Balkonpflanzen funktioniert dies leider nicht. Man kann sie höchstens etwa ab Ende Februar im Haus aussäen.

Oleander und Olive vertragen zwar ein paar Minusgrade, dennoch sollte man sie und alle anderen Exoten wie Zitrusgewächse, Hibiskus oder Engelstrompete jetzt in ein kühles Winterquartier bringen.
Faustregel: Umso kälter, umso dunkler darf es auch sein. Und umso wärmer, umso größer die Gefahr von Schädlingsbefall. Da helfen nur regelmäßige penible Kontrollen und, falls man ungebetene Gäste wie Läuse oder Spinnmilben entdeckt, sofortige Bekämpfungsmaßnahmen.
Die Buchsbaumkugel vor der Haustür übersteht dagegen eisige Temperaturen wie alle anderen winterharten Pflanzen auch im Topf, doch die Vegetationszeit verkürzt sich, da der Wurzelballen viel schneller Frost ausgesetzt ist als im Boden. Mit einer warmen Verpackung kann man dies jedoch vermeiden.

Wichtig ist vor allem eine isolierende Unterlage wie beispielsweise eine dicke Styroporplatte, als Ummantelung kann – versteckt unter einem Jutesack – die kaputte Daunenjacke genauso dienen wie Luftpolsterfolie, alte Decken oder einfach reichlich Herbstlaub. Am wichtigsten aber: an frostfreien Tagen müssen die Pflanzen unbedingt gegossen werden.

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