Helga Riedel
Ein Beitrag von Helga Riedel, 16.05.2013

Garten Gemüsegärten in der Stadt

Ob in Kisten auf Brachflächen, Häuserdächern, Miet-Äckern, Gemeinschafts- oder Schrebergärten – immer mehr Städter wollen ihr Gemüse selbst anbauen.
Garten: Gemüsegärten in der Stadt

Auch Großstädter brauchen nicht auf einen Gemüsegarten zu verzichten

Um Gemüse aus eigener Ernte zu genießen, muss man nicht unbedingt ins Grüne ziehen. Immer mehr Städter kultivieren Kräuter und Salate, Tomaten und Bohnen, wo sich ein Plätzchen dafür findet: im Topfgarten auf dem Balkon, im Hinterhof, auf Dächern oder Brachland, in Gemeinschafts- und Kleingärten, auf Grünstreifen und Äckern.

Urban gardening - gemeinsam pflanzen, pflegen und ernten

Der Stadt ein Stück Natur abtrotzen, ungenutzte Flächen in etwas Wertvolles mit ökologischem, ökonomischem und sozialem Nutzen verwandeln – die Idee ist so bestechend, der Spaß an der Umsetzung so groß, dass urban gardening vom New York der 70er Jahre aus die Metropolen erobert hat. Anfangs besetzten die Guerilla-Gärtner in der Bronx, in Buenos Aires, Barcelona oder Berlin kurzerhand verwahrloste Brachflächen und pflanzten Bäume, Blumen und Gemüse.

Heute gibt es zwischen Kiel und Konstanz Hunderte Gemeinschaftsgärten mit unterschiedlichen Nutzungsrechten und Trägern vom mobilen Garten in Kunststoffkisten über "Interkulturelle Gärten" zur Förderung der Integration bis zur "essbaren Stadt" Andernach, in der Parkanlagen in Gemüsegärten verwandelt wurden. Willkommen ist in den Gemeinschaftsgärten in der Regel jeder, der Zeit und Lust zum Gärtnern hat.
Tipp: Infos über sie findet man im Internet z.B. auf urbanacker.net, gartenpiraten.net oder den Websites der Städte.

Schrebergarten statt Stadtflucht

Weiter die Vorzüge der Stadt genießen, beruflich mobil bleiben, nachhaltig leben ohne Auto und mit kurzen Wegen – es gibt viele gute Gründe, nicht gleich aufs Land zu ziehen, wenn sich Nachwuchs einstellt.

Will man trotzdem im eigenen Garten relaxen, mit den Kindern in der Erde buddeln und ökologisch Gemüse und Obst anbauen, könnte einer der fast eine Million Schrebergärten in Deutschland die Lösung sein. Immer mehr junge Familien lassen sich nicht vom Spießer-Image abschrecken und mieten in einem der 15.000 Kleingartenvereine eine Parzelle mit Laube. 45 Prozent sind es mittlerweile bei den Neuverpachtungen.
Tipp: Die Chancen, ein Plätzchen im Grünen zu ergattern, sind allerdings recht ungleichmäßig verteilt. Während in Thüringen Gärten mangels Interesse verwildern, sind in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München Wartelisten die Regel – weshalb es auch nicht schaden kann, sich bei mehreren Vereinen zu bewerben. Größere Preisunterschiede muss man dabei nicht befürchten, denn die Pacht richtet sich dem Bundeskleingartengesetz gemäß nach den örtlichen Bodenpreisen im erwerbsmäßigen Obst- und Gemüseanbau.

Miet-Äcker für Großstädter

Für alle, die keine Lust auf Heckenschnitt- und Pflanzvorschriften haben und auch keinen Rasen für den Liegestuhl brauchen, sind Selbsterntegärten eine tolle Alternative.

Das Prinzip ist einfach: Bauern verpachten mit vielen verschiedenen Gemüsen bepflanzte Ackerstücke – Gartengeräte, Wasserreservoire und fachlichen Rat inklusive. Geboren wurde die Idee 1999 im Münchner Rathaus. Inzwischen gibt es im Grüngürtel der Stadt an 18 Standorten 1.114 "Krautgärten" zwischen 20 und 60 Quadratmetern (qm), mit denen man sich und seine Familie für 60 bis 130 Euro acht Monate lang mit ökologisch angebautem - eine der wenigen Auflagen - Gemüse und Salaten versorgen kann.

Sich regional, saisonal und am besten aus eigener Bio-Produktion zu ernähren, ist in den letzten Jahren zum absoluten Trend avanciert, den auch zwei Unternehmerinnen clever umgesetzt haben. 2009 gründeten Wanda Ganders und Natalie Kirchbaumer mit sechs Standorten "meine ernte".
Tipp: Heute kann man in 22 Städten für 179 bzw. 329 Euro einen Gemüsegarten für zwei Personen (45 qm) oder die Familie (85qm) mieten. Die Idee setzt sich aber auch ganz ohne Marketing und Firmen-Logo immer mehr durch z.B. in Bielefeld beim Bauer Install, in Meerbusch im Hof am Deich, auf dem Gut Schäferhof bei Pinneberg, bei Noltes in Rosdorf bei Göttingen, dem Bauerngarten Berlin oder auf dem Bio-Hof von Jörg Hofmann bei Nürnberg. Internet und Lokalpresse helfen bei der Suche nach einem Mietacker in der Nähe des eigenen Wohnorts.

Liebe Leserinnen und Leser,

Helga Riedel mein Name ist Helga Riedel. Bei geldsparen.de kümmere ich mich um die Themen rund um Haus und Garten. Damit Sie und ihre Familie Qualität und Nachhaltigkeit kostengünstig unter einen Hut bekommen.

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