Von Horst Peter Wickel, 30.04.2013 (Aktualisiert 07.05.2013)

Checkliste So schützen Sie sich vor Handwerker-Pfusch

Längst nicht jede Reparatur oder Renovierung führt zum gewünschten Ergebnis. Wie Sie sich gegen Schlampereien von Handwerkern absichern können.
Checkliste: Wie Sie sich vor Handwerker-Pfusch schützen

Klare schriftliche Vereinbarungen helfen, Ärger mit dem Handwerker zu vermeiden

Neue Fliesen im Bad, ein frischer Teppichboden und ein farbenfroher Anstrich im Wohnzimmer – Die Steuervorteile bei "haushaltsnahen Dienstleistungen" machen es zusehends reizvoller, die eine oder andere Arbeit von einem professionellen Handwerker erledigen zu lassen. Wenn Sie einen Handwerksbetrieb beauftragen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

1. Kostenvoranschlag einfordern

Lassen Sie sich vorab immer einen Kostenvoranschlag zuschicken. Ein solcher ist allerdings nur verbindlich, wenn Sie das mit dem Handwerksbetrieb vor Ausführung der Tätigkeiten bzw. bei Vertragsabschluss so ausgemacht haben.

Ihr Vorteil: Wird der im Rahmen eines Kostenvoranschlags genannte Preis um mehr als 15 bis 20 Prozent überschritten, muss der Handwerker Sie während der Arbeiten fragen, ob Sie damit einverstanden sind. Ansonsten haben Sie als Kunde ein Sonderkündigungsrecht. Die bis zu diesem Zeitpunkt geleisteten Tätigkeiten und Materialkosten müssen Sie allerdings bezahlen.

2. Auftrag so genau wie möglich vereinbaren

Achten Sie darauf, Preis und Leistung so genau wie möglich zu vereinbaren. Es gibt zum Beispiel verschiedene Preismodelle. Sie können etwa mit ihrem Handwerker einen Pauschalpreis – also einen Festpreis – vereinbaren. Aber auch einen Stundenlohn. Wichtig: Klären Sie es vorher ab.

Wenn ein Handwerker beauftragt wird, so schließt der Auftraggeber mit ihm einen sogenannten Werkvertrag. Damit ist der Handwerker verpflichtet, ein Werk ohne Mängel abzuliefern (Paragraf 633 BGB). Ohne Mängel heißt: Das Ergebnis sieht so aus, wie es Sie sich als Kunde gewünscht haben oder wie es üblich ist und erwartet werden kann.

3. Auf Abnahme mit dem Handwerker bestehen

Sobald der Handwerker seine Arbeit erledigt hat, sollten Sie seine Arbeit genau überprüfen, ehe sie die Arbeit abnehmen. Bei einer Abnahme schauen Sie sich mit dem Handwerker die Leistung, etwa eine neue Balkontür, gemeinsam an. Sagen Sie bei der Abnahme, dass alles okay ist, erlischt die Pflicht des Handwerkers, im Rahmen dieses Auftrags weiter für Sie zu arbeiten.

Falls Sie jedoch mit der Arbeit nicht zufrieden sind, müssen Sie dem Handwerker Gelegenheit geben, den Mangel zu beseitigen. Bei kleineren Fehlern sind Sie zwar zur Abnahme verpflichtet – Sie können aber natürlich trotzdem die Mängelbeseitigung verlangen und dürfen außerdem "die Zahlung eines angemessenen Teils der Vergütung verweigern, mindestens in Höhe des Dreifachen der für die Beseitigung des Mangels erforderlichen Kosten" (Paragraf 641 BGB, Absatz 3).

Sie müssen dem Handwerker rechtlich bis zu zwei Nachbesserungsversuche einräumen. Erst danach können Sie einen anderen Betrieb beauftragen und die Kosten in Rechnung stellen. Ebenso kann nun eine Minderung geltend gemacht werden oder sogar Schadenersatz, wenn etwa die ganze Familie ins Hotel ziehen müsste.

Wenn es keine Einigung zwischen Ihnen als Auftraggeber und Handwerker gibt, bleibt nur noch der Weg zur Schlichtungsstelle (Adressen der Schieds- und Vermittlungsstellen vor Ort führen die Handwerkskammern) oder Sie müssen den Rechtsstreit vor Gericht lösen.

Nach erfolgter erfolgreicher Abnahme beginnt die zweijährige Gewährleistungsfrist zu laufen. Entdecken Sie einen Mangel in der vom Handwerker verrichteten Arbeit, so haben Sie das Recht auf Nachbesserung. Dieses Recht erlischt nach zwei Jahren.
Tipp: Bestehen Sie auf einem Abnahmeprotokoll und lassen Sie alle erkennbaren Mängel schriftlich auflisten, falls es später doch zu einem Streit kommt.
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