Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 12.03.2014

Prostatakrebs Welche Kassen die Vorsorge zahlen

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Der PSA-Test kann zur Früherkennung eingesetzt werden, ist aber keine Kassenleistung - welche gesetzlichen Krankenkassen ihn dennoch übernehmen.
Prostatakrebs Welche Kassen die Vorsorge zahlen

Gepiekst und getestet - der PSA-Test als Ergänzung zur Prostatakrebsvorsorge

Prostatakrebs ist nicht nur die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland, sondern auch die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache. Jedes Jahr erkranken, nach Angaben des Robert-Koch-Instituts, bis zu 70.000 Männer daran. Über 12.000 sterben. Dabei lässt sich Prostatakrebs frühzeitig erkannt, sehr gut heilen, denn er wächst nur sehr langsam. Der PSA-Test, ein Bluttest zur Früherkennung, wird aber von den wenigsten Kassen übernommen. 
Tückischer Weise spüren Betroffene von diesem Krebs lange Zeit nichts. Beschwerden treten meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Ärzte raten deshalb zu regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten hierzu ein jährliches Screening ab dem Alter von 45 Jahren an. Dabei werden mögliche Veränderungen der Prostata über den Enddarm abgetastet. Sehr kleine und ungünstig liegende Tumore können dabei allerdings oft nicht entdeckt werden.

Prostatakrebs: PSA-Test besonders häufige IGel-Leistung

Diese Tumore können ohne Eingriff bislang nur mit Hilfe des sogenannten PSA-Tests ausfindig gemacht werden. Das ist eine Blutuntersuchung, bei der die Höhe des prostata-spezifischen Antigens, kurz PSA, gemessen wird. Liegen die PSA-Werte sehr hoch, ist das ein ernstzunehmender Hinweis darauf, dass sich ein bösartiger und noch nicht ertastbarer Tumor entwickelt hat. Allerdings können die Werte auch bei einem gutartigen Tumor oder bei Prostataentzündungen ansteigen. Auch mechanische Reize, wie Fahrradfahren oder Sex, können zu erhöhten Werten führen.

Andersherum ist ein niedriger PSA-Wert zwar ein Hinweis, aber kein Beweis dafür, dass kein bösartiger Tumor vorliegt, denn auch bei Männern mit niedrigem PSA-Wert wurden schon Tumore gefunden. Der Nutzen des PSA-Tests gilt deshalb als umstritten.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten im Rahmen der Früherkennung von Prostatakrebs nicht. Die urologische Fachgesellschaft hält den alleinigen Tastbefund hingegen für nicht ausreichend und empfiehlt eine Kombination der Tast- mit der Blutuntersuchung. Viele Männer entscheiden sich in der Praxis deshalb trotzdem für den zusätzlichen PSA-Test.

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Prostatakrebs: Diese Kasse zahlt den PSA-Test

Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen heute auch eine Reihe an Leistungen anbieten, die nicht im Pflichtkatalog stehen. Wir wollten dennoch wissen, welche der Kassen bereit sind auch für den PSA-Test zu bezahlen. Dazu haben wir die acht größten gesetzlichen Krankenkassen sowie vier kleinere Kassen befragt:
Das Ergebnis: Keine der großen Kassen, wie TK DAK oder AOK ist bereit den PSA-Test zur Früherkennung zu bezahlen. In ihren Antworten beziehen sie sich meist auf die negative Beurteilung im IGel-Monitor.
Von den vier kleineren Kassen hat nur eine geantwortet, die BKK Heimat. Und diese Kasse bietet tatsächlich eine Kostenübernahme des PSA-Tests an. So ist der PSA-Test Teil des BKK-Heimat-Gesundheitskontos. Versicherte ab 18 Jahren können sich hier die Kosten für ausgewählte Vorsorgeuntersuchungen, wie den PSA-Test, bis zur Höhe von 80 Euro pro Jahr zurück erstatten lassen.
Tipp: Viele Krankenkassen übernehmen Sonderleistungen in den Bereichen Vorsorge, Zahnpflege oder alternative Heilmethoden. Welche gesetzliche Krankenkasse bietet die besten Leistungen für Ihre Bedürfnisse an?
Vergleichen können Sie mit unserem Rechner, klicken Sie hier.

Wechseln und profitieren

Männer, die regelmäßig ihren PSA-Wert bestimmen lassen möchten, können bei einem Wechsel zu dieser Kasse also profitieren. Allerdings ist die Kostenübernahme von Vorsorgeuntersuchungen nur ein mögliches Wechselkriterium. Wenn Sie wissen möchten, was die BKK Heimat im Vergleich zu Ihrer jetzigen und über 100 anderen gesetzlichen Krankenkasse sonst noch zu bieten hat - ob zum Beispiel Kosten für Naturheilverfahren, die professionelle Zahnreinigung, ein Sport-Check-up, etc. übernommen werden – sollten Sie die Angebote der einzelnen Kassen genau miteinander vergleichen. Ganz einfach, kostenlos und mit nur wenigen Klicks, ist das mit unserem neuen Geldsparen-GKV-Rechner möglich.
Übrigens: Ein Kassenwechsel funktioniert ganz einfach und risikolos. Sie müssen dazu nur mindestens 18 Monate lang Mitglied bei Ihrer bisherigen Kasse sein. Jede andere gesetzliche Krankenkasse muss Sie aufnehmen auch wenn sie krank sind, wenig verdienen oder viele weitere Personen kostenlos mitversichern müssen. Wichtig dabei ist, dass die Kasse zu den allgemein geöffneten zählt und für Ihr Gebiet zugelassen ist.

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Anja Lang mein Name ist Anja Lang. Ich bin Expertin für Mobilität, Gesundheit und Vorsorge auf Ihrem Family-Portal. Hier beantworte ich sämtliche Fragen rund um die Themen Zuzahlung, Gesundheitsvorsorge, aber auch Autokosten.

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