Annette J├Ąger
Ein Beitrag von Annette J├Ąger, 23.12.2013

Mutter-Kind-Kur Krankenkasse zahlt Kur f├╝r gestresste Eltern

Familie und Leben zu vereinen kann sehr belasten. Leidet die Gesundheit, haben M├╝tter oder V├Ąter Anspruch auf eine Kur. So stellt man einen Antrag.
Mutter-Kind-Kur Krankenkasse zahlt Kur f├╝r gestresste Eltern

Eine Kur kann helfen wieder klar zu sehen

Krankenkassen bezahlen Kuren f├╝r M├╝tter wie auch V├Ąter. Meist sind es jedoch die M├╝tter, die den Familienalltag stemmen und davon manchmal gesundheitlich beeintr├Ąchtigt sind. Deshalb hat sich der Name „Mutter-Kind-Kur“ eingeb├╝rgert.

Wer hat einen Anspruch bei der Krankenkasse?

Hat sich eine seelische oder k├Ârperliche ├ťberlastung manifestiert, haben M├╝tter wie V├Ąter einen Anspruch auf eine Kur. Dabei geht es um ├ťberlastungen, die aus der Elternrolle erwachsen: Ersch├Âpfungszust├Ąnde, R├╝ckenbeschwerden, psychosomatische Erkrankungen, Neurodermitis, Allergien, Schlaflosigkeit, Gewichtsprobleme, Depressionen, Angstzust├Ąnde und vieles mehr. Oft kommen gleich mehrere Beschwerden zusammen. Wer im n├Ąchsten Fr├╝hjahr eine Kur machen m├Âchte, sollte gleich im neuen Jahr einen Antrag stellen.

So funktioniert eine Mutter-Kind-Kur

Mutter-Kind-Kuren sind immer station├Ąr, das hei├čt, Mutter und Kind (in der Regel bis 14 Jahre) gehen gemeinsam f├╝r die Dauer von drei Wochen in eine Kureinrichtung. Nur so kann man wirklich eine Auszeit von der Familie und dem belastenden Alltag erhalten. Eine Kur ist immer eine Mischung aus medizinischer Anwendung, psychologischen Gespr├Ąchen, Bewegungs- und Entspannungstherapien und nat├╝rlich auch Zeit f├╝r sich alleine. Die Kinder sind mindestens sechs Stunden am Tag an Wochentagen betreut. Ein Genesungsaufenthalt wird von der Krankenkasse bezahlt. Die Zuzahlung betr├Ągt zehn Euro pro Tag f├╝r die Mutter. F├╝r Freizeitaktivit├Ąten sollte man ein Taschengeld einplanen.

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Welche Mutter-Kind-Kuren gibt es?

M├╝tter k├Ânnen auch alleine eine Kur machen, wenn dies angezeigt ist, und auch f├╝r V├Ąter stehen spezielle Angebote zur Verf├╝gung. In Deutschland gibt es im Verbund M├╝ttergenesungswerk ├╝ber 70 anerkannte Einrichtungen f├╝r M├╝tter mit Kindern und f├╝nf reine M├╝ttereinrichtungen. Daneben gibt es Kurh├Ąuser von privaten Tr├Ągern. Welches Haus geeignet ist, wird nach Standort und Beschwerden der Mutter entschieden. Sollte das Kind auch Beschwerden zeigen, wie eine Allergie oder Verhaltensauff├Ąlligkeiten, wird eine Einrichtung ausgesucht, in der das Kind mitbehandelt werden kann.

Wie stellt man einen Antrag bei der Krankenkasse?

Erste Anlaufstelle sind die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverb├Ąnde unter dem Dach des M├╝ttergenesungswerks wie Caritas, Diakonie oder Rotes Kreuz. Sie unterst├╝tzen kostenlos beim Antrag sowie bei der Auswahl der passenden Klinik oder helfen bei Bed├╝rftigkeit mit Spenden. Man kann das Thema aber auch mit seinem Hausarzt besprechen.

Im zweiten Schritt stellt man einen Antrag mit einem ├Ąrztlichen Attest. Aus dem Antrag muss hervorgehen, dass die Kur medizinisch notwendig ist. Es dauert zwischen drei und sechs Wochen bis ein Antrag bewilligt ist.

Darauf kommt es im Antrag an

Wichtig ist, dass man im Antrag auch auf die momentane Lebenssituation eingeht und sie schildert, z.B. finanzielle Sorgen, eine Scheidung, Arbeitslosigkeit, eine fehlende Kinderbetreuung etc. Die Faustregel lautet: Lieber die Umst├Ąnde zu ausf├╝hrlich schildern als zu knapp. Voraussetzung ist, dass der Arzt die Beschwerden diagnostizieren kann und diese im Attest auff├╝hrt.

Was tun bei Ablehnung?

Manchmal wird ein Antrag auch abgelehnt. Dann sollte man es ruhig erneut versuchen und erst mal Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Daf├╝r hat man vier Wochen Zeit. Wer dabei Hilfe ben├Âtigt, kann wieder eine der Beratungsstellen aufsuchen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe ├╝ber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t├Ątig.

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