Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 18.05.2014

Krankenkasse Hautkrebs-Screening jetzt auch für Jüngere

Immer mehr Deutsche erkranken an Hautkrebs – darunter auch viele junge Menschen. Einige Krankenkassen bieten das Hautkrebs-Screening deshalb bereits für unter 35-Jährige an.
Krankenkasse Hautkrebs-Screening jetzt auch für Jüngere

Auch die Rückseite eincremen: Die Ursache für Hautkrebs ist häufig ungeschütztes Sonnenbaden

Hautkrebs gehört hierzulande mit zu den häufigsten Krebsarten. Jedes Jahr erkranken rund 234.000 Menschen neu daran - mehr als ein Fünftel der Patienten sind unter 35 Jahre alt. Verantwortlich für diese Entwicklung machen Experten die Jagd nach Bräune um jeden Preis. Schädlich gelten ein Zuviel an natürlicher Sonnenstrahlung, aber auch häufige Solarien-Besuche und damit künstliche Strahlung fördern nachweislich die Entstehung von Hautkrebs.

Viele Hautkrebsfälle bei unter 35-Jährigen

Beim künstlichen Bräunen auf der Sonnenbank sind die Deutschen übrigens Europameister. Laut einer Befragung des Mannheimer Instituts für Public Health (MIPH) der Universität Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe, nutzen vor allem junge Deutsche unter 35 Jahren Sonnenbänke besonders intensiv. Eine typische „Viel-Nutzer-Gruppe“ sind Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren, die etwa doppelt so häufig auf die Sonnenbank gehen, wie Männer. Trauriges Resultat: 2012 stellte die Barmer GKV in ihrem "Arztreport 2014“ knapp 49.000 Hautkrebsdiagnosen bei jungen Deutschen unter 35 Jahren fest.

Erst ab 35 Kassenleistung

Wie viele andere Krebsarten auch, ist Hautkrebs, früh erkannt, sehr gut heilbar. Bereits im Juli 2008 wurde deshalb vom Gesetzgeber ein Hautkrebs-Screening als regelmäßige Vorsorgeuntersuchung in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Versicherte haben seither die Möglichkeit sich alle zwei Jahre vom Hautarzt oder speziell geschulten Hausarzt auf kritische Hautveränderungen hin untersuchen zu lassen – allerdings erst ab 35 Jahren.

Der Arzt begutachtet dabei sämtliche Hautpartien des Körpers mit dem bloßen Auge und kann so kritische Hautveränderungen erkennen und entsprechend handeln. Für unter 35-jährige ist das Hautkrebs-Screening aber bislang noch keine reguläre Krankenkassenleistung. Wollen sie sich durchchecken lassen, müssen sie die Kosten dafür in der Regel selbst bezahlen.

Einige Krankenkassen leisten deutlich mehr, als andere

Einige Krankenkassen leisten hier aber deutlich mehr, als der Gesetzgeber verlangt: Sie zahlen auch für jüngere Versicherte unter 35 Jahre, teilweise jährlich statt nur alle zwei Jahre oder auch für zusätzliche Technik, wie etwa den Einsatz eines Auflichtmikroskops.
Zum großen Krankenkassen-Check
Diese Krankenkassen bieten mehr

Deutlich besser Leistungen bei der Hautkrebsvorsorge bietet zum Beispiel die Techniker Krankenkasse. Sie zahlt, außer in Sachsen-Anhalt, das zweijährige Hautkrebs-Screening bereits ab dem 20. Geburtstag. Die BKK Henschel Plus leistet sogar schon ab einem Alter von 18 Jahren und die BKK Faber-Castell oder auch die Atlas BKK Ahlmann haben gar keine Altersbeschränkung für das Hautkrebsscreening. Hier können Familien sogar kleine Kinder kostenlos durchchecken lassen und das sogar jährlich statt üblicherweise zweijährig. Bei BKK Mobil Oil ist das Hautkrebs-Screening ab 18 Jahren ebenfalls jährlich möglich. Hier wird zusätzlich noch der Einsatz eines Auflichtmikroskops, auch Dermatoskop genannt, bezahlt. Dieses Instrument funktioniert ähnlich, wie eine beleuchtete Lupe, mit der der Arzt noch deutlicher sehen kann, ob eine Hautveränderung harmlos oder gefährlich ist. Die Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop beim Hautkrebs-Screening ist normalerweise keine Kassenleistung. Deshalb darf der Arzt sie als IGel-Leistung mit Kosten zwischen zehn bis zwanzig Euro abrechnen.
Tipp: Wenn Sie die Mehrleistungen ihrer Krankenkasse beim erweiterten Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen, können Sie die Kosten hierfür nicht immer automatisch über die Chipkarte abrechnen. Sie erhalten dann eine Rechnung vom Arzt, die sie anschließend bei Ihrer Krankenkasse zur Erstattung einreichen können.

Hier können Sie Ihre gewünschten Krankenkassen-Leistungen anklicken und bekommen die dafür besten Krankenkassen auf einen Blick.

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