Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 05.11.2012

Erkältungsmittel Welche wirklich wirken

Gesundheit Grippemittel Verbraucher Geldsparen.de

Immer wieder verlockend sind Medikamente, die gleich gegen alle Grippesymptome auf einmal helfen

Linderung bei grippalen Infekten versprechen diverse Medikamte, die Sie rezeptfrei in der Apotheke kaufen können. Was sie wirklich taugen und wo man sparen kann.
Hat man sich einen grippalen Infekt eingefangen, greift jeder in der Familie gerne zu Erk√§ltungsmitteln. Sie k√∂nnen den Infekt zwar nicht wirklich verk√ľrzen, aber die Beschwerden zumindest¬†lindern. Wie gut rezeptfreie Medikamente das schaffen,¬†hat Stiftung Warentest untersucht und dazu Grippe- und Schnupfenmittel, Pr√§parate gegen Schmerzen, Fieber und¬†Husten sowie hom√∂opathische¬†Produkte unter die Lupe genommen.

Allrounder weniger empfehlenswert

Immer wieder verlockend sind Medikamente, die gleich gegen alle Grippesymptome auf einmal helfen, sogenannte Allround-Pr√§parate. Doch solche Grippemittel sind in der Regel wenig sinnvoll. Sie kombinieren meist eine Vielzahl von Wirkstoffen, die unerw√ľnschte Nebenwirkungen ausl√∂sen k√∂nnen. Besser ist es, laut Stiftung Warentest, gezielt gegen die Symptome vorzugehen.

Bei Nasensprays die Hälfte sparen

Bei Schnupfen geeignet sind vor allem Sprays und Tropfen vom Typ Xylometazolin. Sie lassen die Schleimh√§ute abschwellen, so dass man wieder frei durchatmen kann. Das geht f√ľr 4,61 Euro mit dem Olynth 0,1% N Schnupfen Dosierspray. Aber auch schon f√ľr 2,56 Euro mit dem Nasenspray-CT 0,1 %.

Schmerzmittel gibt¬īs gut und g√ľnstig

Gegen Schmerzen und Fieber helfen blutverfl√ľssigende Wirkstoffe, wie Acetylsalizyls√§ure, Parazetamol und Ibuprofen. W√§hrend bei Acetylsalizyls√§ure und Parazetamol nur geringe Preisunterschiede zwischen den unterschiedlichen Marken auszumachen sind, spart man beim g√ľnstigsten Ibuprofen Atid 200 mg akut f√ľr 1,54 Euro gegen√ľber dem teuersten Ibuprofen axcount 200 mg akut f√ľr 1,98 Euro immerhin 44 Cent pro Packung.

Hustenmittel nicht alle "empfehlungswert"

Bei Husten und Bronchitis kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die das Abhusten erleichtern: Ambroxol und Azetyzystein.

Die Verbraucherzeitschrift hat sie allerdings nur als „mit Einschr√§nkung geeignet“ eingestuft, da die Wirksamkeit noch nicht ausreichend belegt ist. Ambroxol ist meist in Form von Hustensaft oder -sirup erh√§ltlich. Der Preis ist relativ stabil. Gerade mal 23 Cent lassen sich vom teuersten zum billigsten Produkt einsparen. Anders bei Azetylzystein, das es vor allem in Form von Brause- und Trinktabletten zu kaufen gibt. So bekommt man das NAC 200 akut 1A Pharma bereits f√ľr 3,51 Euro, w√§hrend man f√ľr den NAC ratiopharm akut 200 mg Hustenl√∂ser 4,45 Euro locker machen muss.

Alternativmedizin gut zur Vorbeugung

Aber nicht nur chemische Arzneimittel helfen gegen die l√§stigen Begleiterscheinungen einer Erk√§ltung. Immer beliebter werden auch pflanzliche Pr√§parate, hom√∂opathische Zubereitungen und anthroposophische Medizin. Die vorliegenden wissenschaftlichen Studien kommen allerdings zu widerspr√ľchlichen Ergebnissen. Stiftung Warentest empfiehlt einige alternative Medikamente, diese allerdings nur „mit Einschr√§nkung geeignet“. Darunter Echinacea, den Extrakt aus Wurzel und Kraut des Sonnenhuts. Es soll das Immunsystem st√§rken und Erk√§ltungen erst gar nicht zum Ausbruch kommen lassen. Sinnvoll ist der Einsatz bei den allerersten Krankheitsanzeichen, wie Nasenkribbeln und rauem Hals. Umckaloabo gilt als pflanzliches Antibiotikum. Au√üerdem soll es schleiml√∂send und immunstimulierend wirken. Bakterienzubereitungen, wie Symbioflor 1, sollen wie eine Art Impfung das Immunsystem dazu anregen, vermehrt Abwehrstoffe gegen Erk√§ltungsviren zu bilden. Sinnvoll ist der Einsatz bei st√§ndig wiederkehrenden Infekten.

Achtung Hausmittel

Daneben haben aber auch Hausmittel haben immer noch Konjunktur. So bew√§hren sich Kr√§utertees und hei√üe Zitrone gut bei Halsschmerzen, Salzl√∂sungen und Nasendusche gut bei Schnupfen und Inhalationen mit Kamille oder Salz zum L√∂sen bei hartn√§ckigem Husten. Das Einreiben mit √§therischen √Ėlen bewertet Stiftung Warentest als „nur eingeschr√§nkt empfehlenswert“. F√ľr S√§uglinge und Kleinkinder unter zwei Jahren sind sie absolut tabu, da sie einen Atemstillstand hervorrufen k√∂nnen. Das beste und billigste Mittel ist immer noch Ruhe. Zwei Tage im Bett k√∂nnen manchmal Wunder wirken.
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