Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 28.05.2013

Versicherungen Jährlich bezahlen spart Geld

Beiträge jährlich statt monatlich zahlen – das ist bei Sachversicherungen oft günstiger. Dass es sich auch bei Lebensversicherungen lohnt, ist vielen unbekannt.
Versicherungen Jährlich bezahlen spart Geld

Wer seine Versicherung jährlich überweist, kommt oft günstiger weg

Bei der Auto- oder auch bei Sachversicherungen wie Hausrat- oder Haftpflichtpolice kommt man unter dem Strich meist günstiger weg, wenn man seinen Beitrag einmal im Jahr bezahlt, anstatt monatlich. Ein Beispiel: Bei Cosmos Direkt kostet die Kfz-Police mit Vollkaskoschutz zum Beispiel 68 Euro pro Monat. Am Jahresende hat man so 816,60 Euro bezahlt. Wählt man die jährliche Zahlungsweise, zahlt man nur 720,20 Euro. Fast 100 Euro Ersparnis macht die jährliche Zahlungsweise aus. „Dies gilt auch bei Lebensversicherungen – nur ist die Ersparnis dort versteckter“, sagt Georg Plötz, Altersvorsorgeberater bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Bei Riesterrenten-Verträgen oder klassischen Kapitallebensversicherungen rechnet sich ebenfalls die jährliche Zahlungsweise. Sie bringt ganze fünf Prozent Ersparnis. Bei einem Monatsbeitrag von 300 Euro sind das immerhin rund 180 Euro im Jahr. Allerdings wirkt sich diese Ersparnis nicht direkt auf den zu zahlenden Beitrag aus wie bei der Kfz-Versicherung. Sie macht sich erst am Ende der Laufzeit bemerkbar, denn „sie wirkt sich auf die garantierte Ablaufleistung aus“, erklärt Plötz – diese steigt nämlich.

Garantierte Leistung steigt

Denn bei Renten- oder Lebensversicherungen wird von jedem Beitrag eine bestimmte Summe als Abschlag weggenommen, um verschiedene Gebühren zu begleichen – unter anderem der Abschlag für die monatliche Zahlungsweise. Der Rest wandert in den Spartopf und wird verzinst. Zahlt man nun seinen Beitrag jährlich, ist der Abschlag geringer und der verzinste Sparanteil wird größer. Fazit: Das Garantiekapital steigt. Auf eine Laufzeit von 20 oder 30 Jahren gerechnet ist das eine ganz schöne Summe.

Der einzige Haken an der Sache: „Man muss einmal den gesamten Jahresbeitrag vorauszahlen“, sagt Plötz. Danach empfiehlt es sich, für die eigene Buchführung weiterhin den Monatsbeitrag per Dauerauftrag vom Konto abbuchen zu lassen und auf einem Tagesgeldkonto zu parken. „Dann hat man im nächsten Jahr gleich die Summe parat und profitiert auch noch von den Zinsen“, sagt Plötz.
Übrigens: Nicht alle Versicherer verlangen Aufschläge für die monatliche Zahlungsweise. Die Debeka beispielsweise nimmt gar keinen Zuschlag und gestattet es dem Versicherungsnehmer sogar, die 60 Euro Jahresbeitrag für die private Haftpflichtversicherungen in monatlichen Beiträgen von fünf Euro zu entrichten.
Vergleich Riester-Rentenversicherung
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