Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 20.07.2015

Unfallversicherung Welche Policen Familien brauchen

Eine gute Unfallversicherung zahlt bei allen Freizeit- und Berufsunfällen. Geldsparen.de sagt, welche Tarife im Ernstfall mehr bringen.
Unfallversicherung Welche Policen Familien brauchen

Bei einer Unfallversicherung kommt es darauf an, was der Kunde bei einem bleibenden Gesundheitsschaden erhält

Ein Unfall ist schnell geschehen. Die gesetzliche Unfallversicherung springt dann allerdings nur ein, wenn der Unfall am Arbeitsplatz, im Kindergarten, in der Schule, in der Universität oder auf dem Weg dorthin passiert ist. Eine private Unfallversicherung dagegen schützt Sie rund um die Uhr zu jeder Zeit und das weltweit.

Was zahlt die private Unfallversicherung?

Eine private Unfallversicherung zahlt je nach Fall eine einmalige Versicherungssumme oder eine dauerhafte Rente, wenn jemand durch einen Unfall eine fortwährende Beeinträchtigung seiner körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit erlitten hat. Auch eventuelle Bergungskosten sind hier meist gleich mit abgesichert.
Wie hoch die möglichen Leistungen einer privaten Unfallversicherung ausfallen, hängt in der Regel von drei Faktoren ab:
  • Vom festgestellten Invaliditätsgrad,
  • von der Qualität der sogenannten Gliedertaxe des Versicherers (anhand der Gliedertaxe wird der Grad der Invalidität festgelegt)
  • und vom gewählten Tarif des Versicherungsnehmers.

Unfallversicherung mit Progression vorteilhafter?

Die Assekuranzen bieten hier unterschiedliche Tarifmodelle an. Die empfehlenswertesten Varianten sind für die meisten Versicherungsnehmer die Tarife mit einer sogenannten Progression.

Diese liegt im Regelfall zwischen 350 und 500 Prozent. Der Vorteil liegt dabei darin, dass bei höheren Invaliditätsgraden eine deutlich höhere Invaliditäts-Summe zur Auszahlung kommt. Die Progression beginnt in der Regel aber erst bei einer Invalidität über 25 Prozent zu greifen.

Beispielrechnung für eine Unfallversicherung

Sie möchten von Ihrer Unfallversicherung für den Fall einer hundertprozentigen Invalidität eine Summe von 350.000 Euro erhalten. Das bedeutet, Sie könnten die Grundinvaliditätssumme auf 100.000 Euro festlegen und einen Progressions-Tarif von 350 Prozent wählen.

Bei dieser Variante bekämen Sie zum Beispiel bei 60-prozentiger Invalidität noch 210.000 Euro und bei Vollinvalidität aber 350.000 Euro. Die Bezeichnung der Tarife richtet sich nach der Leistungshöhe bei Invalidität, z.B. P350 oder P500 für einen Progressionstarif, in dem der Versicherte bei Vollinvalidität 350 Prozent bzw. 500 Prozent der abgeschlossenen Versicherungssumme erhält.

Unfallversicherung

Optimal versichert sein

Auf welche Details beim Tarif-Vergleich muss ich achten?

Ein Problem für den Verbraucher dabei ist leider, dass sich die Tarife der Unfallversicherer auch bei gleicher Progression meist nur sehr schwer vergleichen lassen. So gibt es Anbieter, die im Rahmen der 500-Prozent-Progression einen 60-prozentigen Invaliditätsgrad mit 220.000 Euro oder aber auch nur mit 150.000 Euro auszahlen.
Trotz gleicher Progression kann der Anstieg unterschiedlich ausfallen! Zudem gibt es große Differenzen bei den im Grundbeitrag kostenfrei mit enthaltenen Leistungserweiterungen. Dazu gehören u.a. Bergungskosten und kosmetische Operationen, Immun- und Infektionsklauseln, besonders attraktive Gliedertaxen, Leistungen bei Unfällen durch Bewusstseinsstörungen oder infolge von Schlaganfällen oder Herzinfarkt u.v.m.

Wichtig deshalb: Achten Sie nicht allein auf die Beitragshöhe , sondern checken Sie in Ruhe und genau die Leistungskataloge und die Progressionskurven. Es lohnt sich.

Für die Ermittlung der Grundversicherungssumme wird eine einfache Faustregel empfohlen. Im Alter von 30 Jahren das Sechsfache des Brutto-Jahreseinkommens, mit 40 Jahren das Fünffache und mit 50 Jahren das Vierfache.

Weitgehend verzichten sollte man auf Vertrags-Extras wie Tagegeld oder Krankenhaustagegeld. "Wer eine Tagegeldversicherung benötigt, braucht diese nicht nur bei Unfällen sondern auch bei Krankheit", sagen die Verbraucherschützer. Also Extras besser günstiger separat versichern.
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Fritz Himmel mein Name ist Fritz Himmel. Bei geldsparen.de kümmere ich mich um alles, was Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen betrifft. Zudem schreibe ich regelmäßig für Tageszeitungen.

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