Birgit M√ľller
Ein Beitrag von Birgit M√ľller, 09.12.2015

Unfallschutz Tipps f√ľr freiwillige Helfer

Im Grunde sind ehrenamtliche Helfer gut versichert, zum Beispiel wenn ein Unfall passiert. Dabei kommt es aber darauf an, f√ľr wen Sie t√§tig sind. Wie Sie versichert sind:
Unfallschutz Tipps f√ľr freiwillige Helfer
Meist greift egal ob Sie sich √ľber einen Tr√§ger, f√ľr die Kommune oder frei engagieren – die gesetzliche Unfallversicherung in der Regel automatisch und ohne spezielle Anmeldung. Das ist gesetzlich im Siebten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB VII) geregelt.

Darin sind viel mehr Leistungen versichert, als in der gesetzlichen Krankenversicherung. F√§llt der Helfer oder die Helferin zum Beispiel beim Zeltaufbau vom Ger√ľst oder verbrennt sich bei der Essensausgabe schwer, werden die Rehabilitationskosten f√ľr notwendige Ma√ünahmen erstattet. Bei langwierigen Sch√§den zahlt die gesetzliche Unfallversicherung eine Verletztenrente. Muss die Wohnung nach schwerwiegenden Unf√§llen barrierefrei umgebaut werden, etwa mit einfach zug√§ngli-che Duschen oder Haltegriffen, werden die Kosten erstattet. In manchen Spezialf√§llen wird sogar ein behindertengerechtes Auto gestellt.
 
Die Unfallkasse Ihres Bundeslandes springt bereits f√ľr Unf√§lle auf dem Hin- und R√ľckweg ein, auch wenn etwas lediglich auf einer Fortbildung oder bei der Einsatzplanung geschieht. Mehr Informationen dazu, was die gesetzliche Unfallversicherung wann bezahlt, erfahren Sie im Internet auf der Seite des Bundesministeriums f√ľr Arbeit und Soziales.

W√ľrde die gesetzliche Unfallversicherung nicht einspringen, haben die meisten Bundesl√§nder Sammelvertr√§ge f√ľr den Unfallschutz abgeschlossen, der h√§ufig sogar eine Haftpflichtversicherung einschlie√üt. Dazu z√§hlen laut www.engagiert-in-deutschland.de alle Bundesl√§nder, au√üer Hamburg und Schleswig-Holstein. Speziell anmelden muss sich der Helfer oder die Helferin auch daf√ľr nicht, damit der Schutz greift.
 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Helfer sollten sich bereits vor Beginn ihrer T√§tigkeit erkundigen, ob und wie der Schutz bei ihrer Organisation geregelt ist. Zwar haben viele Landesregierungen mit den Unfallkassen spezielle Vereinbarungen getroffen, doch ob das f√ľr diese spezielle Einrichtung gilt oder nicht, sollte erfragt und gegebenenfalls schriftlich dokumentiert werden. Von privaten B√ľrgerinitiativen, die ihre Helfer nicht gesetzlich versichern k√∂nnen, wurden spezielle private Sammelvertr√§ge abgeschlossen, die zwar sinnvoll sind, aber meist keinen gleichwertigen Schutz bieten.
 

Darauf sollten Sie achten

Damit Versicherungsschutz gew√§hrleistet ist, muss das Ehrenamt auch eines sein. Hei√üt – die T√§tigkeit muss freiwillig, unentgeltlich, f√ľr Dritte, in einem organisatorischen Rahmen und kontinuierlich stattfinden. Sich einfach irgendwo beteiligen, ohne klaren Auftrag und ohne einen Tr√§ger im Hintergrund, sollten Helferinnen oder Helfer also nicht. Tragen Sie sich daf√ľr besser schriftlich und nachweislich bei einem Veranstalter ein und hinterlegen Sie ihren Ausweis sowie die pers√∂nlichen Daten. Nur dann ist auch der Hin- und R√ľckweg zur T√§tigkeit unfallversichert. Ist ein Unfall passiert sollte der Helfer oder die Helferin diesen dem Tr√§ger melden. Dieser wird dann den zust√§ndigen Versicherer informieren.

Hotline: Bei Fragen zum Thema Unfallversicherung und Ehrenamt hilft das B√ľrgertelefon von Montag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr unter der Festnetznummer 030/221 911 002. Geh√∂rlose und H√∂rgesch√§digte k√∂nnen auch das Geb√§rdentelefon unter: gebaerdentelefon@sip.bmas.buergerservice-bund.de erreichen.

Geldsparen.de-Tipp:¬†Eine private Unfallversicherung macht zus√§tzlich durchaus Sinn. Auch wenn Sie mindestens drei Anbieter und ihre Leistungen auf Herz und Niere vergleichen sollten. Eine Entscheidung lediglich auf den Preis f√ľr die private Unfallversicherung bezogen, kann b√∂se Folgen haben. Denn die Assekuranzen versichern alle andere Leistungen und zahlen nach eigens festgelegten Gliedertaxen. Hei√üt: Jeder Finger, jede Zehe bekommt einen bestimmten Prozentsatz zugewiesen, wohinter eine Leistung und Auszahlung steckt. Wer zum Beispiel seinen gro√üen Zeh verliert bekommt zehn Prozent aus der Versicherung, wer seinen Daumen verliert 28 Prozent und 100 Prozent, wer seine Stimme verliert.
 

Von diesen Verträgen sollten Sie die Finger lassen

H√§ufig werden Unfallversicherungen mit Beitragsr√ľckgew√§hr angeboten. Bei diesen speziellen Vertr√§gen zahlt der oder die Versicherte einmal f√ľr die Unfallversicherung an sich und zus√§tzlich Geld, was die Versicherung f√ľr den Kunden anspart. Denn normalerweise zahlt der Versicherte seinen Beitrag f√ľr die Unfallversicherung und bekommt an Ende der Laufzeit kein Geld zur√ľck. Bei Vertr√§gen mit Beitragsr√ľckgew√§hr eben schon. Am Ende Geld von der Police zur√ľckerhalten, den Beitrag also vermeintlich nicht umsonst bezahlt zu haben wenn man keine Leistung in Anspruch nimmt, mag verlockend klingen, ist aber ein Minusgesch√§ft. Die Summe die Sie daf√ľr mehr aufwenden, sollten Sie lukrativer anlegen, zum Beispiel in einen monatlichen Fondssparplan der auf kosteng√ľnstigen Exchanged Trades Funds (ETF) basiert.

Beispiele f√ľr private Unfallversicherungen

 

Gesellschaft

Versicherungssummen

Preis im Jahr

Deutsche-Assekuradeur-GmbH Tarif: Plussimo-Plus

Grundsumme: 50.000 €

Progression: 300 %

154,18 Euro

    ASC-Basler

Tarif:ASC-Basler

Grundsumme: 50.000 €

Progression: 350 %

162,14 Euro

    VHV-Hannover

Tarif:VHV-Klassik

Grundsumme: 50.000 €

Progression: 350 %

177,31 Euro

 

Berechnungsgrundlage: Mann, 30 Jahre, Laufzeit 1 Jahr, kaufmännischer Angestellter, Grundinvalidität 50.000 Euro, Progression 350 Prozent, Vollinvalidität 175.000 Euro, Unfallrente 1.500 Euro, inklusive Knochenbruchversicherung

Quelle: geldsparen.de, Stand 11. November 2015

Unfallversicherung-Vergleich

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 max UV 70,21 Euro weiter  
2 Tarif Comfort 73,78 Euro weiter  
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Birgit Müller mein Name ist Birgit Müller. Als Bankkauffrau und Betriebswirtin schreibe ich f√ľr Sie auf Geldsparen.de √ľber aktuelle Themen aus der Finanzbranche, berichte √ľber neue Banken am Markt oder f√ľhre Hintergrundgespr√§che zu brisanten Themen. Folgen Sie uns auf Facebook oder Google + um keine Neuigkeiten mehr zu verpassen oder abonnieren Sie unseren Newsletter.

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