Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 26.10.2015

Mehr Rente Setzen Sie bei der Rentenversicherung auf Indexfonds

Sie m├Âchten f├╝rs Alter sparen? Rentenversicherungen mit Indexfonds sparen Geld und steigern Gewinne.
Mehr Rente Setzen Sie bei der Rentenversicherung auf Indexfonds

Wer im Alter "gut lachen" haben will, sollte sich fr├╝hzeitig um seine Finanzen k├╝mmern

Da die Zinsen im Keller sind, t├╝fteln die Versicherungen an neuen Produkten zur Alterssicherung. Die j├╝ngste Idee kommt von der WWK. Die M├╝nchner Versicherung hat die Palette ihrer privaten Rentenversicherungen um Produkte mit Indexfonds erweitert. Die funktionieren auf den ersten Blick ├Ąhnlich wie Privatrenten mit klassischen Fonds: Beide Policen investieren in Fonds, es fallen keine Ausgabeaufschl├Ąge oder B├Ârsenspesen an und Fondsumschichtungen sind von Kaufgeb├╝hren und Abgeltungssteuer befreit. L├Ąuft der Vertrag bis zum 62. Lebensjahr und haben Sie zw├Âlf Jahre eingezahlt, ist die Auszahlung steuerbeg├╝nstigt. Zur Wahl stehen Kapitalaussch├╝ttung oder lebenslange Rente. Manko: Die monatlichen Beitr├Ąge sind nicht steuerlich absetzbar.

Kostenvorteile f├╝r Rentenversicherungen auf ETF-Basis

Doch das war‘s auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Der Unterschied zwischen beiden Policen liegt in den internen Fondskosten. Bei Rentenversicherungen mit klassischen Fonds zahlen Sie j├Ąhrlich Geb├╝hren zwischen ein und zwei Prozent an, Indexfonds kosten hingegen nur 0,2 bis 0,6 Prozent. Unterm Strich kann eine Rentenversicherung auf ETF-Basis, die nur in Index-Aktienfonds investiert, bis zu anderthalb Prozent g├╝nstiger wirtschaften als eine Privatrente mit klassischen Fonds.

Allerdings k├Ânnen Sie den Kostenunterschied nicht eins zu eins auf die Praxis ├╝bertragen. F├╝r eine fondsgebundene Rentenversicherung fallen n├Ąmlich nicht nur externe Fondskosten an, sondern zus├Ątzlich interne Verwaltungsgeb├╝hren und einmalige Abschlusskosten.
  • Bezieht man diese Kosten in die Rechnung ein ergibt sich folgendes Bild: Die Versicherung Interrisk rechnet zum Beispiel f├╝r eine Fondspolice auf ETF-Basis, die zu 70 Prozent in Aktien-ETF und zu 30 Prozent in Renten-ETF investiert, mit j├Ąhrlichen Kosten von etwa 1,4 Prozent. Eine vergleichbare Rentenversicherung mit klassischen Fonds wird dagegen mit 2,2 Prozent veranschlagt.
 

Die Renditevorteile eines Indexfonds

Aus dem Kostenunterschied von 0,8 Prozent k├Ânnen ETF-Renten bei ansonsten gleichen Bedingungen und gleicher Wertentwicklung einen deutlichen Renditevorteil erzielen. Angenommen beide Rentenversicherungen verzeichnen einen j├Ąhrlichen Wertzuwachs von sechs Prozent, erreicht die Rentenversicherung auf ETF-Basis nach Abzug der Kosten eine Nettorendite von 4,6 Prozent, die klassische Fondspolice erzielt hingegen nur 3,8 Prozent.

Dieser Renditeunterschied kann das Ablaufergebnis erheblich beeinflussen. Zahlen Sie beispielsweise ├╝ber 30 Jahre monatlich 200 Euro in die ETF-Rente ein, k├Ąmen Sie auf ein Bruttoergebnis von fast 153.000 Euro. Die klassische Fondsrente w├╝rde hingegen nur knapp 133.000 Euro abwerfen – eine Differenz von rund 20.000 Euro.

Rendite einer Rentenversicherung unterliegt vielen Einfl├╝ssen

Die Rendite einer Privatrente wird aber nur zum Teil von den Kosten beeinflusst. Entscheidender sind die Wertgewinne der Fonds bzw. ETF’s. W├Ąhlen Sie die richtigen Fonds, f├Ąllt das Ergebnis entsprechend positiv aus. Da klassische Aktienfonds in Einzelf├Ąllen besser laufen k├Ânnen als Indexfonds, k├Ânnte eine Rentenversicherung mit herk├Âmmlichen Fonds sogar mehr Rendite erwirtschaften als eine ETF-Rente. Das ist allerdings selten der Fall, meist haben ETF die Nase vorn. Zudem ├╝ben die R├╝ckverg├╝tungen der Fondsgesellschaften an den Versicherer Einfluss auf die Ablaufrenditen der Rentenpolicen aus. Je nach Fonds sind die R├╝ckverg├╝tungen unterschiedlich hoch. Die Gutschriften flie├čen zum Teil in die ├ťberschussbeteiligung ein und erh├Âhen diese. Eine hohe ├ťberschussbeteiligung puscht wiederum den Ertrag.
Geldsparen.de-Fazit: Rentenversicherung mit klassischen Fonds oder mit Indexfonds:┬áDie Empfehlung lautet ganz klar Indexfonds. Denn, ob die einen oder die anderen Fonds besser performen werden, das wei├č im Voraus niemand. Der Kostenvorteil durch preiswerte ETF’s ist Ihnen aber in jedem Fall sicher.
 
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k├╝mmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t├Ątig.

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