Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 01.04.2015

MĂŒtterrente Privatvorsorge ein Muss - trotz MĂŒtterrente

Die MĂŒtterrente soll Frauen mit Kindern besser stellen. Der Geldsegen belastet aber das Rentenniveau insgesamt. Private Altersvorsorge bleibt ein Muss.
MĂŒtterrente Privatvorsorge ein Muss - trotz MĂŒtterrente

Private Vorsorge fĂŒr den Ruhestand sollte in jungen Jahren beginnen

Im Juli vergangenen Jahres trat das neue Rentenpaket in Kraft. Ein wichtiger Bestandteil darin ist die MĂŒtterrente. Sie sieht eine zusĂ€tzliche Anerkennung von Kindererziehungszeiten vor und bringt Frauen im Ruhestand mehr Geld. Neben der MĂŒtterrente brachte auch die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren Verbesserungen fĂŒr Arbeitnehmer.

Die Verbesserungen in der Rentenversicherung haben allerdings Folgen: Auf insgesamt 160 Milliarden Euro werden die Mehrausgaben bis zum Jahr 2030 geschĂ€tzt. "Eine solche Zusatzbelastung kann selbst bei steigenden Steuereinnahmen nur ĂŒber höhere RentenbeitrĂ€ge und sinkende Renten im Alter ausgeglichen werden", sagt Thomas Richter, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Fondsverbandes BVI. "Die Mehrausgaben von heute schmĂ€lern die Renten von morgen", so Richter. MĂŒtterrente und Rente mit 45 Beitragsjahren werden nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung die Netto-Standardrente bis zum Jahr 2030 um insgesamt 1,6 Prozent nach unten drĂŒcken. Zugleich steigen die BeitrĂ€ge zur Rentenversicherung laut Arbeitsministerium bis 2025 auf 20,8 Prozent.
Deutsche unterschĂ€tzen Folge der MĂŒtterrente
Die meisten BĂŒrger unterschĂ€tzen die Auswirkungen des Rentenpakets. Einer Umfrage des Forschungsinstituts TNS Infratest zufolge rechnen 63 Prozent entweder mit keinen Folgen fĂŒr ihre spĂ€tere Rente oder sogar mit einer höheren Auszahlung. Nur ein Viertel der Befragten schĂ€tzt, dass ihre persönliche Rente wegen der Mehrausgaben sinken wird. Entsprechend besteht kaum Bereitschaft, die private Altersvorsorge aufzustocken. 82 Prozent wollen ihre Sparanstrengungen nicht Ă€ndern oder sogar reduzieren, lediglich 16 Prozent wollen mehr sparen. Jedem sollte allerdings klar sein: MĂŒtterrente und Rente mit 45 Beitragsjahren senken die Altersrente, ohne private Rentenversicherung kann der Lebensstandard kaum gehalten werden.
 

Riester-Rente: Förderbonus senkt Eigenbeitrag

Möchten Sie mit möglichst geringen EigenbeitrĂ€gen fĂŒrs Alter vorsorgen, dann ist die Riester-Rente die erste Wahl. Vor allem MĂŒtter mit Kindern profitieren von hohen ZuschĂŒssen. Mit einem Kind bekommt man bereits 454 Euro Riester-Zulage pro Jahr, mit zwei Kindern 754 Euro. Verdienen Sie 30.000 Euro im Jahr, brauchen Sie mit einem Kind monatlich nur 62 Euro aus eigener Tasche zu sparen und bekommen trotzdem die volle PrĂ€mie. Zahlen Sie ab dem 30. Lebensjahr bis 67 monatlich 100 Euro (Eigenanteil plus Zulage) in eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung ein, prognostizieren Zurich Versicherung und HDI Gerling 486 bzw. 472 Euro anfĂ€ngliche Monatsrente, Generali 398 Euro und Allianz knapp 300 Euro. Wermutstropfen: Die geförderte Rentenversicherung ist im Alter voll steuerpflichtig.

Positiv: Die Riester-Rente bietet Kapitalgarantie zu Rentenbeginn, das gilt auch fĂŒr Fondsrenten.

Private Rentenversicherung: Steuerbonus senkt Abgaben im Alter

Haben Sie keine Kinder oder erwarten Sie höhere AlterseinkĂŒnfte, zum Beispiel aus Vermietung und Verpachtung, kann eine private Rentenversicherung ohne Riester-Förderung die bessere Wahl sein. Sie erhalten zwar keine staatlichen ZuschĂŒsse, aber im Rentenalter winkt ein echter Steuervorteil. Starten die Rentenzahlungen mit 65, sind nur 18 Prozent der Rente steuerpflichtig. BetrĂ€gt Ihre Rente 400 Euro im Monat, sind nur 72 Euro davon steuerpflichtig. Bei einem Steuersatz von 25 Prozent zahlen Sie nur 18 Euro ans Finanzamt. Allerdings bietet die private Rentenversicherung auf Fondsbasis im Gegensatz zur Riester-Rente keine Kapitalgarantie. Bei langer Ansparphase sollte das aber kein Problem sein. Bei gleichen Annahmen wie im obigen Beispiel prognostiziert Canada Life 585 Euro Anfangsrente, HDI 468 Euro, Alte Leipziger und Continentale je 466 Euro und AXA 462 Euro.

Positiv: Bei der privaten Rentenversicherung besteht Kapitalwahlrecht zwischen Einmalauszahlung und lebenslanger Rente. Sie können also prĂŒfen, ob Sie mit der Kapitalauszahlung bei einer anderen Gesellschaft besser fahren als mit der Rente vom aktuellen Anbieter.
Vergleich Private Rentenversicherung
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kĂŒmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tĂ€tig.

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