Von Isabell Noé, 09.12.2010

Mottenalarm Das hilft gegen Plagegeister

Motten sind nicht nur eklig, sondern auch eine teure Plage. Sie nagen sich durch den Nerz, fressen Löcher in den Cashmere-Pulli und legen ihre Eier in Lebensmittelvorräten ab. Was tun, um die Schädlinge draußen zu halten? Und wie wird man sie los, wenn sie schon da sind?
Mottenalarm Das hilft gegen Plagegeister
Diese G√§ste kommen ungebeten. Und schlimmer noch, sie kommen, um zu bleiben: Motten. Wer ein Exemplar im Kleiderschrank oder in der K√ľche entdeckt, kann sicher sein, dass das Problem nicht mit einem Handschlag erledigt ist, sondern gerade erst anf√§ngt. Denn eine Motte bleibt selten allein, sondern gr√ľndet Familie: Je nach Art legt eine Motte 50 bis 250 Eier. Aus denen werden erst Larven und dann wiederum neue Motten. Bei guten Bedingungen entstehen so Jahr f√ľr Jahr vier neue Mottengenerationen.

√Ąrgerlich f√ľr den „Gastgeber“ sind weniger die Motten, sondern deren Nachwuchs. Mottenweibchen legen ihre Eier auf den Stoffen ab, von denen sich die Raupen sp√§ter ern√§hren sollen. Bei Kleidermotten sind das keratinhaltige Materialien wie Wolle, Seide, Pelze oder Federn. Lebensmittelmotten bevorzugen Getreideprodukte, aber auch andere Nahrungsmittel wie D√∂rrobst, N√ľsse, Kakao und Schokolade. Gerne wird auch trockenes Tierfutter befallen. Sind die Larven dann geschl√ľpft, beginnt das gro√üe Fressen. Die Folge: L√∂cher in Textilien und unbrauchbare Lebensmittel. Und so sind die ungebetenen Dauerg√§ste nicht nur eklig, sondern auch ziemlich kostspielig. Am besten sorgt man daf√ľr, dass sie sich gar nicht erst ansiedeln.
Hygiene gegen Kleidermotten

Gerade bei Kleidermotten gibt es eine Reihe von Vorsorgema√ünahmen. Die wichtigste: Sauberkeit. Stoffe, die durch Speisereste oder Schwei√ü verunreinigt sind, √ľben auf Motten einen besonderen Reiz aus. Kleidung mit mehr als 20 Prozent Wollanteil sollte deshalb vor dem Einlagern gewaschen oder wenigstens gut gel√ľftet werden. Eingeschlagen in Zeitung oder Leinen liegen Textilien ziemlich sicher, durchbei√üen werden sich die Tiere nicht. Auf Schrankpapier auf Einlegeb√∂den verzichtet man besser. Da Mottenlarven auch Staub fressen, ist regelm√§√üiges Saugen Pflicht, insbesondere zwischen Heizungsst√§ben oder hinter M√∂beln, also an Stellen, die man nicht unbedingt im Blickfeld hat. Auch auf die Unterseite von Teppichen sollte man ein Auge haben.

Abschreckende D√ľfte

Zur Abschreckung haben sich verschiedene Naturprodukte mit √§therischen √Ėlen als hilfreich erwiesen. Der Klassiker ist das Lavendels√§ckchen im Kleiderschrank, auch den Duft von Walnussbl√§ttern und Zedern√∂l k√∂nnen Motten nicht ausstehen. Beliebt sind Kugeln oder Kleiderb√ľgel aus Zedernholz. Zur Duftauffrischung sollte man sie gelegentlich abschmirgeln. Hilfreich k√∂nnen auch ein paar Gew√ľrznelken in den Kleidertaschen sein. Patchouli ist nicht Jedermanns Sache, Motten und deren Larven m√∂gen es aber ganz bestimmt nicht. Hilfreich sollen unter anderem auch Neem-, Limonen- und Teebaum√∂l, Rosmarin und Lorbeerbl√§tter sein.

√Ėle, Bl√ľten oder Bl√§tter sind nat√ľrliche Schutzschilder, daneben gibt es zahlreiche synthetische Produkte in Form von Sprays oder Beduftern. Hier werden Extrakte aus √§therischen √Ėlen¬†mit chemischen Wirkstoffen gepaart. Dass es sich nicht um nat√ľrliche Ware handelt, erkennt man an der Bezeichnung. „mit Lavendelduft“ hei√üt, dass Lavendel nur nachempfunden wird. Allergiker sollten lieber zur nat√ľrlichen Variante greifen.

Speisemotten ausschließen

Lebensmittelmotten werden meist von au√üen eingeschleppt. Schon beim Einkauf sollte man wenn m√∂glich auf Anzeichen von Mottenbefall achten, auch bei eingeschwei√üter Ware. Mottennester erkennt man an hauchd√ľnnen Fadengespinsten und den vielen kleinen braunen Eiern. Findet man die Mottenspuren erst beim Auspacken, tr√§gt man die Nahrung am besten ins Gesch√§ft zur√ľck oder wirft sie gleich weg.

Lebensmittel, die l√§nger gelagert werden sollen, m√ľssen mottensicher verpackt werden. Am besten eignen sich gut schlie√üende Kunststoff-, Glas- oder Porzellanbeh√§lter. Durch Plastikt√ľten nagen sich die Tiere durch und auch Schraubverschl√ľsse sind kein un√ľberwindbares Hindernis. Auch in K√ľche und Vorratskammer sollte man regelm√§√üig sauber machen, denn Kr√ľmel in Fugen und Ritzen sind leicht erreichbares Futter. Zum Regale Auswischen nimmt man besser ein trockenes Tuch, Motten haben es n√§mlich gern feucht und warm. Auch Lebensmittelmotten lassen sich mit bestimmten D√ľften abschrecken – aber wer will schon M√ľsli mit Lavendelaroma? Etwas weniger aufdringlich sind Nelken oder Lorbeerbl√§tter, die in Ritzen im Schrank gesteckt werden.
 

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Leserkommentare

 

26.02.2013 13:38 Uhr
Thomas Schmidt: Wespen gegen Kleidermotten
Wenn man auf eine chemische Lösung gegen Kleidermotten verzichten möchte, kann man auch auf Schlupfwespen zurückgreifen. Das eignet sich allerdings nur für kleine Bereiche (Kleiderschränke). Wie es auf dieser Seite beschrieben ist: www.ungezieferabwehr.de


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