Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 25.11.2016

Altersvorsorge Wie Minijobber von der Riester-Rente profitieren

Auch als Minijobber können Sie einen Riester-Vertrag abschließen und hohe  Fördergelder kassieren. Wenn Sie noch 2016 starten, sichern Sie sich den besseren Garantiezins.
Altersvorsorge Wie Minijobber von der Riester-Rente profitieren

Auch Minijobber sollten ihre Augen nicht vor dem Thema Altersvorsorge verschließen

2013 wurde bei Neuvertr√§gen eine obligatorische Versicherungspflicht (Rentenversicherung) f√ľr Minijobs eingef√ľhrt. Diese Versicherungspflicht d√ľrfen die Besch√§ftigten jedoch per Antrag nach wie vor abw√§hlen. Leider machen das viele - und verzichten auf jede Menge Geld und zus√§tzliche Vorz√ľge.

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet n√§mlich lukrative Vorteile f√ľr die Minijobber. So werden die geringf√ľgigen Besch√§ftigungen voll auf die Versicherungszeiten angerechnet. Das gilt nicht nur f√ľr den Anspruch auf Rentenzahlungen (etwa wegen Erwerbsminderung), sondern auch f√ľr Anspr√ľche auf Reha-Ma√ünahmen und f√ľr den Zugang zur Riester-Rente.

So nutzen Sie als Minijobber die Riester-Förderung


Wenn Sie die Versicherungspflicht nicht abw√§hlen, sondern nutzen, k√∂nnen Sie sich als Minijobber alle staatlichen F√∂rderungen f√ľr die Riester-Rente sichern. Das geht so: Der Arbeitgeber f√ľhrt beim Minijob im gewerblichen Bereich pauschal 15 Prozent f√ľr die Rentenversicherung ab. Sie selbst zahlen nur noch 3,7 Prozent dazu, um auf die erforderlichen 18,7 Gesamtprozent zu kommen. Maximal w√§ren das dann 16,65 Euro monatlich bei einem 450-Euro-Verdienst. Ihr Arbeitgeber wird dadurch weiter nicht belastet, er f√ľhrt nur alle Abgaben an die Minijob-Zentrale ab.

F√ľr Minijobber in privaten Haushalten gilt das gleiche Prinzip. Sie m√ľssten hier wegen des geringeren F√ľnf-Prozent-Pauschalbeitrags des Arbeitgebers allerdings 13,7 Prozent selbst dazu zahlen, um auf den vollen Rentenbeitragssatz von 18,7 Prozent zu kommen.
 

Diese Riester-Zulagen schenkt Ihnen der Staat


Vor allem Familien mit Kindern und Geringverdiener profitieren von den hohen staatlichen Riester-Zulagen. Ein Beispiel: Pro Jahr gibt es 154 Euro Grundzulage vom Staat und f√ľr jedes Kind noch einmal 185 Euro – bei Kindern, die 2008 und sp√§ter geboren wurden, sogar 300 Euro. Eine Frau mit einem sechsj√§hrigen Kind bek√§me so vom Staat 454 Euro j√§hrlich f√ľr ihre Riester-Altersvorsorge geschenkt und h√§tte zus√§tzlich noch den Anspruch auf das volle Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung.

Ein weiteres m√∂gliches Plus bei Verheirateten: H√§tte Ihr Ehepartner selbst keinen Anspruch auf Riester-F√∂rderung (etwa als Freiberufler), dann verschaffen Sie als Minijobber ihm damit einen mittelbaren Anspruch auf einen eigenen Riester-Vertrag. Je nach Verdienst m√ľssen nur geringe Eigenbeitr√§ge entrichtet werden: Ausreichend sind j√§hrlich vier Prozent des Vorjahreseinkommens, mindestens aber 60 Euro.

Sichern Sie sich 2016 noch den höheren Garantiezins
 

Zum Jahresanfang 2017 sinkt der sogenannte gesetzliche Garantiezins f√ľr Lebens- und Rentenversicherungen von 1,25 auf 0,9 Prozent. Falls Sie als Minijobber grunds√§tzlich von einer Riester-Rentenversicherung profitieren wollen, sollten Sie also noch 2016 handeln, um sich den h√∂heren Garantiezins zu sichern. Dieser gilt dann f√ľr die gesamte Vertragslaufzeit. Altvertr√§ge sind von der √Ąnderung nicht betroffen.


Antrag f√ľr die Riester-Zulagen nicht vergessen


Die geschenkten staatlichen Zulagen sind der eigentliche Rendite-Turbo bei einem Riester-Vertrag. Achten Sie daher grundsätzlich immer darauf, dass Sie diese voll ausschöpfen und erhalten. Die Riester-Zulage ist jedes Jahr neu zu beantragen. Versäumen Sie dies, so verfällt nach zwei Jahren der Anspruch darauf.

Mein Rat: Gehen Sie daher auf Nummer sicher und stellen Sie bei Ihrem Riester-Anbieter am besten gleich einen Antrag auf Dauerzulage. Das weitere Procedere erledigt dann der Anbieter direkt mit der Zentralen Zulagenstelle f√ľr Altersverm√∂gen. Nur wichtige √Ąnderungen (beispielsweise die Geburt eines Kindes) m√ľssen Sie dem Anbieter dann noch melden.
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Leserkommentare

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11.11.2015 18:48 Uhr
Towanda2: Riester? Nein danke
Wie kann man bloss immerzu noch für die völlig unretable Riesterrente werben?


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