Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 02.05.2014

Familien-Versicherungen Versicherungssumme oft zu niedrig

Familien benötigen Versicherungsschutz – effizient ist dieser jedoch nur mit ausreichend hohen Versicherungssummen. Bei welchen Policen es oft hapert.
Versicherungen Die Höhe ist der Knackpunkt

Der Klassiker: Sturz vom Fenster. Eine Versicherung für Folgeschäden ist notwendig

Viele Policen – viel Schutz. Diese Formel ist gängige Praxis, geht aber leider nicht auf. „Viele Familien haben tatsächlich ein buntes Portfolio an Versicherungsverträgen, doch die wichtigen Policen leisten oft viel zu wenig“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten: Nur 50.000 Euro Versicherungssumme bei zum Beispiel einer Risikolebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die eine Rente von zum Beispiel nur 550 Euro im Monat garantiert – damit kann man im Ernstfall keine finanzielle Lücke schließe. Sollte der Hauptverdiener wegen Tod oder Krankheit ausfallen steht man im Ernstfall trotz Police vor dem finanziellen Ruin.

Die Devise lautet deshalb: Essentielle Policen – hohe Versicherungssummen. Zu den wichtigsten Policen für Familien gehören die Private Haftpflichtversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Risikolebensversicherung. „Bei der privaten Haftpflicht gilt: mindestens fünf Millionen Euro Deckungssumme, besser sind zehn Millionen Euro“, sagt Versicherungsexpertin Boss. Das hört sich viel an, ist aber durchaus realistisch, wenn man im Schadensfall einer geschädigten Person eine lebenslange Rente bezahlen muss. Die höhere Versicherungssumme wirkt sich dabei nur minimal auf die Beiträge aus.

Darauf kommt es bei der Risikolebensversicherung an

Bei einer Risikolebensversicherung muss man die Versicherungssumme individuell kalkulieren. Hat der hinterbliebene Partner im Ernstfall noch kleine Kinder zu versorgen? Ist eine Immobilie oder sind andere Kredite abzubezahlen? Eventuell gibt es ja vorhandenes Vermögen, das man nutzen kann. Auch eine Witwenrente oder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind mit einzukalkulieren. "500.000 Euro bei einer Familie mit zwei kleinen Kindern sind nicht zu hoch gegriffen", sagt Versicherungsberater Stefan Albers.

Darauf kommt es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung an

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als Faustformel: "Rund 80 Prozent des Nettogehalts sollten abgesichert sein", sagt Albers. Auch hier können Sie bei der Ermittlung des tatsächlichen Finanzbedarfs das Einkommen des Ehe- oder Lebenspartners berücksichtigen sowie Vermögen oder Einkünfte aus anderen Quellen als dem Einkommen.

Diese Policen können Sie sich sparen

Mit höheren Versicherungssummen steigen natürlich die Beiträge. Doch im Schadensfall rechnet sich das. Bedenken Sie, dass manche Policen auch verzichtbar sind. Dadurch können Sie die Mehrkosten für die essentiellen Policen wieder reinholen: Eine Reisegepäckabsicherung, eine Handyversicherung oder auch die Unfallversicherung gehören nicht zu den Top 3.
Vergleich Risikolebensversicherung
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Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe über Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin tätig.

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