Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 04.11.2015

Was ist eigentlich... ...eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Streikt der Rücken oder schmerzen die Gelenke, dann kann Berufsunfähigkeit drohen. Jeden Fünften erwischt es – wohl dem, der ausreichend versorgt ist.
Was ist eigentlich... ...eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte jeder haben - sich fithalten aber auch

Sind Sie nach dem 1. Januar 1961 geboren? Dann haben Sie bei Berufsunfähigkeit schlechte Karten. Sie erhalten im Ernstfall nur noch eine Minirente vom Staat. Verbraucherschützer empfehlen daher neben Kranken- und Haftpflichtschutz sich unbedingt gegen Berufsunfähigkeit abzusichern.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Funktionsweise

Gegen Berufsunfähigkeit schützt die sogenannte Berufsunfähigkeitsversicherung. Dabei zahlen Sie regelmäßig Beiträge in den Vertrag ein und erhalten im Ernstfall von der Versicherung eine monatliche Rente. Der Leistungsfall tritt ein, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Das ist regelmäßig dann der Fall, wenn Sie eine gesundheitliche Beeinträchtigung von mindestens 50 Prozent Ihrer Arbeitskraft erleiden. In einigen Fällen sind die Leistungen nach dem Grad der Beeinträchtigung gestaffelt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt zusätzlich zu den staatlichen Sozialrenten beziehungsweise zu sonstigen Versorgungsbezügen des Arbeitgebers.

Formen von Berufsunfähigkeitsversicherung

Drei verschiedene Policen-Arten sind im Angebot: die reine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) in Kombination mit einer Risikolebensversicherung sowie eine Kombination aus Berufsunfähigkeitsversicherung und Kapitallebens- oder Rentenversicherung (ebenfalls BUZ abgekürzt). Die Kombination aus Berufsunfähigkeit plus Vorsorgesparen (Kapitallebens- beziehungsweise Rentenversicherung) sehen die Verbraucherzentralen kritisch, da die Verquickung von Versicherungsschutz und Geldanlage teuer und wenig effektiv ist. Anders sieht die Sache bei der Kombination von BU mit Risikolebensversicherung aus. Insbesondere für Familien ist dies meist eine sehr preiswerte Paketlösung, die auch Verbraucherschützer favorisieren. Für Singles ist die reine Berufsunfähigkeitsversicherung oft die beste Lösung.

Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Höhe der Beiträge richtet sich vor allem nach dem Alter, der ausgeübten Tätigkeit sowie der Höhe der Monatsrente. Üben Sie keinen körperlich schweren Beruf aus und möchten eine durchschnittliche Berufsunfähigkeitsrente erhalten, dann halten sich die Kosten in Grenzen. So zahlt beispielsweise eine 35-jährige Zahntechnikerin, die bei Berufsunfähigkeit 1.500 Euro Monatsrente beziehen möchte, bei günstigen Gesellschaften monatlich 90 bis 100 Euro Versicherungsprämie, etwa bei Canada Life, Zurich oder HDI Versicherung. Ein gleichaltriger Dachdecker müsste für die gleiche Rente hingegen gut 200 Euro pro Monat hinblättern.

Vertragsklauseln bei Berufsunfähigkeitsversicherungen

Achten Sie bei Vertragsabschluss auf den Passus: „Verzicht auf abstrakte Verweisung“. Damit verzichtet die Versicherungsgesellschaft darauf, Sie bei Berufsunfähigkeit auf einen anderen Beruf zu verweisen – unabhängig vom eigenen Alter. Sie erhalten selbst dann eine Rente, wenn Sie gesundheitlich noch in einem anderen Beruf arbeiten könnten. Außerdem sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung eine umfassende Nachversicherungsgarantie beinhalten. Das ist wichtig, damit Sie später bei veränderter Lebenssituation, etwa bei Heirat oder der Geburt eines Kindes, die versicherte Rentenhöhe ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen können.

Geldsparen.de-Tipps: Die Versicherungsgesellschaften fragen nach Vorerkrankungen und entscheiden dann, ob sie den Vertrag annehmen. Machen Sie hier stets wahrheitsgemäße und vollständige Angaben. Sind Ihre Angaben fehler- oder lückenhaft, kann die Gesellschaft im Falle von Berufsunfähigkeit ansonsten Leistungen verweigern. Allerdings: Nichts Nachteiliges preisgeben, wenn im Vertrag nicht gefragt wird. Außerdem sollte die Gesellschaft auf den Paragraph 41 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) verzichten. Diese Vorschrift erlaubt es, nachträglich den Beitrag zu erhöhen oder gar den Vertrag zu kündigen, wenn sich herausstellt, dass Sie unter einer Krankheit leiden, von der Sie noch gar nichts wissen.
Vergleich Berufsunfähigkeitsversicherung
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kümmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tätig.

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