Caroline Benzel
Ein Beitrag von Caroline Benzel, 27.07.2014

Wohnungstausch Günstige Ferien in fremden Wänden

Tausche Wohnung in Berlin gegen Appartement in New York. Urlaub machen, wo andere wohnen. Nach diesem Prinzip funktionieren Wohnungs- und Haustauschbörsen im Internet.
Reisen Urlaub Wohnen Haustausch Wohnungstausch

Beim Haustausch haben Sie sicher mehr Platz als in einem Hotelzimmer

Vorteil vom Wohnungstausch: Die Unterkunft im Reiseland kostet nichts und die eigene Wohnung wird ebenfalls versorgt. Werden sich die Wohnungstausch-Partner einig, kann auf diesem Weg sogar die Betreuung der eigenen Haustiere organisiert werden. „Ich habe einmal schon Hund, Fische, Katze und Hühner mitversorgt“, sagt Leonie Günzler, die in Deutschland für das Haustausch-Portal von Intervac zuständig ist. Unter intervac-homeexchange.com haben sich weltweit rund 30.000 Tauschwillige registriert.

Für 110 Euro pro Jahr können registrierte Mitglieder so oft Wohnungstausch betreiben, wie sie wollen. Am tauschfreudigsten sind laut Leonie Günzler ältere Ehepaare und Familien mit Kindern. „So können sie sich Urlaube leisten, die andernfalls finanziell vielleicht nicht möglich wären". Die Mitgliedschaft bei Haustauschferien.com wird monatlich mit 7,95 Euro abgerechnet, im Jahr fallen so  95,40 Euro an. Hier gibt es weltweit rund 55.000 Einträge. Etwas teurer ist der Jahresbetrag bei Homelink mit 140 Euro.

Dafür bekommen Homelink-Mitglieder zusätzliche Sicherheitsleistungen. Mit der Mitgliedschaft gibt es einen sogenannten Garantiefonds von 2.500 Euro dazu, der die Hausrat- und Haftpflichtversicherung ergänzt. Zusätzlich gibt es bis zu 2.000 Euro als Tausch-Rücktrittsgarantie bei Krankheit oder Todesfall in der Tauschfamilie. Bevor man sich für eines der Wohnungstausch-Portale entscheidet, empfiehlt es sich, die Angebote durchzustöbern. So merkt man am besten, wo es für einen selbst die interessantesten Urlaubsziele gibt.

Tipps und Tricks zur Auswahl des Tauschpartners

Generell gilt der Haus- und Wohnungstauschmarkt in Deutschland noch als ein Nischenmarkt. Vielen Deutschen ist es unangenehm, Fremde in ihr Haus zu lassen, zumal die rechtliche Situation ungeklärt ist. „Wir haben in 35 Jahren keine Probleme gehabt“, sagt zwar Leonie Günzler. „Unsere Mitglieder haben alle eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung und falls etwas kaputt geht, wird es ersetzt.“ Generell handelt es sich bei einem Wohnungstausch aber um eine privatrechtliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien, die mögliche Konflikte dann untereinander regeln müssen. Schwierig wird es, wenn die Tauschpartner aus unterschiedlichen Ländern kommen und nicht klar ist, welches Recht anwendbar ist.

Deshalb gilt es, den Wohnungtausch-Partner sorgfältig auszuwählen. E-Mail-Kontakt und Telefonate sollten vor dem Tausch selbstverständlich sein. Eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung sollten beide Parteien haben, wer auf Nummer sicher gehen will, schließt zusätzlich eine Rechtsschutzversicherung ab. Bevor der Wohnungstausch beginnt, lohnt es sich, bestehende Policen zu überprüfen, damit die meisten Eventualitäten abgesichert sind.

Wohnungstausch kein Vergleich zum Cluburlaub

Für den Fall, dass auch das Auto getauscht wird, sollten beide Parteien einen Kaskoschutz abschließen und sich über die Höhe der Selbstbeteiligung einigen. Generell gilt: Ohne Vertrauen und Abenteuergeist kein Wohnungstausch, ein schriftlicher Vertrag zu Einzelheiten der Haftung und entstandener Kosten kann aber in keinem Fall schaden. Wer eine Einliegerwohnung hat, kann Gäste auch dann empfangen, wenn er selbst zu Hause ist. Oder man bucht einen klassischen Urlaub im Hotel und freut sich, wenn Gäste währenddessen Haus und Hof hüten. Zum Vergleich: Die Firma „Homesitter Plus“ bietet den Service zwischen 44 Euro bis 52 Euro am Tag an – je nach Länge des Aufenthalts. An- und Abfahrtskosten werden ebenso extra berechnet wie die Versorgung von Tieren.

Neben der Kostenersparnis erlaubt ein Wohnungstausch einen besondern Blick auf das Reiseland. Man wohnt wie zu Hause, hat Kontakt zu Nachbarn und ist ins alltägliche Leben integriert. Diese Erfahrung können kein Hotel und kein Cluburlaub bieten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben

Name*

Email*

Überschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Colourbox.de ID:2890

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Unterwegs Pagename: guenstiges-reisen-urlaub-im-fremden-haus(2890)