Von Christian Haas, 28.05.2013

Antalya Ein Reiseziel wie aus dem Bilderbuch

Familien lächeln an der türkischen Riviera besonders gerne. Warum? Wegen des unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses.
Antalya Ein Reiseziel wie aus dem Bilderbuch

Sonnenaufgang über dem Golf von Antalya

Trotz langer Historie und einer gewissen Bedeutung in der Antike zählte die Hauptstadt der gleichnamigen Region in den 1960er-Jahren gerade einmal 50.000 Einwohner, vier bis fünf Jahrzehnte später hat sich die Einwohnerzahl verzwanzigfacht. Der Grund: Das enorme „Tourismus-Entwicklungsprojekt Süd-Antalya“ oder auch „Kemer-Projekt“ genannt, verwandelte die kleinen Fischerdörfer, Bauernweiler und steinigen Karrenwege in eine Urlaubsregion der Yachthäfen, Hoteldörfer und Autobahnen – und schuf so Hunderttausende Arbeitsplätze und Zigtausende Hotelbetten. Und der Ansturm scheint noch nicht zu Ende.

Wem es zwischen Antalya, Belek, Side und Alanya zu voll wird, flüchtet an die andere Seite der weiten Bucht, wo sich besonders feine Strände befinden – hoch gelobt: Olympos – oder gleich ins Hinterland. Lohnende Ziele gibt es genug. Im Waldgebirge hoch über Antalya ist eine antike Ruinenstadt zu ersteigen, oder es geht ab zu den berühmten Düden-Wasserfällen oder zu den Karain-Höhlen, wo sich die ältesten Spuren menschlichen Lebens in der Türkei finden lassen.

Die Anreise nach Antalya

Der internationale Flughafen von Antalya fertigt mittlerweile mehr Passagiere ab als Zürich oder Palma de Mallorca. Zu deutschen Flughäfen bestehen zahlreiche und regelmäßige Verbindungen: Lufthansa, Condor, Air Berlin, Germanwings, Tuifly, SunExpress, Niki – alle landen sie hier. Die Frage eines alternativen Verkehrsmittels stellt sich in der Regel erst vor Ort. Neben Mietwägen steht ein gut ausgebautes Busnetz zur Verfügung. Etwas teurer, aber ungemein schöner ist es, den Küstenabschnitt zwischen Bodrum und Antalya mit dem gecharteren Segelboot zu erkunden – oder auf einem Gulet mitzuschippern. Auf diesen typischen Motorseglern finden zwei bis vier Familien hervorragend Platz, Kapitän inklusive.

Die Unterkünfte

Am sandigen Küstenstreifen reiht sich in Antalya ein Hotel neben das nächste. Klar gibt es auch Abschnitte ohne Bebauung, aber Liebhaber einsamer Landschaften werden hier kaum glücklich. Freunde großer Hotelkomplexe hingegen schon und haben die Wahl aus mehreren hundert Resorts, vom Adults-Only-Hotel („Adam & Eve“) bis zum Themenhotel. Aber Achtung: Fünf Sterne in der Türkei entsprechen beileibe nicht dem 5-Sterne-Standard von Deutschland, eher drei bis vier Sternen.

Die Betreuung

Deutschsprachige Betreuungsangebote gibt es in Antalya genügend. Besonders gut fallen diese freilich in Ferienclubs aus, und diesbezüglich ist die Dichte hier besonders hoch. Robinson Club, Magic Life, Aldiana – alle sind sie hier, seit Frühjahr 2013 auch der Club Med, in Belek. Im Übrigen hat Öger Tours als erster Veranstalter einen eigenen Rutschenhotel-Katalog herausgegeben – die meisten befinden sich rund um Antalya.

Der Preis

Das Top-Argument für Antalya und zugleich der Schlüssel für den Erfolg der Region ist das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis. Hier sind sieben Tage All-inclusive plus Flug tatsächlich für 200 bis 300 Euro machbar – wo sonst ist so etwas möglich? Höchstens in Tunesien oder Ägypten, doch in den vergangenen Jahren sorgten politische Unruhen immer wieder für ausbleibende Touristen, die schwupps an die türkische Riviera abwanderten.

Drei Ferienorte im Kurztest

Antalya

Familien-Angebote:
River Rafting, Seilbahn, Jeep Safari

Strände:
Zahlreiche Sandstrände, der Lara-Strand gehört zu den schönsten und zeigt sich mancherorts überraschend natürlich.

Hotelempfehlungen:
5 Sterne „The Marmara Antalya“; hier geht's rund: Als einziges Hotel weltweit drehen sich die Zimmer dieses Hauses 360 Grad um die eigene Achse;
3 Sterne „Hotel Dogan“; in der Altstadt von Antalya gelegen und dennoch nur 50 Meter zum Strand.

Fazit:

Viele Touristen reisen vom Airport direkt in die außerhalb gelegenen Hotelanlagen – ein Fehler, denn die Altstadt von Antalya, die auf einer Steilküste thront, unter der das Meer türkisfarben schimmert, bietet entzückende Gässchen und eine ganz besondere Atmosphäre.
Belek

Familien-Angebote:
insbesondere in den Hotelanlagen

Strände:
Kies- und Sandstrände

Hotelempfehlungen:
5 Sterne „Magic Life Club Imperial Waterworld“; Tolle Anlage mit Top-Umweltengagement – hier wurde ein 300.000 Quadratmeter großes Brachgelände mit abertausenden Kiefernsetzlingen wieder in einen Wald verwandelt;
5 Sterne „Maxx Royal Belek Golf & Spa Resort“; alles vom Feinsten und Edelsten – das gilt auch für die Familiensuite mit über 100 Quadratmetern.

Fazit:

Belek ist zwar kleiner als Antalya, aberes gibt mehr Angebote für Touristen (insbesondere Golf und Wellness). Dutzende gehobene Hotels, überwiegend mit All inclusive-Angeboten, liegen am etwa einen Kilometer entfernten Kies- und Sandstrand. Die Hotelkette erstreckt sich etwa drei Kilometer die Küste entlang.
Olympos

Familien-Angebote:
der Meeresschildkröten-Hotspot Cirali

Strände:
18 km feinster Strand

Hotelempfehlungen:

3 Sterne „Kadir’s Tree Houses“; die rustikale Baumhauspension besitzt Kultstatus;
5 Sterne „Olympos Lodge“; 12 feine Bungalows am Meer, in einem großen Garten gelegen, Dinner im Sand - herrlich.

Fazit:
Der Gegenentwurf zu den Pauschalurlauberhochburgen: Einst war der rund 60 Kilometer südlich von Antalya gelegene silbrige Kieselstrand zwischen den bizarren Felsen des Olympos-Nationalparks eine gefürchtete Piratenhochburg. Heute ist er besonders bei Aussteigern und Lebenskünstlern beliebt, die tagsüber hier die Abgeschiedenheit genießen und abends am Lagerfeuer feiern – auch mit Kindern.

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Christian Haas mein Name ist Christian Haas. Ich bin diplomierter Geograph und schreibe auf geldsparen.de über die Themen Reise und Mobilität. Von meiner mehr als zehnjährigen Erfahrung in der Welt des Reisens profitieren auch Sie.

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